Dyson Corrale ausprobiert: Das 419 Euro teure Glätteisen

Vergleich mit zwei günstigeren Modellen

Ich würde mich nicht direkt als Dyson-Fan bezeichnen, sondern vielmehr als Liebhaber von Technik, bei der der Hersteller sich von A bis Z besonders viel Mühe gibt. Bei der etwas weiter gedacht wird, als bei der Konkurrenz. Nicht umsonst bin ich irgendwann bei Apple gelandet und auch das eine oder andere Produkt von Dyson hat sich in meinem Haushalt verirrt.

Für den bereits seit einiger Zeit im Handel erhältlichen Dyson Corrale bin ich mit meiner Kurzhaar-Frisur sicherlich nicht der ideale Kandidat. Da kam vor ein paar Wochen der Muttertag ganz gelegen, um meine Frau mit ins Boot zu holen. Auch dank ihrer Eindrücke kann ich euch nun ein bisschen über das nicht ganz günstige Glätteisen des britischen Herstellers berichten.


Diese zwei Kandidaten haben es ebenfalls versucht

Es ist ja nun nicht das erste Glätteisen, das meine Frau im Einsatz hat. Für die zugegeben eher gelegentlichen Einsätze musste bis vor einiger Zeit ein recht günstiges Modell herhalten, das bei der Anschaffung wohl nur 40 bis 50 Euro gekostet hat. Erst vor rund einem Jahr folgte dann der Wechsel zu einem rund 120 Euro teuren Modell von Paul Mitchell.

Erste Vorteile im Vergleich zum Günstig-Modell waren schnell erkannt: Die Temperatur kann eingestellt werden, die Erwärmung auf 230 Grad ist in 30 Sekunden erledigt. Und besonders hilfreich: Das Stromkabel kann sich bei der Verwendung des Haarglätters drehen und verheddert nicht. Liebe Männerwelt, das ist tatsächlich eine Erleichterung.

Der Dyson Corrale denkt noch einen Schritt weiter

Auch für mich, als jemand der mit Glätteisen absolut nichts am Hut hat, war das ein leicht zu erkennender und wesentlicher Vorteil. Und was ebenfalls schnell deutlich wird: Der Dyson Corrale geht noch einen Schritt weiter. In diesem Haarglätter ist ein Akku verbaut, der kabelloses Hairstyling für einen Zeitraum von bis zu 30 Minuten ermöglicht. Stellt man das Gerät während des Stylings zudem in der praktischen Ladestation ab, wird es automatisch geladen. Bezahlt wird das mit einem spürbar höheren Gewicht, an das sich meine Frau aber schnell gewöhnt hat.

Und auch bei anderen Details kann ich als Mann durchaus mitreden. Wie oft hat mir meine Frau schon die Frage gestellt, ob sie denn das Glätteisen auch wirklich aus der Steckdose gezogen hat. In Angst um unser Hab und Gut sind wir schon das eine oder andere Mal zurückgefahren, nur um ganz sicher zu gehen. Genau wie das Modell von Paul Mitchell verfügt auch der Dyson Corrale über eine automatische Abschaltung nach 10 Minuten Inaktivität, hinzu kommt ein Sicherheitsverschluss für die Heizplatten zum Aufbewahren direkt nach der Nutzung. Und ebenfalls klasse: Eine sogenannte „Flugsicherheitsfunktion“ erlaubt es, den mit Akku betriebenen Haarglätter sicher zu transportieren. Hier zieht man einfach einen kleinen Stecker heraus und der Kontakt zum Akku wird deaktiviert.

Jetzt geht es ans Haar

Kommen wir nun zu den Punkten, bei denen wir Männer vielleicht nicht unbedingt mitreden können. Der Dyson Corrale verfügt über drei Temperatureinstellungen (165, 185 und 210 Grad) und ist damit für alle Haartypen und Styling-Ideen geeignet. Das ist weniger heiß, als so mancher Konkurrent, dank der biegsamen Heizplatten soll der Corrale laut Dyson aber deutlich effektiver arbeiten.

Diese besonderen Heizplatten haben einen weiteren Effekt: Die Strähnen werden quasi durch kleine Kanäle geführt und können nicht so leicht verrutschen. Das sorgt dafür, dass die Haare während des Glättens nicht seitlich aus dem Glätteisen fallen, sondern man sie bis zum Ende „durchziehen“ kann.

Als besonders effektiv hat sich der Haarglätter ausgerechnet in einer Disziplin erwiesen, die eigentlich ein anderes Produkt aus der Dyson-Familie erledigen soll: Das Drehen von Locken. Genau dafür hat meine Frau den Dyson Corrale meist im Einsatz. Wenn man das Glätteisen gleich mehrfach drehen muss, ist es natürlich ungemein praktisch, wenn kein störendes Kabel im Weg ist. Zudem fällt es deutlich einfacher als mit dem Dyson Airwrap, die Haare vom Ansatz an zu greifen und den Corrale als Lockenstab zu verwenden.

Der Preis ist alles andere als heiß

Was kann man zusammenfassend sagen? Der Dyson Corrale ist ein beeindruckendes Stück Technik. Das Glätteisen punktet mit einem abgefahrenen Design, vielen pfiffigen Ideen und einer wunderbaren Handhabung. Der Akku sorgt zwar für viel Gewicht, der Wegfall des Kabels ist aber eine erhebliche Erleichterung.

Das große Problem: Auch Glätteisen, die vielleicht nur ein Drittel oder Viertel kosten, können ähnliche Ergebnisse erzielen. Wer nur alle paar Wochen zu einem solchen Gerät greift, der braucht den Dyson Corrale wohl nicht. Das mag anders sein, wenn man den Haarglätter täglich im Einsatz hat. Und sicherlich ist der Dyson Corrale auch ein kleines Status-Symbol fürs Badezimmer und eine Geschenkidee für Männer, die nicht immer nur Schmuck schenken wollen. Rund 400 Euro sind eine absolute Hausnummer.

Solltet ihr spezielle Fragen rund um den Dyson Corrale haben, schreibt sie gerne in die Kommentare. Ich werde sie dann an die Chef-Testerin bei uns im Haushalt weiterleiten und beantworten lassen.

Dyson Corrale

419,99 EUR

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