Für Klassik-Liebhaber: Kostenlose Sammlung mit 111 Songs

Einer der größten deutschen Verlage für klassische Musik feiert Geburtstag – und belohnt seine Fans mit einer umfangreichen Titelsammlung bekannter Komponisten.

Wie wir von einem Nutzer erfahren haben (Danke, Marcus!), bietet die Deutsche Grammophon anlässlich ihres 111ten Bestehens seit kurzer Zeit die 111 Classic Tracks App fürs iPhone und iPod Touch gratis an. Vorsicht vor dem Download: Das Programm braucht ganze 934 MB an Speicherplatz, um genügend Raum für die in der App gespeicherten Titel zu haben.

Die App an sich besticht durch ihre Einfachheit. Nach einem kurzen Begrüßungsbildschirm gelangt man in das Hauptmenü, was aus einer langen, scrollbaren Liste mit den 111 Klassik-Titeln sowie ein paar Player-Buttons zum Abspielen, Pausieren oder Vor-/Zurückspulen der Stücke besteht. Auch eine Shuffle-Funktion ist möglich.

Leider bietet die App außer dem Abspielen der 111 Tracks keinen weiteren Komfort: Playlists oder eine Favoritenauswahl sucht man in 111 Classic Tracks vergebens. Dafür überzeugt die Zusammenstellung der Sammlung: neben den großen, bekannten Komponisten und ihren Klassikklassikern (Brahms – Ungarischer Tanz Nr. 5, Pachelbel – Canon in D-Dur…) finden sich auch eher unbekanntere Stücke. Laut der Website der Deutschen Grammophon, auf der die Tracklist eingesehen werden kann, wurden sowohl Stücke von aktuell unter Vertrag stehenden Künstlern als auch Interpreten, die die Geschichte des Verlages geprägt haben, in die Liste aufgenommen.

Wir finden: eine nette Geste der Deutschen Grammophon, ganze 111 Klassikstücke in eine Gratis-App zu verpacken. Allerdings wäre es vielleicht ratsamer gewesen, diese als Webstream anzubieten – denn knapp 1 GB an klassischer Musik lädt man sich nicht „mal eben“ auf das wohl eh schon immer speicherplatztechnisch chronisch unterversorgte iDevice.

Update: Wie in den Kommentaren zu lesen ist, scheint die App nicht von der Organisation Deutsche Grammophon zu stammen. Anscheinend versucht ein Entwickler sich mit dem Namen einen unlauteren Vorteil zu verschaffen, die App ist zudem wieder kostenpflichtig. Wir bedanken uns für die Hinweise in den Kommentaren, bitten aber auch gleichzeitig um Verständnis, dass wir nicht die kompletten Hintergründe einer jeden App überprüfen zu können. Bis die Lage geklärt ist, haben wir zudem den Download-Link entfernt.

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Kurzweiliges Casual-Game Circus Pain heute gratis

Von Cut the Rope und Angry Birds werden so gut wie alle iDevice-Nutzer sicherlich schon einmal gehört haben. Wie steht es jedoch um Circus Pain?

Von einem User wurden wir darauf hingewiesen, dass die Universal-App Circus Pain (App Store-Link) heute gratis im App Store verfügbar ist. Das kleine Physics-Puzzle-Spielchen, welches vom Gameplay an Cut the Rope oder Angry Birds erinnert, kostet sonst 79 Cent. Mit knapp 27 MB kann es allerdings nicht unterwegs über 3G geladen werden, sondern nur im heimischen WLAN oder über iTunes.

Worum geht es in Circus Pain? Ähnlich wie bei anderen Physik-Puzzles geht es hier darum, eine Figur mittels physikalischer Gegebenheiten in ein vorgegebenes Ziel zu bringen. Der Name „Circus“ ist dabei schon verräterisch: Es wird ein Männchen aus einem Fass als lebendige Kanonenkugel in die Luft geschossen und muss in von einem Fangnetz aufgelesen werden. Klingt zwar zunächst einfach, aber wird von Level zu Level schwieriger. Insgesamt kämpft man sich in 6 Welten durch 55 Level.

Die Steuerung erfolgt mit einfachen Touch-Gesten: So bewegt man den Wagen, auf dem das Fass gelagert ist, am unteren Bildschirmrand hin und her. Auch der Schusswinkel und die Schusskraft können variabel eingestellt werden. Zusatzpunkte gibt es, wenn an der menschlichen Kanonenkugel so viel Schaden wie möglich auf dem Weg angerichtet wird.

Circus Pain ist nur für kurze Zeit kostenlos zu haben – also schlagt zu, solange es noch gratis verfügbar ist. Neben einer hochauflösenden Grafik gibt es nämlich auch noch eine OpenFeint-Unterstützung, mit der eigene Erfolge mit anderen Spielern gemessen werden können.

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Zerstörerisches Jump’n’Run: Demolition Dash

Freunden gepflegter Zerstörungslust und einem Faible für Jump’n’Run-Games wurde bislang im App Store nicht wirklich gerecht – das kann sich mit dem frisch erschienenen Spiel Demolition Dash ändern.

Gerade ist uns diese Neuerscheinung aus dem Hause dreamfab auf den Tisch geflattert: seit heute, dem 26.05.2011, kann die App für iPhone/iPod Touch (App Store-Link) für 79 Cent heruntergeladen werden. Zusätzlich gibt es eine HD-Version für das iPad (App Store-Link), für die momentan 1,59 Euro fällig wird. Wichtig hier: Zur Zeit unterstützt das Game nur das iPhone 3GS/4, den iPod Touch 3 (16 GB und mehr)/4 sowie die beiden iPad. Wie schon im Intro erwähnt, ist Demolition Dash eine Mischung aus schnellem Jump’N’Run und blinder Zerstörungswut. Wie das zusammenpaßt, klärt unser kleiner App Test.

Die App kommt schon zu Beginn mit ansprechender, Retina-Display-optimierter Grafik daher und kann im Hauptmenü komplett auf Deutsch eingestellt werden. Will man mit dem Spielen loslegen, gibt es vorweg ein kurzes, bebildertes Tutorial, in dem die Tastenbelegung und die Steuerung kurz angerissen wird, auch die Bonusgegenstände werden erwähnt. So steuert man die Hauptfigur, den kleinen, pinken Drachen Zilla, durch Sprünge oder kann mit einem weiteren Button „Brüllen“ seine Gegner vom Bildschirm schreien. In insgesamt 24 Leveln, die in 8 verschiedenen Weltstädten (u.a. Paris, London, Tokio, New York und Sydney) angelegt sind, gilt es sich gegen Patrouillen von Polizisten, Autos und Straßensperren durchzusetzen.

