Brydge Pro+ für das iPad Pro: Tastatur bald mit Multitouch-Support

Firmware-Release für April geplant

Neben meinem Standard-MacBook Air 13″ (2020), das mir auch gerade beim Verfassen dieses Artikels behilflich ist, kommt für besondere Zwecke auch alternativ das iPad Pro 11″ (2020) samt Apple Magic Keyboard zum Einsatz – letzteres vor allem dann, wenn ich unterwegs bin. Das tolle Magic Keyboard lässt den Besitzer natürlich in preislicher Hinsicht schlucken: Apple verlangt satte 339 Euro für die 11″-Variante. Dafür gibt es aber auch eine hervorragende Tastatur mit ausreichend großen Tasten, einen USB-C-Anschluss, ein schickes freischwebendes Design und vor allem ein Trackpad, das auch die Multitouch-Gesten des iPads unterstützt.

Alternativen zum Apple Magic Keyboard sind bisher rar gesät. Im vergangenen Jahr machte der bekannte Hersteller Brydge mit seinem Brydge Pro+ für die aktuellen iPad Pro-Versionen auf sich aufmerksam. Anders als Apples magnetisches Keyboard setzt die Lösung von Brydge auf zwei Klammern, in die das iPad Pro eingesteckt wird. So wirkt die gesamte Zusammenstellung fast wie ein handelsüblicher Laptop, der dann auch entsprechend zugeklappt werden kann. Eine magnetische Rückseitenschutz für das iPad Pro liefert Brydge gleich mit. Ein großes Manko gegenüber Apples Magic Keyboard war aber bisher die fehlende Multitouch-Unterstützung für das Trackpad des Brydge Pro+.


Während wir nach monatelangen E-Mail-Konversationen immer noch auf unser Testexemplar des Brydge Pro+ warten, hat der Hersteller in der Zwischenzeit an seinem Flaggschiff-Produkt gearbeitet. Wie unter anderem die Kollegen von 9to5Mac berichten, wird es im April dieses Jahres eine neue Firmware geben, die eben den oben genannten Multitouch-Support für die Bluetooth-Tastatur mit sich bringen wird.

Neue Brydge Pro+-Firmware kann überzeugen

Für diese wird mindestens iPadOS 14.5 benötigt, das sich aktuell noch in der Betaphase befindet. Wer die aktuelle Beta schon auf dem iPad Pro installiert hat und die neue Brydge-Firmware ausprobieren möchte, kann sich auf der Website des Herstellers registrieren, um die Software vorab testen zu können. Die ersten 500 Personen, die sich registrieren, sollen bereits in der nächsten Woche Zugriff auf die neue Firmware bekommen, ein weitläufiger Betatest wird im März starten. Die neue Firmware wird für alle Brydge Pro+ User gratis sein und sich über die Brydge Connect-App für das iPad auf die Tastatur laden lassen.

Das Team von 9to5Mac konnte die Betaversion der neuen Brydge-Firmware bereits mit iPadOS 14.5 und einem iPad Pro 12.9″ ausprobieren – und zeigt sich begeistert von den sichtbaren Verbesserungen. „Sobald die neue Firmware auf dem Brydge Pro+ installiert ist, fühlt es sich wirklich wie ein komplett neues Produkt an“, so Chance Miller von 9to5Mac. „Die fehlende Multitouch-Unterstützung war eine lähmende Einschränkung, als das Pro+ letztes Jahr angekündigt wurde, und die neue Erfahrung wurde enorm verbessert. […] Die Gesten fühlen sich raffiniert und sehr Apple-ähnlich an, und ich habe sehr selten eine Verzögerung oder Lags bei der Leistung oder Animation von Multitouch-Gesten bemerkt. Es ist beeindruckend, was Brydge mit einem Software-Update für ein Produkt, das vor einem Jahr eingeführt wurde, erreichen konnte.“

Mit dieser Neuerung dürfte es Tastatur-Interessierten deutlich schwerer fallen, zwischen Apples Magic Keyboard und der Brydge-Lösung zu wählen. Wer aktuell zuschlagen möchte, profitiert von einer aktuellen Preisaktion von Brydge, die die beiden Modelle für das iPad Pro 11″ und 12.9″ deutlich im Preis senken: Das 11″-Modell kostet statt 219,99 Euro jetzt nur noch 169,99 Euro, die Tastatur für das iPad Pro 12.9″ wurde von 249,99 Euro auf 179,99 Euro reduziert. Wer ein 10.2″-iPad der 7./8. Generation besitzt, kann sich außerdem auf ein neues Brydge-Keyboard freuen, das ebenfalls auf der Website des Herstellers angekündigt wurde und samt eines Trackpads für 139,99 Euro ab Ende März dieses Jahres erhältlich sein wird.

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Kommentare 4 Antworten

  1. Obwohl ich die Brydge Keyboards vom Konzept eigentlich mag, ist das aktuelle Model wegen seinem QWERTY Layout eigentlich für den deutschen Sprachraum ungeeignet. Ein weiteres Problem, was vielleicht inzwischen durch entsprechende Firmware Updates gelöst wurde, dass recht häufig Tastenanschläge verschluckt werden, was allerdings auch ein mechanisches Problem sein könnte. Trat bei mir aber auch nach einem Tausch wieder auf.

    1. Also es gibt ein QWERTZ Layout, mit dem ich gerade diesen Kommentar schreibe. An das Tastenfeedback muss man sich einfach gewöhnen.

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