Apples Self-Repair: Ersatzteil-Kauf wird von Drittanbieter abgewickelt

Neue Details zum Reparatur-Programm

In der vergangenen Woche kündigte Apple ein neues Selbstreparatur-Programm an, das es Kunden und Kundinnen erlauben wird, Original-Apple-Ersatzteile, Werkzeuge und Anleitungen zu erwerben, um selbst Reparaturen an ausgewählten Apple-Geräten vornehmen zu können. Das Programm wird mit der iPhone 12- und iPhone 13-Generation starten und später auch Macs mit M1-Chip beinhalten. Das Reparatur-Programm soll laut Apple Anfang des nächsten Jahres in den USA starten und dann im Verlauf des Jahres auf weitere Länder ausgeweitet werden.

In einer internen Memo, die dem Team von MacRumors zugespielt worden ist, verrät Apple einige weitere Details zum neuen Programm, darunter die Info, dass Reparatur-Handbücher über die Apple Support-Website verfügbar gemacht werden sollen. Damit können Kunden und Kundinnen vorab Informationen einholen, bevor sie Teile für eine Self-Service-Reparatur bestellen.


„In der Mitteilung von Apple heißt es auch, dass der Online-Ersatzteilshop von einem nicht näher bezeichneten Drittanbieter betrieben werden soll. Es wurde zwar kein offizieller Grund genannt, aber es wäre für Apple sicherlich logistisch einfacher, den Versand und die Entgegennahme der Teile von und zu den Kunden auszulagern. Ein ähnliches System gibt es bereits für Apple Authorized Service Providers.“

Bei der Ankündigung des neuen Reparatur-Programms in der letzten Woche gab Apple darüber hinaus an, dass sich die Selbstreparaturen an „einzelne Techniker mit dem Wissen und der Erfahrung, elektronische Geräte zu reparieren“ gedacht sind. In der Anfangsphase wird sich das Programm auf gängige Reparaturen wie den Austausch des Displays, des Akkus oder der Kamera eines iPhones konzentrieren. Für die Integration eines solchen Self-Repair-Programms gab es von vielen Anhängern der „Right to Repair“-Bewegung viel Lob für Apple. Man darf gespannt sein, welche Möglichkeiten man als Apple-User in diesem Bereich ab dem nächsten Jahr haben wird.

Grafiken: Apple.

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Kommentare 3 Antworten

  1. Ich würde es als „vorsichtiges Lob“ bezeichnen, da einfach noch nichts dazu bekannt ist ;).

    Man sollte nicht zu viel erwarten, denn bisher hat Apple sehr viel Geld investiert genau solche Angebote zu verhindern. Sie sind mitunter einer der größten und prominentesten Gegner von Right to Repair.

    Übrigens kann die Auslagerung auch darauf hinweisen, dass es eine relativ kurzfristige Entscheidung war und man dadurch eine Entschuldung bei Verzögerungen hat.

    Der Grund ist, dass eigentlich am 17. November die Frist gegenüber Anlegern auslief, die eine Handlung in Richtung Reparaturen und Nachhaltigkeit verlangt hätte. SEC würde sie sonst gewaltsam drankriegen, hätten sie nicht wortwörtlich am letzten Tag gehandelt.

  2. Sehr schlau von Apple. 😊

    So, wenn etwas nicht nach Plan läuft kann Apple an die Drittanbieter schieben (Die wahrscheinlich entsprechende Verträge halten müssen)

    So macht zb Adidas auch beim Kinderarbeit in Myanmar.

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