Die Steuerung wirkt im ersten Moment einfach und ist innerhalb weniger Sekunden in Fleisch und Blut übergegangen. Ziel eines jeden Levels ist es, möglichst viel Material, was auf der Straße liegt, (Autos, Straßenschilder, Werbetafeln etc.) zu zerstören, denn diese bringen Punkte. Nebenbei hängen bunte Luftballons in der Luft, durch die man mit Boni ausgestattet wird. Ab und an kreuzen widerspenstige Polizisten und ihre Fahrzeuge (bis hin zu Helikoptern!) den Weg, die es mit Zillas Brüllorgan ebenfalls wegzupusten gilt. In manchen Leveln werden Extra-Aufgaben verteilt, z.B. mindestens 65 rote Luftballons einzusammeln.

Schneller Drache mit vier Leben
Der kleine Zilla hat – ganz Drache halt – einen kräftigen, gestreiften Schwanz, der ihm 4 Leben beschert. Jede Feindesberührung oder auch Stürze in Abgründe lassen den Schwanz kürzer werden, bis zum Schluss nur noch ein Stummelchen übrig bleibt und der Spieler weiß – noch eine unsaubere Bewegung, und das Spiel ist vorbei. Auf der anderen Seite können zur Verlängerung des Drachenlebens auch verschiedene Boni eingesammelt werden, die Zilla auf dem Weg durch die Weltstädte helfen können: eine Chili läßt ihn kräftiger brüllen, Flügel verleihen ihm Flugkraft und ein Stern bringt ihm Unverwundbarkeit.

Das Spiel macht auf jeden Fall tierischen Spaß – und das nicht nur, weil es keine komplizierten Moves gibt, sondern einfach drauflos gesprungen und gebrüllt werden kann. Hier liegt aber auch gleichzeitig ein kleines Manko der ansonsten vielversprechenden App: alles geht so schnell, dass man bei all dem Springen und Brüllen auch gerne mal den Überblick verliert – von der liebevollen Grafik der einzelnen Level mal ganz abgesehen.

Da das Spiel aufgrund eben dieses rasend schnellen Gameplays sehr speicherlastig ist, kann es ebenso schnell zu Abstürzen kommen; diesen negativen Aspekt erwähnen die Entwickler sogar auf der Demolition Dash-Seite im App Store. Ein Neustart des Geräts soll dabei Abhilfe schaffen. Auch bei mir auf dem iPhone 4 stürzte das Spiel zu Anfang mehrmals nach Beendigung eines Levels ab, seit dem Reboot des Geräts allerdings läuft es zumindest bei mir fehlerfrei.

Wer sich gerne mit anderen Spielern misst, findet auch noch eine Game Center-Anbindung. Eine OpenFeint-Funktion sowie neue Challenges, Städte und Spielsprachen werden laut Anpreisung der dreamfab-Entwickler schon bald in einem Update nachgereicht werden.

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SwankoLab: Das verrückte Fotolabor für die Hosentasche

Selbst im digitalen Zeitalter soll es ja immer noch einige Menschen geben, die digitale Spiegelreflex-Kameras verabscheuen und stattdessen mit richtigen, analogen Filmen fotografieren – und diese dann wohlmöglich auch noch selbst entwickeln. Wem dieser Prozess zu aufwendig ist, aber trotzdem gerne mit Chemikalien herumjongliert, sollte sich SwankoLab (App Store-Link) ansehen.

Heute gehört jemand, der noch analog, das heißt mit eingespulten Filmdöschen im Fotoapparat fotografiert, schon mehr oder weniger zu einer aussterbenden Spezies. Und wenn man dann auch noch zugibt, seine Fotos in der eigenen Dunkelkammer selbst zu entwickeln, kann man schon mal schief angeguckt werden. Zu Unrecht – der Entwicklungsprozess ist nämlich ein ganz schön komplizierter und hochanspruchsvoller: da muss die richtige Belichtungszeit eingehalten, die passenden Entwickler und Fixierer-Mischungen gefunden und die verträglichen Film- und Chemie-Kombinationen abgewogen werden – und das alles zum Teil bei einem funzeligen roten Licht in einer von giftigen Dämpfen geschwängerten, engen Dunkelkammer. Respekt.

Wer dieses Feeling zumindest ansatzweise einmal nachempfinden möchte, sollte sich die App SwankoLab (App Store-Link) für iPhone und iPod Touch aus dem App Store laden. Für 1, 59 Euro bekommt der Hobby-Giftmischer eine Auswahl von 8 verschiedenen Chemikalien, eine erweiterbare Rezepturmischung, ein Entwicklerbecken sowie eine Wäscheleine zum Trocknen der noch nassen Bilderchen. Gut, die Entwickler der Synthetic Corp, die auch für die Retro-Kamera Hipstamatic (App Store-Link) und die Fotobox IncrediBooth (App Store-Link) verantwortlich sind, nehmen das Ganze ein wenig mit Humor – so muss man nicht stundenlang in einem abgedunkelten Raum sitzen und das iDevice zum Entwickeln hin- und herschwenken.

Wie funktioniert nun also SwankoLab? Zuerst wählt man in seiner eigenen kleinen Dunkelkammer ein Foto aus der Camera Roll aus. Dieses wird dann gut sichtbar an des Kämmerleins Wand gepinnt, während man sich dem Mischen der Chemikalien widmen kann. Insgesamt stehen 8 verschiedene Ingredienzien zur Verfügung, unter anderem ein „Grizzle Fix“, der Fotos ein gewisses Alter verleiht, der „Swanko A19 Developer“, mit dem warme Farben und satte Kontraste möglich sind, sowie der „Zero“ für Retro-Unschärfe-Effekte oder „Viny Vignette BL04“ für eine Vignettierung am Rand. In einen Kolben können maximal 8 verschiedene Effekte eingefüllt werden, wobei beachtet werden muss, dass von einigen Zutaten mehr Teile hinzugefügt werden müssen als von anderen. Meistens erreicht man so aber eine Kombination aus 3 verschiedenen Zutaten – oder um einen Effekt besonders hervorzuheben, füllt man gleich die doppelte Menge in den Kolben.

Hat man genug mit den Chemikalien gepantscht, legt man den Lichtschalter am unteren Bildrand um: das Rotlicht der Dunkelkammer wird aktiviert und das Foto wird anhand der Vorgaben entwickelt. Träge schwimmt es in seinem Entwicklerbad herum, bis die Zeit (ca. 6 Sek.) abgelaufen ist und man das fertige Werk an der Trockenleine bewundern kann. Natürlich bietet sich auch die Möglichkeit, das Foto in der Camera Roll zu speichern, es per E-Mail zu verschicken oder es bei Facebook hochzuladen. Wer dann mit seinem Chemikalienrezept zufrieden war, kann es neben bereits vorgegebenen Mischungen auch im app-eigenen Rezeptbuch festhalten.

