Adobe baut Photoshop weiter zu einem flexibleren Werkzeug für die Bildbearbeitung aus: Das berichtet das Unternehmen in einem eigenen Blogbeitrag. Im Mittelpunkt der neuen Funktionen stehen mehr Kontrolle, präzisere Bearbeitungen und weniger Routinearbeit. Eine neue Einstellungsebene für Licht bringt unter anderem Belichtung, Kontrast, Lichter, Schatten, Weiß- und Schwarztöne in den nicht-destruktiven Ebenen-Workflow. Damit lassen sich Beleuchtung und Tonwerte ähnlich detailliert steuern wie bisher in Camera Raw, ohne Photoshop verlassen zu müssen.
Auch bei generativen Funktionen setzt Adobe stärker auf eine kontextbezogene Bearbeitung. „Instruct Edit with Masks“, das auf Firefly Image 5 basiert, soll den Bildkontext vollständig berücksichtigen. Nutzer und Nutzerinnen können Änderungen einfach per Text beschreiben, etwa geschlossene Augen öffnen oder einer bestimmten Person einen Hut hinzufügen. Entscheidend dabei: Nicht betroffene Bildbereiche bleiben unangetastet. So sollen Gesichter, Logos und andere wichtige Elemente besser geschützt werden.
Mit der neuen Markup-Funktion kommt außerdem eine visuelle Alternative zu reinen Texteingaben. Damit kann man direkt auf dem Bild markieren, Bereiche einfärben, Pfeile einzeichnen oder grobe Formen skizzieren, um der KI zu zeigen, was geändert werden soll. Das soll Missverständnisse bei komplexeren Anweisungen reduzieren. Gleichzeitig erweitert Adobe den dynamischen Text: Text kann künftig automatisch an beliebige Formen und Pfade angepasst werden, ohne dass das Layout anschließend mühsam korrigiert werden muss.
900 Millionen Stock-Assets direkt in Photoshop

Auch beim Suchen nach Bildmaterial will Adobe den Workflow vereinfachen. Eine neue Stock-Panel-Integration bringt mehr als 900 Millionen Adobe-Stock-Assets direkt in ein andockbares Photoshop-Bedienfeld. Bilder und andere Inhalte lassen sich damit innerhalb der Anwendung entdecken, in der Vorschau ansehen und verwenden. Der Wechsel zwischen verschiedenen Programmen oder Browser-Tabs soll damit weitgehend entfallen.
Für Personen, die lieber mit natürlicher Sprache als mit klassischen Werkzeugen arbeiten, führt Adobe einen optionalen KI-gestützten Editor ein, der sich derzeit in der Beta befindet. Die Oberfläche kombiniert eine Texteingabe mit generativen Funktionen wie „Prompt to Edit“, Hintergrundentfernung, Generativem Erweitern und Generativem Füllen. Auch unerwünschte Objekte lassen sich per KI entfernen, Bilder hochskalieren oder durch visuelle Markierungen gezielter bearbeiten. Der Ansatz richtet sich vor allem an Nutzer und Nutzerinnen, die Ideen schnell ausprobieren wollen, ohne jeden Bearbeitungsschritt manuell auszuführen.
Wer den klassischen Photoshop-Workflow bevorzugt, muss trotzdem nicht auf die neuen KI-Funktionen verzichten. „Prompt to Edit“ ist direkt über die kontextbezogene Taskleiste im Pro-Editor verfügbar. Damit lassen sich komplette Bilder per natürlicher Sprache verändern, ohne zuvor eine Auswahl anlegen zu müssen. Die erzeugten Ergebnisse landen jeweils als generative Ebene im Ebenenstapel und bleiben damit übersichtlich und nicht-destruktiv. Photoshop verbindet so zunehmend klassische Präzisionswerkzeuge mit generativer KI, ohne User auf eine bestimmte Arbeitsweise festzulegen.
Adobe Photoshop kann im Rahmen des Creative Cloud-Dienstes von Adobe zum Preis von 25,99 Euro/Monat im Abo gebucht werden. Zudem gibt es noch weitere kombinierte Fotografie-Anwendungen als Creative Cloud-Abo, beispielsweise Adobe Lightroom und Adobe Photoshop im Set für 23,79 Euro/Monat. Ein Creative Cloud Pro-Abo, bei dem mehr als 20 Apps enthalten sind, darunter auch Adobe Illustrator und Adobe Premiere, kann derzeit mit 50 Prozent Rabatt in den ersten drei Monaten für 38,98 Euro statt sonst üblicher 77,99 Euro/Monat gebucht werden.
