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Apple-Chef Tim Cook bestätigt: Darum werden iPhone, Mac und iPad teurer

Der KI-Boom ist schuld

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Tim Cook bei einer Keynote

Wer in den kommenden Monaten ein neues Apple-Gerät kaufen möchte, sollte sich auf höhere Preise einstellen. Das hat Apple-CEO Tim Cook im Gespräch mit dem Wall Street Journal nun selbst bestätigt. Der Grund dafür liegt nicht etwa in gestiegenen Margenwünschen, sondern schlicht in den explodierten Kosten für Speicherchips und Speichermedien, die Apple nach eigener Aussage kaum noch alleine stemmen kann.

Tim Cook: „Untragbar geworden“

Besonders bemerkenswert ist die Offenheit, mit der Cook das Thema anspricht. „Leider sind Preiserhöhungen unvermeidbar“, erklärte er gegenüber dem Wall Street Journal und ergänzte, Apple habe alles versucht, um die Kunden möglichst lange vor steigenden Kosten zu schützen. Doch mittlerweile sei die Lage schlichtweg untragbar geworden, da die enormen Preissteigerungen, die an Apple weitergegeben werden, kaum noch abzufedern seien.


Konkrete Zahlen oder Produkte nannte Cook zwar nicht, dennoch zeichnet sich bereits ab, wen es treffen könnte: Das im September erwartete iPhone 18 Pro sowie das iPhone 18 Pro Max dürften teurer ausfallen als ihre Vorgänger. Auch bei iPads und Macs könnten die Preise in absehbarer Zeit steigen.

Erste Preiserhöhung bereits sichtbar

Ganz abstrakt ist das Thema ohnehin nicht mehr, denn beim Mac mini hat Apple bereits gehandelt: Durch die Streichung des günstigsten Einstiegsmodells kletterte der Einstiegspreis von 699 auf 949 Euro. Zusätzlich verschwanden mehrere teurere Varianten des Mac mini sowie des Mac Studio komplett aus dem Sortiment.

KI-Boom sorgt für Chipknappheit

Hinter der ganzen Entwicklung steckt ein größeres Problem: Die enorme Nachfrage von KI-Unternehmen nach Speicher- und Speicherchips hat zu einer regelrechten Verknappung am Markt geführt. Das Wall Street Journal geht sogar davon aus, dass Apple seine Gerätepreise deutlich anheben muss, um die bisherigen Gewinnmargen halten zu können. Laut Marktforschungsunternehmen TechInsights müsste alleine das iPhone 18 Pro um etwa 270 US-Dollar teurer werden, damit sich die Kalkulation für Apple weiterhin lohnt.

Cook selbst bestätigte, dass besonders Speicherchips zum Flaschenhals geworden sind. „Das Angebot ist knapp, gerade jetzt, wo die Verbraucher Geräte wollen und die Speicherchip-Hersteller enorme Preiserhöhungen weitergeben“, so der Apple-Chef. Um die Versorgung zu sichern, wolle Apple eigene finanzielle Mittel einsetzen – wie genau, ließ Cook allerdings offen.

Keine eigenen Fabriken geplant

Trotz der Engpässe denkt Apple nicht daran, selbst in die Chipproduktion einzusteigen. „Wir können nicht alles machen“, stellte Cook klar. „Wir wissen, worin wir gut sind.“ Stattdessen verlässt sich der Konzern weiterhin auf etablierte Hersteller wie Samsung, SK Hynix und Micron, die zwar ihre Kapazitäten ausbauen, diese jedoch größtenteils für Serverchips reservieren. Die Nachfrage nach Speicherchips für Endverbraucher-Geräte dürfte das Angebot somit weiterhin übersteigen, zumal Apple gleichzeitig mehr DRAM-Speicher in seinen Geräten benötigt, um neue KI-Funktionen überhaupt erst zu ermöglichen.

Wie ernst die Lage tatsächlich ist, verdeutlichte Cook mit einem ungewöhnlichen Vergleich: Er bezeichnete die aktuelle Speicherknappheit als eine Art Jahrhunderthochwasser. „So etwas habe ich in über 40 Jahren in keinem Bereich je gesehen“, so der Apple-CEO.

Apple zögert bei langfristigen Verträgen

Obwohl Apple weltweit zu den größten Abnehmern von Speicherchips zählt, scheut der Konzern offenbar davor zurück, dieselben Verträge wie viele KI-Unternehmen einzugehen. Diese setzen häufig auf mehrjährige Abnahmevereinbarungen samt hoher Vorauszahlungen. Ein Risiko, das Apple bislang nicht eingehen möchte.

Dass Apple mit der Situation nicht alleine kämpft, zeigt ein Blick auf die Konkurrenz: Auch Samsung, Microsoft, Sony und Dell haben ihre Preise bereits angehoben.

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Freddy
Seit 2010 als (Mit)-Gründer dabei, habe ich die zahlreichen Gerüchte rund um neue Apple-Produkte immer im Blick. Im Bereich Smart Home teste ich liebend gerne Saug- und Wischroboter, schaue mir HomeKit- und Matter-Gadgets an und fülle unsere Social Media-Kanäle bei Instagram, TikTok und Threads mit Leben.

Kommentare 8 Antworten

  1. Puh wann sich das wohl bessern wird. Die Produktionskapazitäten für nächstes Jahr sind auch schon ausverkauft. Tja mal sehen, was in 2-3 Jahren ist. Es wird wohl einige Umsatzeinbrüche geben.

  2. Habe ich ja bereits angemerkt, als Apple Ende letzten Jahres ihre Zuliefererverträge erneuern musste – da hat man noch voller Überheblichkeit proklamiert, dass man die Preise ja easy halten kann im Gegensatz zu all den anderen armen Konkurrenten. 🤷🏻‍♂️

    Muss man jetzt bei solchen Interviews eigentlich auch seine Worte von vor paar Monaten zitieren und verschweigen, wer sie gesagt hat? Klappt zumindest beim Rumpi.

  3. Das ist ein solcher Quatsch. Ich habe neulich auf CNN einen Bericht darüber gesehen, welch unfassbare Marge Apple auf den iPhones hat. Das würde für Apple kaum einen Verlust bedeuten, wenn sie die Preise nicht anheben.

  4. Die können auch mit Heißerluft bei Laune gehalten werden, siehe Musk und SpaceX. Jeder Realistische Analyst bewertet die Aktie mit durchschnittlich 80USD, wo sie ist da Musk entsprechend Heiße Luft predigt kann man ja sehen.

    Ist an sich zwar gut fürs schnelle Geld, habs sie am Montag für 145,54€ gekauft und am Dienstag mit 188,10€ (die 29% steigerung nimmt man gerne mit) aber fürs lange halten sie die Aktie definitiv aktuell nichts.

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