Selbstverständlich bietet SwankoLab kein vollwertiges Fotostudio mit originalgetreuen Ergebnissen, aber diesen Anspruch hat die App auch nicht. Für alle, die ihre Fotos kreativ bearbeiten und verändern wollen, ohne vorher wirklich zu wissen, was dabei herauskommt, empfiehlt sich ein Download. Wem die 8 verschiedenen Zusätze nicht reichen, kann für weitere 1,59 Euro einen In-App-Kauf tätigen, der 9 weitere Chemikalien für noch mehr Effekte beinhaltet – lebenslanges Abo auf weitere Zutaten inklusive. So, Licht aus. Ich muss noch ein paar Filme entwickeln…

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Spiel der Woche angetestet: Bumpy Road

Wenn Apple ein Spiel als „Spiel der Woche“ im eigenen Store deklariert, kommt dabei meistens etwas Gutes heraus. Seit kurzem wird Bumpy Road als solches angepriesen – und wir verraten euch, ob es diesen Titel verdient hat.

Bumpy Road ist erst seit wenigen Tagen im App Store verfügbar, und zwar in einer Universal-Version fürs iPhone/iPod Touch und das iPad (App Store-Link). Die App, in der auch deutsch als Sprache ausgewählt werden kann, kostet momentan 2,39 Euro und ist mit etwa 30 MB kein großer Speicherplatz-Verschwender. Nach den durchweg positiven Rezensionen im App Store mit durchschnittlich 4 von 5 Sternen waren auch wir neugierig und haben uns das kleine Casual Game einmal näher angesehen.

In Bumpy Road wird die Straße im wortwörtlichen Sinne „von hinten aufgerollt“: ein Liebespaar möchte mit seinem Auto eine kleine Spritztour machen. Mehr erfährt der Käufer dieser App zunächst nicht. Im Spiel, das über zwei verschiedene Modi verfügt, müssen auf dem Weg hinterlegte Dias eingesammelt werden, um mehr über die Vorgeschichte des Paares herauszufinden. Dafür kann man einmal entweder die „Immergrüne Fahrt“, einen Endlos-Modus, bei dem es gilt, den Highscore zu knacken, fahren, oder die „Sonntagsfahrt“, bei der eine bestimmte Strecke in kürzester Zeit absolviert werden muss.

Die Steuerung ist sehr innovativ, erschließt sich einem dank eines kleinen vorangeschobenen Tutorials aber schon nach kürzester Zeit. Und zwar gilt es, das Auto mit den beiden knuffigen Insassen fortwährend am Rollen zu halten. Dies passiert mittels Antippen des unteren Bildschirmdrittels, auf dem das Auto fährt: jedes Tippen erzeugt eine Bodenwelle, die entweder das Auto bremsen kann, wenn sie vor dem Fahrzeug erzeugt wird, oder auch auch das Auto beschleunigen kann, wenn sie kurz dahinter aufgebaut wird. Tippt man genau unterhalb des Vehikels, hüpft selbiges in hohem Bogen nach oben.

Da das Spiel es erfordert, dass ähnlich wie in einem Jump’N’Run-Game einige Hürden erklommen werden müssen, um Bonusgegenstände, sogenannte Gizmos, einzusammeln oder auch kleine Wassergräben übersprungen werden müssen, sollte man als Spieler die Steuerung zumindest einigermaßen beherrschen, um voran zu kommen. Hat man nicht genügend Gizmos gesammelt, sinkt das „Gizmometer“ des Fahrzeugs und das Spiel ist vorbei. Die Jagd nach den Dias, die zur Aufdeckung des Spielfiguren-Schicksals dient, ist außerdem motivierend für das Gameplay – umgewöhnen muss man sich allerdings. Denn irgendwie scheint es doch gegen die Gewohnheit zu gehen, den Bildschirm HINTER der Spielfigur anzutippen, um diese voran zu treiben.

Neben der innovativen Steuerung wartet Bumpy Road aber vor allem mit einer sehr liebevoll gestalteten Grafik auf, die, so scheint es, im Paris der Jahrhundertwende spielen könnte, geht man von der Kleidung der Figuren, der Musik und dem Hintergrundlayout aus. Zudem ist die Grafik hochauflösend und für das Retina-Display optimiert worden. Einziger Wehmutstropfen: wäre da nicht die Jagd nach den Dias, wird das Spiel schon nach kurzer Zeit langweilig und bietet außer der hübsch anzusehenden Umgebung nicht viel Neues.

Wir können also allen, die auf kleine, innovative Casual Games stehen, dieses Spielchen unbedingt ans Herz legen. Dank der leicht erlernbaren Steuerung und der niedlichen Grafik sollte es auch für Kinder bestens geeignet sein, ein paar langweilige Minuten zu überbrücken. Den Profi-Zockern allerdings wird wohl das Spielprinzip schon nach einigen Runden zu langweilig werden. Immerhin gibt es für alle, die weltweite Motivation brauchen, eine Game Center-Anbindung, bei der Ergebnisse mit anderen geteilt und veröffentlicht werden können.

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Menschenfressende Aliens: Hungry Dudes From Mars

Wer sich für witzige Endlosspiele à la Doodle Jump begeistern kann, sollte sich unbedingt das vor kurzem erschienene Hungry Dudes From Mars ansehen – denn verrückter geht es kaum.

Seit dem 19. Mai im App Store verfügbar, kann die App für iPhone und iPod Touch für kleine 79 Cent geladen werden. Ebenfalls klein ist auch die Größe des Programms aus der Entwicklerschmiede nudge GmbH, die schon mit der „Ausbilder Schmidt“-App auf sich aufmerksam machten: nur knapp 11 MB an Speicherplatz müssen für die hungrigen Kerle vom Mars investiert werden.

Doch worum geht es in Hungry Dudes From Mars (App Store-Link) eigentlich? Wie der Titel schon ansatzweise verrät, spielen zwei hungrige Aliens, die es unter unglücklichen Zuständen auf die Erde verschlagen hat, die Hauptrolle in diesem Casual Game. Die beiden grünen Marsianer g00dr00n und Yoershee wurden von ihrem Marsianer-Boss losgeschickt, um für eine Grillparty einzukaufen – leider ist ihnen unterwegs der Sprit ihres Raumschiffes ausgegangen, und so sind sie genötigt, sich Nachschub von der Erde zu holen, und zwar in Form von Menschenfleisch. Ja, richtig gehört. Das alles klingt schon verrückt, aber es geht noch weiter: die Erdlinge haben ihren General und seine mächtige Luftwaffe aktiviert, um die Marsianer in die Flucht zu schlagen.

