Im April dieses Jahres hatten wir erstmals über die seit Januar 2026 im App Store erhältliche ÖPNV-App Abfahrt! (App Store-Link) berichtet. Entwickelt vom Berliner Indie-Entwickler Leonard Scharf, zeigt die Anwendung für das iPhone Echtzeit-Abfahrtszeiten des öffentlichen Nahverkehrs. Das Tolle daran: Dies gilt nicht nur für eine Stadt oder ein Land, sondern gleich für 28 europäische Länder, versammelt in einer einzigen App. „Egal ob U-Bahn in Berlin, Tram in Zürich oder Bus in Prag: Die App öffnen, und man sieht sofort, was in der Nähe gerade fährt“, berichtete damals Leonard Scharf.
Abfahrt! verfügt seit Mai dieses Jahres auch über eine Android-Version, zudem gibt es eine Webvariante, ebenso wie eine Unterstützung für die Pebble-Smartwatch. Über eine API können auch Betreiber von Displays im öffentlichen Raum von den Informationen Gebrauch machen. Abfahrt! ist lediglich knapp 13 MB groß, benötigt iOS 17.0 oder neuer auf dem iPhone und steht auch in deutscher Sprache bereit. Die private Nutzung der App ist komplett kostenlos und verzichtet auf In-App-Käufe, Werbung oder Abos.
Abfahrt! kann am ehesten als benutzerfreundliche und leistungsstarke Anwendung, die Reisenden Echtzeit-Informationen zu öffentlichen Verkehrsmitteln bietet, beschrieben werden. Ob Bahn, Bus, Straßenbahn oder U-Bahn: Die App aggregiert Daten von über 100 europäischen Verkehrsverbünden und Bahnbetreibern und stellt sie übersichtlich dar. Besonders praktisch ist die Integration von Live-Abfahrtszeiten, Verspätungen und Gleisänderungen, so dass Nutzer und Nutzerinnen auch im Ausland stets auf dem neuesten Stand sind.
Ein zentrales Feature von Abfahrt! ist die Echtzeit-Anzeige von Abfahrten und Ankünften, inklusive Verspätungen und Ausfällen. User können ihre häufig genutzten Strecken als Favoriten speichern und erhalten so mit einem Blick alle relevanten Informationen. Die App unterstützt auch die Suche nach Verbindungen zwischen zwei Punkten und zeigt dafür auch Umsteigeoptionen an. Zudem lassen sich Benachrichtigungen für bestimmte Züge oder Haltestellen einrichten, um keine wichtige Abfahrt zu verpassen.
Komplett neue Abfahrtstafel für mehr Übersicht

Nun hat Leonard Scharf ein großes Update für Abfahrt! im deutschen App Store veröffentlicht. Ab sofort steht Version 3.0 der Anwendung zum Download bereit, die einige neue Funktionen und Verbesserungen mit sich bringt. Der Entwickler beschreibt v3.0 als „das bisher größte Update“ für Abfahrt! und hat eine neue Abfahrtstafel in seine App integriert. Sie verfügt über ein komplett überarbeitetes Design, das nach Haltestellen gruppiert werden kann und über eine eigene Ansicht pro Haltestelle aufweist.
Wer eine Apple Watch besitzt, kann sich ebenfalls freuen, denn Abfahrt! kommt in Version 3.0 erstmals mit einer eigenen Watch-App daher. So findet man alle Abfahrten am Handgelenk, inklusive Zifferblatt-Komplikationen. Das Feature ist komplett kostenfrei und erfordert keine zusätzlichen In-App-Käufe oder Abos. Auch die Gehminuten zur nächsten Haltestelle wurden verbessert: Die Entfernungen zu Haltestellen werden jetzt über das Straßennetz berechnet, nicht mehr per Luftlinie. So lässt sich noch präziser sagen, ob man mit einem kleinen Fußmarsch die nächste geplante Verbindung noch erreicht. Auch laufende Verbindungen bleiben jetzt bei einem App-Neustart erhalten, sie lassen sich einfach mit einem Fingertipp wieder öffnen.
