Bloomberg: Apple wird ARM-Chips auf der WWDC ankündigen

Online-WWDC startet am 22. Juni

Schon seit längerem ist bekannt, dass Apple an einer eigenen Prozessor-Struktur mit ARM-basierten Chips arbeitet und sich mit Eigenproduktionen nach und nach von Intel entfernen will. Einem neuen Bericht des Magazins Bloomberg zufolge wird Apple die diesjährige WWDC-Entwicklerkonferenz zum Anlass nehmen, um die ARM-Chips erstmals öffentlich vorzustellen.

Bloomberg-Redakteur Mark Gurman erklärt, dass Apple am 22. Juni, ein Montag, nicht nur einen ersten Ausblick auf die kommenden Betriebssysteme iOS 14, macOS 10.16 und watchOS 7 geben, sondern eben auch die neue ARM-Prozessoren präsentieren wird. Apple selbst hat bisher noch keine Einladungen zu einer Keynote am 22. Juni verschickt. Diese sowie die gesamte Entwicklerkonferenz WWDC wird in diesem Jahr aufgrund der Coronakrise ausschließlich in digitaler Form stattfinden.


Zum ersten Mal Apple-eigene Prozessoren im Mac

Die neuen ARM-basierten Prozessoren basieren auf der gleichen Technologie wie die, die bereits seit einiger Zeit in iPhones und iPads zur Anwendung kommen. „Apple verwendet Technologie, die von Arm Ltd., einem Teil des japanischen Technologiekonzerns SoftBank Group Corp, lizensiert wurde“, so der Bloomberg-Artikel. „Diese Architektur unterscheidet sich von der zugrundeliegenden Technologie in den Intel-Chips, so dass die Entwickler Zeit brauchen werden, um ihre Software für die neuen Komponenten zu optimieren. […] Dies wird das erste Mal in der 36-jährigen Geschichte des Mac sein, dass von Apple entwickelte Prozessoren diese Geräte antreiben werden.“

Die ARM-Chips sollen laut Bloomberg im Vergleich zu bisherig verwendeten Intel-Prozessoren einige Vorteile mit sich bringen, die sich vor allem in der Grafikleistung und Apps, die künstliche Intelligenz nutzen, bemerkbar machen sollen. Die Prozessoren sollen zudem effizienter arbeiten, so dass es in Zukunft noch dünnere und leichtere MacBooks geben könnte.

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Kommentare 4 Antworten

  1. Auch hier dann mal…

    Was ich mich ja immer frage:
    Wenn Apple weg von Intel- hin zu eigenen ARM-Prozessoren geht, wie schaut es dann mit macOS-Updates aus? Wird ein neuen macOS dann nur noch mit den ARM-Prozessoren kompatibel sein oder werden beide Prozessortypen unterstützt? Als Besitzer eines neuen 13“ MBP hab ich mich gefragt, wie lang das Gerät wohl dann mit aktuellen Betriebssystemen versorgt wird… weiß da noch einer wie es beim Umstieg von PowerPC zu Intel war?

    1. Beim Umstieg von PowerPC gab es damals beim PowerMac G5 nur noch eine Version raus. Ausgeliefert wurde er mit 10.4 und er bekam ein Update auf 10.5., also recht bescheiden. Ob Apple das diesmal ebenfalls so macht, hoffe ich nicht. Aber ich würde nicht darauf hoffen, dass Apple weitere Jahre Hauptversionen für Intel Macs veröffentlicht. Ich schätze dass es evtl. nächstes Jahr nich ein Hauptupdate geben wird, also auf 10.17 und dann nur noch Sicherheitsupdates…aber genaues werden wir erst erfahren, wenn es soweit ist.

      1. Das wäre zwar einerseits verständlich (immerhin macht es wenig Sinn ein Betriebssystem für unterschiedliche Architekturen zu schreiben und gerade das macht Macs ja auch so stark und perfomant, weil nicht zehntausend Modelle unterstützt werden müssen), andererseits wäre es für Käufer wie mich jetzt schon ziemlich bescheiden. Und zuletzt kann ich mir auch irgendwie nicht vorstelle , dass der Mac Pro auf einer ARM-Architektur läuft, welche ja eher auf Stromersparnis als auf Leistung getrimmt ist. Also sie können schon leistungsstark sein, haben allerdings ihren größten Vorteil in der Stromsparsamkeit…

  2. Tja. Ich benötige für den Job eine VM mit Windows. Ob das auf einem ARM Prozessor auch so einfach gehen wird? Wenn nicht (wovon ich ausgehe), dann wird mein MBP mein letztes gewesen sein und ich werde mich leider wieder anderen Herstellern zuwenden müssen.

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