Da man auf der Seite der beiden Marsianer spielt, gilt es, so viele Menschen wie möglich ins Raumschiff zu beamen und gleichzeitig den entgegenkommenden Hubschraubern und Kampfjets des Generals auszuweichen bzw. abzuschießen. Die Steuerung erfolgt lediglich über den Bewegungssensor des iDevices und kann vor dem Spielstart den eigenen Bedürfnissen kalibriert und damit angepasst werden. Zum Abschießen der Luftflotte genügt ein Antippen des Bildschirms.

Jeder Kilometer zählt
Im Spiel selbst geht es darum, so viele Kilometer wie möglich zurückzulegen, ohne vorher mit den Flugzeugen oder Hubschraubern zu kollidieren. Auch wenn innerhalb einer bestimmten Zeit nicht genügend Erdbewohner ins Raumschiff gebeamt werden, ist das Spiel vorbei. Ein Lebensbalken am oberen Bildschirmrand zeigt an, wie viel Restenergie die Marsianer noch besitzen.

So leicht ist die ganze Geschichte dann aber doch nicht. Fliegt man zu lange zu tief, wird man vom Radar des General erfasst und verliert schnell an Energie. Man darf also immer nur ganz kurz abtauchen, um Menschen aufzutanken, um dann wieder schnell nach oben zu fliegen. Wirklich weit sind wir in unseren Testläufen allerdings nicht gekommen – der Schwierigkeitsgrad darf nicht unterschätzt werden.

Der Spielerfolg wird in der zurückgelegten Distanz gemessen. Wer mehr Kilometer zurücklegt, schaffte es in der Game Center-Bestenliste weiter nach vorne. Dabei helfen auch diverse Items, die unterwegs aufgesammelt werden können – etwa ein Schutzschild. Wir vermissen allerdings eine kleine Statistik nach Spielende: Statt „Game Over“ könnte zumindest angezeigt werden, wie weit man es geschafft hat.

Eine innovative und lustige Spielidee, die sich bis auf das Spielniveau auf jeden Fall sehen lassen kann. Vielleicht wird von Seiten der Entwickler ja noch mit einem Update und verschiedenen Schwierigkeitsstufen nachgebessert. Ebenfalls noch verbesserungswürdig ist die Grafik, die bislang noch nicht retina-optimiert ist, und nicht ganz so liebevoll gestaltet ist, wie beispielsweise in Doodle Jump oder Angry Birds.

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Foodies: Wackeliger Spielspaß mit gefräßigem Monster

Kleine, bunte Casual Games für zwischendurch scheinen bei den App Store Nutzern immer gut anzukommen – das zeigen die Erfolge von Cut The Rope, Fruit Ninja oder auch Doodle Jump. Mit Foodies kommt nun ein weiteres Spielchen hinzu.

Foodies (App Store-Link) hat es mittlerweile schon in die Top 20 des App Stores geschafft und rangiert momentan auf dem 11. Rang der meistverkauften Spiele. Das kleine, putzige Spiel mit retina-optimierter Grafik wurde erst vor wenigen Tagen veröffentlicht und bekommt im Schnitt von den Rezensenten im App Store 4,5 von 5 Sternen. Grund genug für uns also, sich die nur 79 Cent teure App einmal näher anzuschauen.

Gleich zu Beginn wird man im Startmenü mit einer bunten, bonbonfarbenen Grafik und verspielter Musik neugierig gemacht. Ziel des Spiels ist es, den kleinen (aber leider noch zu dünnen) Snacky Sam mit Süßigkeiten, Kuchen und ähnlichen Leckereien so zu füttern, dass er den fülligen Körpermaßen seiner geliebten Miss Pam nahekommt und somit ihre Liebe gewinnen kann. Ich fühlte mich für ein paar Sekunden an die Kultur von einigen Naturvölkern erinnert, bei denen wohlgenährte Menschen einen höheren Stellenwert haben als streichholzdürre. Kein Vergleich zum diätenlastigen Europa.

Zurück zum Spiel: für die 79 Cent Kaufpreis bekommt man ganze 80 Level, aufgeteilt in 4 Packs, die schon nach kurzer Zeit anspruchsvoll werden. In jedem Level schweben mehrere Leckereien in der Luft, die von der Spielfigur Snacky Sam aufgelesen werden müssen. Klingt einfach, wird aber durch die Steuerung noch erschwert: Snacky Sam läßt sich nämlich nur mit 2 Daumen steuern, die links und rechts auf den Bildschirm gelegt werden und eine Art Brett balancieren. Auf dem hüpft das eh schon pummelige Monster dann je nach Gefälle hin- und her und kann seine geliebten Süßigkeiten einsammeln.

Wie schon erwähnt, ist diese Steuerung innovativ, aber auch nicht gerade einfach zu handhaben. Ich als erklärte Casual Gamerin hatte schon ab dem 4. Level so meine kleinen Probleme. Denn: in einigen Leveln kommt erschwerend entweder ein Zeit- oder ein „Bounce“-Limit, also eine Limitierung der benötigten Sprünge, hinzu, so dass gerade noch ungeübte Spieler sicherlich mehrere Anläufe brauchen werden, um zum nächsten Level übergehen zu können.

Ein großer Kritikpunkt: der Touchscreen des iPhones oder iPod Touches ist für so eine Art von Spiel, wo gleichzeitig mit beiden Daumen auf das Display gedrückt werden muss, einfach zu klein. Auch wenn einer der beiden Daumen kurz den Kontakt zum Display verliert, stürzt der kleine Snacky Sam in eine bodenlose Tiefe, und man darf das Level von vorn beginnen. Schafft man es schnell genug, die Daumen wieder zu arrangieren, wird das „Brett“ wieder aktiviert – aber befindet sich die Spielfigur genau in der Schnittstelle, gibt es ein jämmerliches Geschrei und das Level ist ebenfalls verloren.

Was einem ungeübten Spieler auch noch sauer aufstoßen wird, ist das unterschiedliche Niveau der Level. Spielt man ein höchst anspruchsvolles und freut sich nach etlichen Versuchen, es geschafft zu haben, folgt als nächstes ein so einfaches Level, dass man fast mit dem Kopf schüttelt. Hier sollte vielleicht mehr Wert auf ein kontinuierliches, leicht ansteigendes Spielniveau gelegt werden.

Laut den Entwicklern von Nano Titans soll schon bald eine Art Relax-Modus integriert werden, bei dem sich ganz ohne Zeit- und Bounce-Limit spielen läßt. Auf jeden Fall positiv zu erwähnen ist auch noch die Game Center-Anbindung sowie die Möglichkeit, das Spiel auf sämtlichen iDevices zu installieren – auch das gibt es heutzutage kaum mehr.

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Retro-Kamera Hipstamatic erhält Update

Die mit dem Slogan „Digital photography never looked so analog“ angepriesene Kamera-App Hipstamatic hat sich mittlerweile zu einer DER Kult-Apps auf den iDevices kreativer Knipser entwickelt. Heute gab es ein größeres Update.

