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Meta: Neue Pläne zur Begrenzung von Social-Media-Zeit für Jugendliche

Zwei Stunden Social Media pro Tag in den USA

Facebook- und Instagram-Icon auf einem Smartphone-Display

Meta will die Nutzung von Facebook und Instagram für Jugendliche in den USA deutlich stärker begrenzen. Im Rahmen einer Vergleichsvereinbarung mit fast allen US-Bundesstaaten soll für Nutzer und Nutzerinnen unter 18 Jahren ein tägliches Zeitlimit von zwei Stunden gelten. Die Grenze umfasst die gesamte Nutzung beider Apps und kann von Eltern aufgehoben werden. Zusätzlich sollen Jugendliche zwischen Mitternacht und 6 Uhr morgens weder Inhalte ansehen noch posten können. Von 8 bis 15 Uhr werden Benachrichtigungen im sogenannten Schulmodus stummgeschaltet.

Auch während der erlaubten Nutzungszeit will Meta stärker eingreifen. Die Apps sollen bei 15 Minuten ununterbrochener Bildschirmnutzung einen Hinweis anzeigen. Weitere Hinweise folgen nach 60 und 90 Minuten täglicher Nutzung. Jugendliche sollen außerdem einen nicht-algorithmischen Feed auswählen können, bei dem die Empfehlungssysteme von Instagram und Facebook keine personalisierten Inhalte zusammenstellen. Eltern können diese Einstellung ebenfalls vorschreiben. Die automatische Wiedergabe von Videos lässt sich für Jugendliche abschalten, und Eltern können auch diese Option erzwingen.


Bei Jugendlichen sollen Likes und Reaktionen auf Beiträge standardmäßig nicht angezeigt werden. Dazu kommen Einschränkungen bei Filtern: Beauty-Filter, die Schönheitsoperationen oder extremes Make-Up simulieren, stehen ihnen künftig nicht zur Verfügung. Meta will darüber hinaus die eigene Altersüberprüfung verbessern. Dabei sollen Konten von Kindern unter 13 Jahren sowie von Jugendlichen zwischen 13 und 17 Jahren zuverlässiger erkannt werden, damit automatisch die für Jugendliche vorgesehenen Funktionen greifen.

Auch TikTok und YouTube sollen mitziehen

Eine Person hält ein Smartphone in der Hand, darüber sind Symbole mit Likes und Kommentaren abgebildet
Likes und Reaktionen werden für Jugendliche in den USA bei Facebook und Instagram nicht angezeigt.

Auch die elterlichen Kontrollmöglichkeiten werden ausgebaut. Eltern sollen benachrichtigt werden, wenn ihr Kind ein zweites Konto mit seinem bestehenden Konto verknüpft oder mit verdächtigen Konten interagiert. Zusätzlich erhalten sie regelmäßig Informationen darüber, wie ihre Kinder die Plattformen nutzen. Eine wichtige Ausnahme bleibt allerdings bestehen: Direktnachrichten sind von der Nutzungszeitbegrenzung sowie vom Nacht- und Schulmodus ausgenommen.

Für die Einigung will Meta rund 18 Milliarden US-Dollar an die Bundesstaaten zahlen. Das Geld soll über zehn Jahre in Initiativen für die Online-Sicherheit von Jugendlichen fließen. 5,3 Milliarden Dollar behält Meta zunächst zurück und knüpft deren Zahlung daran, dass TikTok und YouTube ähnliche Maßnahmen umsetzen. Dies fordert das Unternehmen in einem offenen Brief. Sollten beide Plattformen mitziehen, will Meta die eigene Regelung sogar verschärfen: Dann soll das Limit auf jeweils eine Stunde pro App sinken und der Nachtmodus von 22 Uhr bis 7 Uhr gelten. Meta fordert von TikTok und YouTube ebenfalls ein tägliches einstündiges Limit, einen Nachtmodus, bessere Altersüberprüfung und jeweils 5,3 Milliarden Dollar für die US-Bundesstaaten.

Rechtsstreit mit Milliardenrisiko

Für Meta ist der Vergleich auch ein Ausweg aus einem langwierigen Rechtsstreit. Wäre das Verfahren vor einem Bundesgericht weitergegangen, hätte die finanzielle Belastung deutlich höher ausfallen können. Kalifornien, Colorado, Kentucky und New Jersey hatten laut Reuters Zivilstrafen von zusammen fast 200 Milliarden Dollar gefordert. Die Einigung wurde allerdings beschlossen, bevor Meta-Chef Mark Zuckerberg aussagen sollte. Nicht alle Bundesstaaten machen allerdings mit: Florida lehnte den Vergleich ab und will den Rechtsstreit fortsetzen. New Mexico ist ebenfalls nicht Teil der Vereinbarung, nachdem der Bundesstaat Anfang des Jahres bereits einen eigenen Prozess gegen Meta gewonnen hatte.

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Mel
Ich bin seit 2011 Teil des appgefahren-Redaktionsteams und war schon immer an Innovationen im Tech-Bereich und Gadgets interessiert. Wann immer es praktisches Outdoor-Zubehör oder interessante Foto-Apps gibt, bin ich Feuer und Flamme, denn auch in meiner Freizeit bin ich gerne mit dem Rad oder der iPhone-Kamera unterwegs. Seit einiger Zeit nutze ich aktiv das Fediverse und berichte über neue Apps, Dienste und Entwicklungen.

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