8tracks Radio: Das Mixtape im 21. Jahrhundert

Die Jüngeren unter euch werden es nicht mehr erlebt haben: das gute, alte Mixtape. Eine Musikkassette, wahlweise mit 60 oder 90 Minuten Spielzeit, die in mühe- aber ebenso liebevoller Kleinarbeit mit den eigenen Lieblingssongs bestückt und an jemanden verschenkt wurde, der es verdient hatte.

Mit der App 8tracks Radio (App Store-Link) kommt diese Idee der personalisierten Playlists wieder groß in Mode. Das kostenlose Radio-Programm fürs iPhone und den iPod Touch hat erst vor wenigen Tagen ein Update erfahren und belegt nur etwa 4 MB Speicher auf dem iDevice. Dass solche Playlist-Radiodienste unter iPhone-Usern sehr beliebt sind, zeigt auch die durchschnittliche Bewertung von 4,5 Sternen im App Store.

8tracks ist ein einfacher Weg, mit Hilfes von Online-Mixes Musik auszutauschen und selbst neue Songs und Genres kennenzulernen. Beim Start der App wird man gleich aufgefordert, sich entweder mit dem Facebook-Konto einzuloggen oder einen 8tracks-Account zu erstellen. Allerdings kann man auf die Playlists auch ohne Anmeldung zugreifen, dazu reicht ein Klick auf den Button unten rechts „Take me to the music“.

8tracks bietet ein übersichtliches Menü, in dem man auf verschiedenste Art und Weise nach Mixes suchen kann, unter anderem in den Kategorien „Featured“, „Hot“ oder „New“. Wer eher ein bestimmtes Genre im Auge hat, kann unter „Browse“ auch einen bestimmten Musiker, eine Band, ein Genre oder die eigene Stimmung eingeben, um Vorschläge zu erhalten. Die Mixe haben mindestens eine Länge von 30 Minuten, was etwa 8 Songs entspricht.

Im App-eigenen Radio-Player kann dann auch die Lautstärke reguliert werden sowie zum nächsten Track des Mixes gesprungen werden – letzteres allerdings nur bis zu 3 Mal innerhalb einer Tracklist, da es die Regulierungen der Betreiber so vorsehen. Wer sich bei 8tracks anmeldet, kann dann auch unter anderem ein eigenes Profil erstellen, Mixe in eine Favoritenliste aufnehmen und für die 8tracks-Community selbst Mixtapes erstellen. Nur zum Anhören der Mixes ist dies jedoch nicht notwendig.

Insgesamt lohnt sich ein Download für all die neugierigen Nutzer unter euch, die gerne neue Songs, Interpreten oder Genres entdecken wollen. Da man nicht gezwungen wird, einen Account anzulegen, um auf die Mixe zugreifen zu können, muss niemand Bedenken haben, fortan mit Mails zugespammt zu werden. Zwar bringt 8tracks Radio das gute, alte Mixtape nicht mehr zurück – aber es bietet zumindest eine moderne Interpretation von diesem.

Kommentare 21 Antworten

    1. Ich vermute mal ziemlich sicher schon weil ich wollte mal mehr als 3 songs (oder so) überspringen und dann kam ne meldung dass ma am tag nur eine bestimmte anzahl überspringen kann. Hoffe ich konnte dir weiterhelfen! In dem sinne schönes we noch! 🙂

        1. Also ich habe mir mal im App Store den Lizenzvertrag durchgelesen und dort steht, dass der Content vom Nutzer hochgeladen wird, mit der Vorraussetzung, dass dieser die Berechtigung des Produzenten hat sowie diesen Content legal erworben hat, alles andere sei illegal und verstößt gegen den Lizenzvertrag.
          Meiner Meinug nach bewegt sich die ganze App in einer Grauzone, da nicht genau zu ermitteln ist, ob der User die Berechtigung dazu hatte sowie die Lieder erworben hat.
          Beides ist meiner Meinung nach so gut wie nie der Fall, weswegen ich sagen würde: „Lieber die Finger von dieser App lassen und die Musik im Laden kaufen.“

          1. Das ist für den Nutzer aber egal da 8tracks der Anbieter ist. Weiterhin stremmt der user die Musik nur.
            Das Angebot ist ausgezeichnet und es macht Spaß themenbezogen Musik Mixe von anderen zu hören.
            Kann die app und auch die Seite nur empfehlen, wenn man musikalisch mal über den eigenen Tellerrand schauen möchte.

          2. Ob streamen legal oder illegal ist weiß man auch nicht genau!!
            Also ich lass lieber die Finger da von.

        1. Ich denke nicht, denn es ist ja im Lizenzvertrag so angegeben, dass die Nutzer, die ihre Mixes hochladen, diese Tracks legal erworben haben müssen und somit zur Verantwortung gezogen werden könnten, wenn sie Stücke aus illegalen Quellen dort hochladen.
          Auch die beschränkte Anzahl an Skippings innerhalb eines Mixes deutet darauf hin, dass die App-Betreiber sich diesbezüglich rechtlich abgesichert haben.

          Ich schreibe bei Bedarf gerne mal eine Mail an den Support und versuche das zu klären.

  1. Hier mal eine Info zur Legalität der App (auf Englisch):

    http://8tracks.com/licensing

    Zusammengefaßt: Die Betreiber zahlen Gebühren an die jeweiligen Insitutionen (ähnlich wie bei uns die GEMA) für jeden gespielten Song und pro Nutzer. Weiterhin verhindert das Skipping innerhalb der Mixe sowie keine genaue Einsichtnahme in alle Tracks der Playlists, dass der Hörer Einfluss darauf nehmen kann, welchen Song er zu einer bestimmten Zeit hören möchte. Demnach ist 8tracks wie eine Online-Radio-Station zu behandeln.

    Ich denke, das sollte alle Zweifel aus dem Weg räumen.

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