Auch wenn es die Hipstamatic-App (App Store-Link) schon seit Ende 2009 zum konstanten Preis von 1,59 Euro im App Store gibt, werden kontinuierlich Verbesserungen und Vorschläge von Nutzern in die Tat umgesetzt und in neuen Updates verarbeitet. Seit heute steht die Version 210 der Hipstamatic Kamera zum Download bereit.

Neben einer kostenlosen Linse, „Buckhorst H1“, die warme Farben in beige auf die digitalen Abzüge zaubert, stellen die Entwickler auch ein kostenpflichtiges neues HipstaPack „Bondi“ zur Verfügung, welches knallige Rahmen und pinke Einfärbungen verursacht. Das „Bondi“-Pack mit Linse und Film kann per In-App-Kauf für 79 Cent erworben werden.

Zusätzlich gibt es nun die Möglichkeit, das Sichtfenster der Kamera-App mit einem zweifachen Antippen auf den ganzen Bildschirm zu vergrößern. Außerdem wurde die Albumansicht komplett geändert sowie eine Twitter-Sharing-Option und Push Notifications für neue HipstaPacks hinzugefügt.

Wer gerne kreativ und unkonventionell fotografiert, sollte Hipstamatic auf jeden Fall auf seinem iDevice haben. Zwar müssen einige Zusatzlinsen, Filme und Blitze per In-App erworben werden, aber auch das Standard-Equipment reicht für ungewöhnliche Fotos in knalligen Farben völlig aus. Wir können damit insbesondere nach diesem Update eine klare Download-Empfehlung aussprechen.

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Meine Stadt: Komplettpaket für den wissenshungrigen Einwohner

Nicht nur am eigenen Wohnort, sondern ganz besonders in fremden Städten tut man sich oft schwer, dringend benötigte Informationen immer und überall bereit zu haben: Wo ist der nächste Italiener, wann fahren von wo die Busse, was läuft heute abend im Kino? Mit meinestadt.de (App Store-Link) hat man all diese Infos auf einen Blick.

Die App für iPhone und iPod Touch ist in ihrer neusten Version, die am 9. Mai veröffentlicht wurde, gratis im App Store verfügbar. meinestadt.de bietet eine Sammlung von vielen kleinen, aber nützlichen Funktionen wie zum Beispiel POIs, Branchen- und Telefonbuch, Sehenswürdigkeiten, Sonderangebote, Kinoprogramm, Wetter, Lokale Nachrichten und noch vieles mehr, für das man sonst sicher mehrere Apps auf dem iDevice hätte haben müssen.

Gleich nach dem ersten Start der nur 3,7 MB großen App – die neben deutscher, englischer und französischer auch in russischer Sprache verfügbar ist – wird nach dem aktuellen Standort gefragt. Diesen kann man über die eingebauten Ortungsdienste (beim iPhone), aber auch per WLAN oder manueller Eingabe der Stadt oder einer Adresse ermitteln. In meinem Test fand die App auch zwei kleinere Orte mit ca. 8.000 und 18.000 Einwohnern. Schließlich sind alle knapp 12.000 deutschen Städte und Gemeinden in der App zu finden.

Im Hauptmenü finden sich dann viele übersichtlich dargestellte Mini-Apps im Piktogramm-Stil, die auf 3 Seiten verteilt sind. In den Einstellungen lassen sich diese je nach eigenen Präferenzen auch verschieben: Fährt man beispielsweise öfters Taxi, lässt sich diese Mini-App gleich auf die erste Seite verlegen, so dass man sie sofort zur Hand hat. Auch der Standort läßt sich in den Einstellungen entweder speichern oder mit jedem Start der App wieder neu definieren.

Natürlich würde es unseren Rahmen bei weitem sprengen, wenn ich alle Mini-Apps hier im Testbericht vorstellen würde – deswegen habe ich einige besonders erwähnenswerte herausgepickt. Als mein persönlicher Favorit hat sich schon nach kurzer Zeit die Angebots-App, die in Kooperation mit KaufDa.de aktuelle Sonderangebote im Umkreis des jeweiligen Standortes auflistet, erwiesen. In einer Liste aller in der Umgebung befindlichen Einkaufsmöglichkeiten sind diejenigen gelb unterlegt, die aktuelle Prospekte zur Ansicht bereitstellen. Diese kann man sich dann gleich auf dem Gerät ansehen und so vielleicht das ein oder andere Schnäppchen machen.

Einen weiteren Blick wert ist die „Sehenswert“-Mini-App: hier werden unter Zur-Hilfe-Nahme von Wikipedia-Artikeln verschiedene sehenswerte Orte, Häuser und Plätze in der Nähe des Standortes aufgelistet, inklusive der jeweiligen Entfernung vom Standort in Metern. Gerade in fremden Städten kann sich diese Funktion für eine Sightseeing-Tour als nützlich erweisen. Was mich jedoch bei meinem Test mit mehreren kleineren wie größeren Städten wunderte, war erstens, dass auch ganz normale Schulen, wie etwa ein örtliches Gymnasium, dort verzeichnet sind, nicht aber mir bekannte Museen, die ebenfalls in der Nähe waren. Bei einigen größeren Städten ließ sich diese Liste leider auch gar nicht erst laden, das Programm meldete, „Dieser Service ist momentan nicht verfügbar“.

Um sich weitere bildliche Informationen zukommen zu lassen, empfiehlt sich die „Fotos“-App von meinestadt.de die mit mehreren Kategorien (Freizeit und Sport, Menschen, Tiere, Denkmäler und Gedenkstätten, Stadtbild etc.) aufwartet und viele interessante Anregungen, insbesondere für fremde Städte, bieten kann.

Ein weiterer Favorit sind auch die Lokalen Nachrichten, in meinestadt.de mit „Lokale News“ betitelt. Hier finden sich ausgewählte Kurzbeiträge aus örtlichen Tageszeitungen, die in voller Länge über den geräteeigenen Browser geöffnet werden können. In meinem Fall war dies jedoch nicht immer möglich, selbst beim Anklicken des Artikels auf der Website im Safari-Browser bekam ich nicht den vollen Artikel zu sehen.

Wie schon erwähnt, würde es den Appgefahren-Rahmen sprengen, hier alle verfügbaren Mini-Apps vorzustellen (über 30!), aber da die App gratis zu haben ist, lohnt sich für alle, die wissen wollen, was in ihrer Umgebung los ist, der Download auf jeden Fall. Zwar scheint es hier und da noch kleine Problemchen im Datenabruf zu geben, aber die trüben den positiven Gesamteindruck kaum – genau wie vereinzelt eingeblendete Werbung.

