Vorbestellungen für Nest möglich: Thermostate, Kameras und Rauchmelder bald in Deutschland

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Mel 18. Januar 2017, 17:24 Uhr

Das Unternehmen Nest, das zum Google-Konzern gehört, hat die eigenen smarten Produkte bisher nur in wenigen Ländern vertrieben.

Nest

Gegründet vom früheren Apple-Entwickler Tony Fadell und seit 2014 zu Google gehörend, steht Nest für smarte Monitoring-Produkte, die sich in das Eigenheim oder die Wohnung integrieren lassen. Kürzlich gaben Verantwortliche von Nest bekannt, dass die eigenen Produkte nun auch in weiteren Ländern zum Verkauf stehen sollen, namentlich in Spanien, Italien, Österreich und auch in Deutschland.

Zum Portfolio der nicht ganz günstigen Nest-Produkte zählen unter anderem ein Rauch- und Kohlenmonoxidmelder, der Nest Protect, der für 119 Euro im Handel erhältlich sein wird. Dieser informiert den Nutzer über offenes Feuer, Schwelbrände und Kohlenmonoxid. Eine zusätzliche Sprachausgabe zum Warnen vor Gefahren sowie eine Möglichkeit, entsprechende Mitteilungen auf das Smartphone geliefert zu bekommen, wenn man nicht zuhause sein sollte, runden den Nest Protect ab.

Darüber hinaus gibt es das Nest Learning Thermostat auch bald in Deutschland zu kaufen. Mit einem UVP von 249 Euro ist das Produkt allerdings kein Schnäppchen. Der Zusatz „Learning“ bezieht sich auf die Fähigkeit des Thermostats, Wunschtemperaturen des Nutzers zu erkennen und zu bemerken, die lange es dauert, bis das Zuhause entsprechend warm geworden ist. Anhand dieser Informationen programmiert sich das Nest Learning automatisch und hält die Räume immer angenehm warm. Ist man außer Haus, regelt sich das Thermostat herunter, um wertvolle Energie zu sparen. Und wer gerade bei den aktuellen Temperaturen nach der Arbeit in ein bereits warmes Zuhause kommen möchte, findet entsprechende Einstellungen in der zugehörigen Nest-App.

nest thermostat

Zwei Kameras für den Indoor- und Outdoor-Bereich

Mit der Nest Cam Indoor und Outdoor gibt es abschließend zwei smarte Überwachungs- und Sicherheitskameras, die jeweils zum UVP von 199 Euro erhältlich sein sollen. Während ersteres Modell im Haus selbst installiert werden kann, um so die Wohnräume samt Nachtsichtmodus in 1080p zu überwachen und sich über Geräusche und Bewegungen informieren zu lassen, sorgt die wetterfeste Nest Cam Outdoor für Sicherheit im Außenbereich. Diese kann an eine beliebige Steckdose angeschlossen werden und bietet mit einer Weitwinkelansicht von 130 Grad sowie 8 Infrarot-LEDs genügend Kraft, um bei allen Wetterverhältnissen aussagekräftige Live-Ansichten zu bieten. Auch die Nest Cam Outdoor verfügt über eine Benachrichtigungs-Option bei Geräuschen oder Bewegungen, sowie ein Sprachmodul, über das mit der Außenwelt kommuniziert werden kann. Für zusätzliche Features ist ein Nest Aware-Abonnement notwendig.

In den USA sind die Nest-Produkte schon länger am Markt erhältlich und werden dort von Kunden bisher durchweg positiv bewertet. In Deutschland lassen sich erste Nest-Produkte unter anderem im Webshop von Mediamarkt vorbestellen, die Auslieferung soll ab dem 15. Februar dieses Jahres erfolgen.

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Kommentare3 Antworten

  1. guerkan4 sagt:

    Meldet dann das Nest Protect auch dem Nest Thermostat, dass es brennt, so dass dieser die Heizung runter regelt? Oder agieren sie autonom? 🤔

  2. atw-atw [iOS] sagt:

    Blöd ist nur das Kohlenmonoxid sich zuerst am Boden sammelt und der Rauch eher an der Decke ist. Das heißt am besten 2 Installieren… das wird teuer 😁

  3. Northbuddy sagt:

    Und ich wundere mich immer mehr, wie man seine Haussteuerung an einen (US) Dienstleister Outsourcen kann. Aber egal. Es lebe die Überwachung (und ein hacken von Nest wird immer attraktiver).
    Dazu noch der Punkt, das diese Produkte wohl NUR mit Online-Anbindung wirklich sinnvoll funktionieren und handhabbar sind. Was passiert eigentlich, wenn der Anbieter Pleite geht? Sind dann die Sensoren alle schlagartig ein Problem?
    Für mich sehen sie zwar stylisch aus, aber es gibt günstigere Alternativen in dem Bereich, welche Voll-Autonom arbeiten ohne Internet. Und als Rauch- bzw. CO2 Melder tun’s auch die Billig-Varianten aus dem Baumarkt.

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