Becoming Steve Jobs: In Deutschland bisher unter Wert geschlagen

Die Biografie Becoming Steve Jobs bekommt bei Amazon.de bisher nur zweieinhalb Sterne, hätte aber deutlich mehr verdient.

Amazon Becoming Steve Jobs

Während das Anfang November auch in deutscher Sprache veröffentlichte Buch Becoming Steve Jobs in vielen Shops und auch im iBooks Store noch keine einzige Bewertung erhalten hat, trudeln bei Amazon mittlerweile die ersten Meinungen ein. Bisher gibt es für die Biografie des Apple-Gründers nur zweieinhalb Sterne. Das ist in der Tat verwunderlich, da Becoming Steve Jobs in den USA sehr gute Kritiken und auch Bewertungen der Käufer erhalten hat.


  • Becoming Steve Jobs für 26,99 Euro (Amazon-Link)
  • als digitales Buch für 21,99 Euro (iBooks-Link)
  • ungekürztes Hörbuch bei Audible erhältlich

Ich habe in den letzten drei Wochen immer mal wieder in das Buch geschaut und es mittlerweile fast komplett gelesen. Ich bin auf jeden Fall soweit, mir ein eigenes Urteil erlauben zu dürfen – und das fällt positiv aus. Die Geschichte von Steve Jobs mit der Gründung von Apple, dem Aus, NeXT, Pixar und der Rückkehr samt den Verkaufserfolgen iMac, iPod, iPhone und iPad dürfte mittlerweile bekannt sein. Dennoch schafft es Autor Brent Schlender, durch seine zahlreichen zum Teil privaten Treffen mit Steve Jobs und anderen Giganten der Technik-Welt, zahlreiche Details und kleine Anekdoten zu liefern, die man vorher noch nicht kannte.

In Becoming Steve Jobs kommen zudem zahlreiche hochrangige Apple-Mitarbeiter zu Wort, darunter auch der aktuelle CEO Tim Cook, der über zehn Jahre mit Steve Jobs zusammengearbeitet hat. Er selbst äußert sich in der Biografie negativ über das Bild, das durch das Buch von Walter Isaacson über Steve Jobs geschaffen wurde und versucht gleichzeitig zu erklären, was für ein Mensch Jobs tatsächlich war (dieser Teil hätte durchaus etwas umfassender ausfallen dürfen).

Becoming Steve Jobs ist leider deutlich teurer als die „Konkurrenz“

Ich fand in Becoming Steve Jobs vor allem die Tatsache interessant, dass der Autor immer wieder ein wenig von Jobs selbst abschweift und einen Blick auf Technologien oder Personen wirft, mit denen der Apple-Gründer zu tun hatte. So erfährt man beispielsweise interessanten Dinge über die von Jobs gekaufte Animationsfirma Pixar und deren wichtige Mitarbeiter. Ich muss aber auch sagen, dass mich Dinge wie die Einführung des iMac, iPods oder iPhones und die Tüftelei von Jobs zusammen mit Design-Guru Jony Ive einfach nur faszinieren.

Übersprungen habe ich nur einige Seiten, als der Autor auf die berühmte Stanford-Rede von Jobs eingeht und diese komplett ins Buch übernommen hat. Auf der anderen Seite hat er sich Jobs‘ umfangreichen Ausflug nach Indien gespart, den ich in der Biografie von Isaacson als recht langwierig empfand.

Von einem bekennendem Apple-Fan wie mir würde Becoming Steve Jobs aus inhaltlicher Sicht jedenfalls fünf Sterne bekommen. Allerdings muss ich, auch verglichen mit dem Buch von Isaacson, einen Stern für den doch recht hohen Preis von 26,99 Euro für die gebundene Ausgabe abziehen. Als Taschenbuch kostet das Werk von Isaacson gerade einmal 12,99 Euro (Amazon-Link), als eBook ist es bereits für unter 10 Euro erhältlich. Ein Spartipp für Becoming Steve Jobs ist Audible, wo mittlerweile die deutsche ungekürzte Fassung zum Download bereit steht. Hier nutzt man entweder den kostenlosen Probemonat oder das 9,95 Euro teure „Monats-Abo“, um das Hörbuch günstiger zu erhalten.

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Kommentare 12 Antworten

  1. Vielleicht ist ja langsam mal gut mit Jobs Biografien. Vermutlich würde eine 3., 4., 5., Helmut Schmidt Biografie in den USA, auch wenn sie inhaltlich und qualitativ interessanter wäre, keinen Hype oder gute Bewertungen mehr auslösen.

  2. Forgetting Steve Jobs.. Ist gut jetzt! Der Mann hat die Firma mehrere Male an den Rand des Ruins gebracht, bevor ihm der Durchbruch mit Milliardenkrediten und geklauten Ideen gelang. Und ja: ich benütze Apple-Produkte auch seit Jahren gerne und finde sie gut. Aber dieses Sektentum um Mr. Jobs geht mir einfach tierisch auf den Sack.

  3. Ich habe das Buch schon im April in Englisch gelesen: tolle Sprache und ein interessanter Aufbau, welcher den Titel erklärt. Allerdings auch ein wenig unglaubhaft: Vor seinem Verlassen von Apple war er angeblich unreif und hat „alles“ falsch gemacht; nach seiner Rückkehr war es genau umgekehrt.

  4. Leider lebt Mr.Jobs nicht mehr-sonst würdest Du ihm tatsächlich noch in den Arsch kriechen!Mr.Jobs war menschlich ein Arschl..h! MfG Steve O!

    1. Leider ist es doch immer noch so, dass niemand von hier Steve Jobs persönlich kannte. Ich glaube, er hatte wie alle Menschen wohl eine schlechte jedoch auch gute Seite.

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