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OldBooth im Test: Lustige Portraitfotos mit Retro-Charakter

Schon oft habe ich mich beim Ansehen alter Fotoalben aus dem elterlichen Fundus unter den Tisch gelacht: damalige Frisuren und Kleidungsstile sind für unsere jüngere Generation doch etwas gewöhnungsbedürftig. Mit OldBooth kann man sich jetzt in diese Zeiten zurückversetzen lassen – und damit für jede Menge Lacher sorgen.

OldBooth (App Store-Link) ist als englischsprachige App momentan für 1,59 Euro für das iPhone und den iPod Touch im App Store verfügbar. Eine Version für das iPad existiert momentan noch nicht. Zeitweise gab es OldBooth auch verbilligt für 79 Cent zu haben, und zwar zuletzt am Osterwochenende. Hier lohnt es sich, die Augen offen zu halten.

Beim Start der App kann man zunächst zwischen verschiedenen Portraitbildern – eines schrecklicher als das andere – auswählen. Es sind 32 weibliche und 31 männliche Vorlagen aus sämtlichen Epochen der letzten 80-100 Jahre vorhanden. Weiterhin gibt es 3 Spezialvorlagen, die mit weihnachtlichen Motiven geschmückt sind. Zwei zusätzliche Packs (20er und 80er Jahre) lassen sich per In-App-Kauf für jeweils 79 Cent dazukaufen; sie beinhalten nochmal je 50 Vorlagen.

Hat man sich für ein bestimmtes Motiv entschieden, geht es daran, die Fotos zu schießen. Mit dem Befehl „Take Photo“ gelangt man in die Standard-Kamera-App des iPhones/iPod Touches – allerdings ist hier die ausgewählte Vorlage sichtbar eingebunden, mit einem Ausschnitt für das einzubauende Gesicht. Hat man nun sein Modell bereitgestellt, muss man nur in etwa die die natürlichen Proportionen einhalten und das Foto bei gutem Licht (!) knipsen.

OldBooth fragt dann, ob man das Bild verwenden will und öffnet bei Bestätigung den Nachbearbeitungs-Screen. Hier sieht man schon die erste Kombination aus Vorlage und eingebautem Gesicht, kann aber das Foto immer noch drehen, zentrieren, vergrößern oder verkleinern. Zusätzlich kann die Helligkeit und auch der Kontrast eingestellt werden, damit natürliche Übergänge zwischen Foto und Vorlage zustande kommen und alles möglichst echt aussieht.

Ist man mit seinem Werk zufrieden, läßt sich das Ergebnis in der Camera Roll speichern und – für ganz Mutige – auch auf Facebook oder Twitter hochladen sowie per E-Mail verschicken. In meinem Test funktionierte der Verschmelzungsvorgang sogar recht gut mit einem Bild von Schauspieler Rowan Atkinson (aka Mr Bean), welches hier noch rumhing – denn ich wollte weder meine armen Eltern noch meinen Freund für diesen Test mißbrauchen.

Wem die 1,59 Euro Kaufpreis für die App noch zu viel sind, kann sich auch erstmal mit der kostenlosen Version anfreunden: OldBooth Lite (App Store-Link) bietet weniger Vorlagen (jeweils 4) als die Bezahl-App. Die Lacher sind garantiert auf eurer Seite, wie meine Ergebnisse mit der App bislang zeigten. Wichtig ist nur, bei guten Lichtverhältnissen kontrastreiche Fotos zu schießen, dann sollten euren Zeitsprüngen in die 20er, 60er oder 80er Jahre nichts mehr im Wege stehen.

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ReelDirector: Ernstzunehmende iMovie-Konkurrenz

Filmschnitt und -bearbeitung auf einem winzigen iPhone-Bildschirm? Spätestens seit auf einer Keynote Apple’s eigene App iMovie vorgestellt wurde, können die kreativen Videofilmer unter uns aufatmen. Wir haben uns für einen Test jetzt allerdings mit einem Konkurrenzprodukt beschäftigt: ReelDirector von Nexvio.

Das Entwicklerteam, welches schon so innovative Apps wie die 8mm Vintage Camera (App Store-Link) produzierte, hat seit einiger Zeit ihr Videoschnitt- und Bearbeitungsprogramm im App Store zur Verfügung gestellt. Die Universal-App für das iPhone und das iPad (App Store-Link) schlägt mit kleinen 1,59 Euro zu Buche und nimmt dank der knapp 10 MB an Größe auch kaum Speicherplatz in Anspruch.

Doch wie schlägt sich ReelDirector in der Praxis auf einem kleinen iPhone-Screen? Für unseren Test begab ich mich in den elterlichen Garten und nahm 3 kleine Videoclips in 720p-HD-Auflösung mit der Standard-Kamera-App des iPhone 4 auf, die ich dann zusammenzufügen und etwas aufzuhübschen gedachte.

Obwohl ich zuvor noch nie mit ReelDirector gearbeitet habe, erschließt sich einem das Menü sehr schnell. Zu Beginn eines neuen Filmprojektes werden generelle Einstellungen und Präferenzen abgefragt: man kann zwischen 28 verschiedenen Video-Übergängen, sogenannten Transitions, auswählen sowie einen kurzen Vorspann und/oder Abspann mit Texteinblendungen einbinden. Für die Texte lassen sich verschiedene Schriftarten und Hintergründe auswählen, auch die Position des Textes läßt sich bestimmen.

Nachdem man diese Voreinstellungen getroffen hat, kann man im Hauptbildschirm der App vorhandene Videoclips aus der Camera Roll des Geräts einfügen. In einem kleinen Untermenü lassen sich die einzelnen Clips mit weiterem Text versehen, schneiden, löschen sowie mit zusätzlichen Übergängen ausstatten.

Was besonders positiv hervorzuheben ist, ist die Tatsache, dass auch eigene Musik aus der iPod-Bibliothek hinzugefügt sowie über eine Browser-Adresse auch vom PC/Mac direkt in die App geladen werden kann – langsames Ein- und Ausblenden inklusive. Zusätzlich lassen sich Standbilder erstellen oder Fotos aus der Camera Roll des iPhones mit in die zu erstellenden Filme einbauen. Wer seinen Film gerne mit eigenen Kommentaren hinterlegen möchte, findet auch noch eine Aufnahmefunktion.

Ist dann das Projekt fertig und zufriedenstellend bearbeitet worden, kann es gerendert werden. Dieser Prozess dauerte bei meinem knapp 1-minütigen Mini-Filmchen ca. 8 Minuten und kann dank Multitasking auch im Hintergrund erfolgen. Sobald dieses Prozedere abgeschlossen ist, ertönt ein akustisches Signal. Wem die Filmdatei zu groß ist, kann sie über 3 verschiedene Kompressionsraten (high, medium und low quality) noch verkleinern.