Abfahrt! steht weiterhin als komplett kostenlose Anwendung für das iPhone und nun auch für die Apple Watch ab watchOS 10.0 oder neuer im deutschen App Store zur Installation bereit. Die App verzichtet auf Werbung, Tracking und erfordert kein Nutzerkonto. Von den Nutzern und Nutzerinnen erhält Abfahrt! bei über 500 Bewertungen sehr gute 4,7 von 5 Sternen.

Funktioniert eigentlich endlich Live Activity?
Hallo, wollte es für meine Tochter testen. Auszug von oben: „Das Feature ist komplett kostenfrei und erfordert keine zusätzlichen In-App-Käufe oder Abos.“ Ich habe auf den Download getippt und das Erste was mir im App Store angezeigt wird. In-App Käufe. Was soll man hier noch glauben?
Oben das hast du genau gelesen, aber den Text beim In-App-Kauf nicht. Die App ist völlig kostenfrei. Der In-App-Kauf ist freiwillig, um den Entwickler zu unterstützen. Du schaltest damit lediglich einen Supporter-Badge frei.
Sei bitte so gut und mach hier kein Fass auf, damit mögliche Interessenten der großartigen App nicht abgeschreckt werden. Danke.
In-App-Käufe schrecken ab. Man kann auch innerhalb der App um eine Spende bitten, womit ich sicher kein Problem habe. Sehe ich im App-Store oben vor dem Download In-App-Käufe, lade ich schon garnicht runter. Entweder, nicht hier, voll Werbung oder abgespeckte Möglichkeiten, dafür sollte jedem seine Zeit zu schade sein, der nicht bereit ist dafür wirklich zu zahlen.
Wäre das ein Einzelfall, könnte man damit gut leben.
Leider versuchen mittlerweile fast alle User in diese Kauf-Abo-Fallen zu locken. Daher, wie oben beschrieben, reagiere ich allergisch auf „In-App-Käufe“; nicht gegen Spenden per se.
die App ist klasse, die Einfachheit und Übersichtlichkeit gepaart mit Universalität ist bestechend habe ich nun selbst im Einsatz (auch auf der Watch) und erfolgreich weiterempfohlen danke für den Artikel! Auch für Senioren oder gegebenenfalls Kinder ist die App spitze oder eben für den schnellen Check.
wegen den freiwilligen App Käufen, hier sehe ich absolut kein Problem das ist absolut optional für denjenigen der möchte und die App bringt auch keinerlei Pop Ups oder ähnliches hierzu. Mein Fazit wer auch das nicht möchte sollte sich eben woanders umschauen jedem kann man es nicht recht machen. Erinnert mich an die Geschichte vom Bäcker mit dem halben Brot…
Hey, hier ist Leonard, Entwickler hinter der App. Apple und Google erlauben tatsächlich nur In-App Käufe, um sich als Nutzer bei dem Entwickler erkenntlich zu zeigen. Sobald man um Spenden außerhalb der App bittet, entfernen die beiden Plattformen die App aus dem App/Play Store. Das hat damit zu tun, dass Apple und Google an den In-App Käufen 15 bzw. 30% mitverdienen und da natürlich Interesse haben, solche Unterstützungen innerhalb der App zu halten. Ohne diese Einnahmen würde sich die App nicht tragen und ich müsste die Kosten für die ganze Infrastruktur im Hintergrund aus eigener Tasche finanzieren, da ich konsequent auf Tracking, Werbenetzwerke und andere unschöne Dinge verzichte. Ich stelle mich alleinig in den Dienst des Nutzers und hoffe in dem Sinne nur, dass manche Nutzer die Arbeit hinter der App wertschätzen und ich so die Rechnung dazu zahlen kann.