Einziges klitzekleines Manko der App: sie ist nur auf Englisch verfügbar – aber die Bedienung der App sollte selbst mit Schulenglisch kein großes Problem darstellen. Wer sich einen Eindruck von der App und meinem kleinen Testfilm verschaffen möchte, kann sich das kleine Video für diesen Test bei YouTube ansehen.

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Neues Gratis-Casual Game: Frisbee Forever

Jetzt, wo die Temperaturen wieder ungeahnte Höhen erreichen sollen, kann man die eingestaubte Frisbee-Scheibe auch mal wieder aus dem Schrank kramen. Wer lieber Frisbees auf seinem iDevice wirft, sollte sich einmal Frisbee Forever (App Store-Link) ansehen.

Seit kurzem steht die Universal-App für iPhone, iPod Touch und iPad gratis im App Store zum Download bereit – mit knapp 60 MB sollte auch das Herunterladen kein zu großes Problem darstellen. Ziel des leider nur in englischer Sprache verfügbaren Spiels ist es, eine Frisbee-Scheibe in Gang zu bringen und durch Hindernisse hindurch ins Ziel zu befördern.

Am Anfang gestaltet sich die Steuerung etwas ungewohnt, da zumindest im Tilt-Modus (Steuerung durch hin- und herbewegen des Geräts) die Frisbee-Scheibe sehr empfindlich reagiert. Aber schon nach kurzer Zeit hat man den Bogen raus und kämpft sich Level um Level weiter. Alternativ kann man auch über Antippen des Touchscreens steuern.

Ist die Frisbee-Scheibe erstmal auf die Reise geschickt, gilt es, unterwegs auf einem vorgegebenen Parcours möglichst viele Sterne einzusammeln und durch das Durchqueren von in der Luft schwebenden Ringen wieder neuen Auftrieb zu gewinnen. Schon nach einigen Leveln trifft man auf Hindernisse wie Windmaschinen, die die Frisbee vom Weg ablenken oder Felder, auf denen die Scheibe beschleunigt.

Was auf jeden Fall erwähnenswert ist: die Level sind farblich sehr spielerisch gestaltet und komplett für das Retina-Display optimiert. Auch Frisbee Forever’s Soundtrack kann sich sehen lassen, ein witziger Gitarrensound klimpert aus dem Lautsprecher.

Wer also lieber drinnen Frisbee spielt als an der frischen Luft, sollte definitiv mal einen Blick auf Frisbee Forever werfen – denn auch wir können leider nicht sagen, bis wann dieses verführerische Gratis-Angebot noch gilt. Durchschnittlich 4 von 5 Sternen im App Store sprechen aber sicherlich für sich.

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Lesevergnügen für die Kleinsten: Piggeldy & Frederick im Test

Auch wenn das Durchschnittsalter unseres Blogs wohl kaum noch echte Piggeldy & Frederick-Fans hervorbringt, wollen wir euch trotzdem diese liebenvollen Apps aus dem Hause Ravensburger vorstellen und auf Herz und Nier… sorry, Schwein, testen.

Wer die beiden Schweinchen Piggeldy & Frederick noch nicht kennt, hat in seinem Leben wohl auch noch nie das Sandmännchen geguckt. Im Zuge dieser Kindersendung entstanden seit den 70er Jahren mehrere Folgen dieser Legetrickserie, in denen sich alles um das kleine, wissbegierige Schweinchen Piggeldy und seinen großen, weiseren Bruder Frederick dreht. In jeder Folge wird eine konkrete Frage des jüngeren Piggeldy von Frederick fast schon philosophisch beantwortet.

In den beiden aktualisierten Apps der Ravensburger-Familie, die seit dem 3. Mai aus dem App Store geladen werden können, dreht sich alles um Freundschaft und Glück. „Piggeldy & Frederick: Was ist Glück?“ (App Store-Link) und „Piggeldy & Frederick: Was ist Freundschaft?“ (App Store-Link) kosten jeweils 1,59 Euro und sind für das iPhone und den iPod Touch erhältlich. Da sich die Apps vom Aufbau sehr ähneln und sich nur die Geschichten thematisch unterscheiden, haben wir uns für einen gemeinsamen Test der beiden Schweinchen-Apps entschieden.

Lesen oder lesen lassen
Schon beim Starten der App muss man schmunzeln: eine witzige Klaviermusik wie aus einem Stummfilm der 20er Jahre untermalt das übersichtliche und damit kinderfreundliche Menü. Auch kleine Symbole sind unterstützend zu den Menüpunkten vorhanden, falls das Kind noch nicht gut oder gar nicht lesen kann. Man kann nun dort wählen, ob man sich die Geschichte vorlesen lassen oder sie selbst lesen möchte. Zusätzlich gibt es noch als kleines Gimmick ein Memory-Spiel.

Entscheidet man sich für die Variante des Vorlesen-lassens, startet die Geschichte mit einem professionell wirkenden männlichen Sprecher, der sich auch Mühe gibt, die beiden Schweinchen stimmlich unterschiedlich zu intonieren. Was auch sofort positiv ins Auge fällt: die Bilder zur Geschichte sind bewegt, das heißt, die Schweine rollen mit den Augen, Gras weht im Wind, Vögel ziehen am Himmel vorbei. Gerade für Kinder, die sehr auf optische Reize reagieren, ist diese Darstellung sicher höchst interessant. Da stört es auch nicht, dass die Grafiken noch nicht voll retina-optimiert sind.

Während des Vorlesens kann man ein Untermenü aufklappen lassen, in dem sich unter anderem die Geschichte pausieren läßt oder weitere Einstellungen vorgenommen werden können. Hier kommen wir zum nächsten erwähnenswerten Punkt der App: es gibt die Möglichkeit, eine eigene Sprechversion der Geschichte einzulesen. So können z.b. Eltern, die viel unterwegs sind, vorab eine Version einsprechen.

Mini-Memory als kleiner Bonus
Wer lieber selbst liest, für den hält die App auch die Möglichkeit bereit, die gleiche Story mit unterlegtem Text anzusehen. Das Blättern der Seiten funktioniert übrigens immer mit einem Wisch von links nach rechts (zurückblättern) bzw. rechts nach links (vorblättern) und sollte sich so auch schnell Kindern erschließen. Damit man keine Angst ums iDevice haben muss, gibt es außerdem in beiden Modi auch eine Kindersicherung, damit die Kleinen in einem unbeobachteten Moment nicht selbständig mit dem Gerät herumspielen können.

Ist dann die Geschichte komplett durchgesprochen oder -gelesen (was im Schnitt nicht länger als 5 Minuten dauert), kann das Kind auch noch weiterhin beschäftigt werden, und zwar mit einem Memory-Spiel. Zwar gibt es nur insgesamt 16 Kärtchen mit Piggeldy & Frederick-Motiven zum umlegen (4×4), aber für eine kleine Unterhaltung zwischendurch eignet sie sich gut, um die Kleinen auch weiterhin im Zaum zu halten und das Denkvermögen anzuregen.

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Lebensaufgaben abhaken: MyTaskCardzz neu im App Store

Träume hat wohl ein jeder von uns – eine andere Sache ist, diese auch in die Tat umzusetzen. Hier kommt die Neuerscheinung MyTaskCardzz (App Store-Link) ins Spiel.

Seit dem 2. Mai ist die Retina Display-optimierte App für iPhone und iPod Touch zum Preis von 79 Cent im App Store erhältlich. Ihr Prinzip ist einfach: man klickt sich durch eine Reihe von Karten („TaskCardzz“ = Aufgabenkarten) und entscheidet, ob man diese Aktionen als Lebensziel definieren möchte oder nicht.

In 5 verschiedenen Kategorien – Abenteuer, Aktivitäten, Reise, Essen und Unterhaltung – werden Aktivitäten vorgestellt, die man entweder mit „Erledigt“, „Möchte“ oder „Niemals“ einstufen kann. In einem Hauptmenü lassen sich dann jeweils die erledigten, zu erledigenden oder unerwünschten Aufgaben einsehen und gegebenenfalls verschieben.

Die App bietet zwar einen netten Anreiz, bewußter durchs Leben zu gehen („Verbringe 2 Tage auf einer kleinen Insel und genieße die Ruhe und deine Sinne“) und vielleicht einige neue Dinge auszuprobieren („Lass dir eine Pizza mit 7 Zutaten liefern“) – aber viele Tasks sind schlicht und einfach zu abgefahren, aufwendig oder kostspielig, um sie zu realisieren ( „Gehe Tauchen oder Schnorcheln am Great Barrier Reef in Australien“).

MyTaskCardzz bietet einige gute Anreize insbesondere für Abenteurer oder Weltenbummler, aber allzu ernst sollte man diese Aufgaben sicher nicht nehmen. Immerhin verspricht der Entwickler, schon bald weitere Aufgaben nachzuliefern.

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GeoGuide 3D: Outdoor-Tracking mit Offline-Karten

Wir haben euch in letzter Zeit schon mehrere Tracking-Apps für Outdoor-Fans vorgestellt und auch vergleichsweise getestet, zum Beispiel Runtastic und Smartrunner oder MotionX GPS. Mit GeoGuide 3D (App Store-Link) gibt es nun eine App, die sich mit ihren Zusatzfeatures vielleicht schon bald unter euren Favoriten befinden könnte.

Im App Store mit durchschnittlich 3,5 Sternen bewertet, steht die neuste Version der App für das iPhone seit dem 28. April für 1,59 Euro zum Download bereit. Da das ganz auf Englisch gehaltene Programm nur 5,8 MB groß ist, kann man es auch unterwegs schnell über das 3G-Netz geladen werden. Was allerdings nicht „mal eben“ über das 3G-Netz geladen werden sollte, sind die Offline-Karten. Damit kommen wir schon zu einem der Zusatzfeatures, die vergleichbare Tracking-Apps nicht bieten.

Besonders an GeoGuide 3D ist wie gesagt die Möglichkeit, vor einer Tour bestimmte Karten (entweder CycleMaps oder OpenStreetMaps) einer vorher definierten Region herunterzuladen. Per Zoom kann man sich den Kartenausschnitt heranholen, dann auswählen, wie detailliert die Karten sein sollen (Overview, Detailed oder Street Level), sie benennen und dann in einen Ordner laden. Eine Übersichtskarte beispielsweise des Berliner Großraums inklusive Potsdam und Oranienburg hat so etwa 4 MB, bietet allerdings auch keine großartigen Details.

Die heruntergeladenen Kartenausschnitte können dann gleich für das nächste Tracking verwendet werden. In meinem Test machte ich einen Spaziergang von etwa 20 Minuten und pausierte zwischendurch beim Takeaway-Chinesen meines Vertrauens, den ich auch gleich als Waypoint auf der Route registrierte. Hierbei nutzte ich allerdings keine vorher heruntergeladene Karte, sondern wollte die Performance beim direkten Nachladen der Karten unterwegs testen.

In der Hauptansicht der App kann man während des Trackings einige Einstellungen vornehmen, so lassen sich die Kartenausschnitte heran- und herauszoomen und entweder in 2D oder 3D darstellen. Die Ausrichtung der Karte erfolgt wahlweise per Kompass oder wird immer Richtung Norden ausgerichtet. Neben einer kontinuierlichen Höhenmeter-Angabe können über „Profile“ auch die Gesamtkilometer und -zeit und die aktuelle sowie die Durchschnitts-Geschwindigkeit angezeigt werden.

Nach meinem Test-Spaziergang speicherte ich meine Route und konnte diese in einer eigenen Tracklist ansehen, mir in einer Karte zeigen und auch per E-Mail als gpx-Datei zuschicken lassen. Während des Trackings lud die Standard-OpenStreetMap generell schneller und war flüssiger als die CycleMap. Wie die Performance bei schlechtem Empfang in ländlichen Gegenden aussieht, konnte ich bislang nicht testen – in der Stadt hatte ich so gut wie durchgängig 3G-Empfang. Auch mit dem GPS-Empfang gab es zumindest auf meiner Strecke überhaupt keine Probleme.

Einziges Manko, welches ich bei der bisherigen Nutzung festgestellt habe: die Aufzeichnung der Strecke war nicht wirklich genau, teilweise wurde ein erheblich abweichender (+/- 10m) Streckenverlauf in der Karte eingezeichnet. Woran das liegt, vermag ich nicht zu sagen, im Großen und Ganzen war jedoch mein Spaziergang (der sicherlich für richtige Outdoor-Touren kein Maßstab sein sollte) akkurat aufgezeichnet worden.

Wer also gerne mit dem Fahrrad oder mit Wanderschuhen unterwegs ist und auf ein Höhenprofil sowie Offline-Karten nicht verzichten möchte, sollte bei dieser umfangreichen und gut durchdachten App auf jeden Fall die 1,59 Euro investieren. Zur Entscheidungshilfe gibt es außerdem noch eine Gratisversion (App Store-Link) zum Antesten, um Fragen zu vermeiden, hier noch schnell die Vorteile der Vollversion: Unbegrenzter Map-Download (mehr als eine Map, viel größeres Gebiet ladbar), beliebige Anzahl von Waypoints, Wege aufzeichnen ist zeitlich nicht begrenzt, Track-Download ist nicht auf zwei Tracks begrenzt, Waypoint-Import ist freigeschaltet.

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