HalloApp: Neuer werbefreier Messenger von früheren WhatsApp-Managern

Ende-zu-Ende-verschlüsselte Nachrichten

Der Markt der mobilen Messenger ist Anfang dieses Jahres umgekrempelt worden. Nachdem der Platzhirsch WhatsApp neue Nutzungsbedingungen aufgestellt hat, nahmen viele Nutzer und Nutzerinnen Abschied von der Plattform und wandten sich neuen Anwendungen zu. Auch ich habe seinerzeit WhatsApp den Rücken gekehrt und vermisse seitdem mit den Alternativen Signal und Threema gar nichts.

Ob die Welt nun noch ein neues Produkt dieses Genres wie das jüngst erschienene HalloApp (App Store-Link) braucht, sei dahingestellt. Entwickelt wurde HalloApp von zwei früheren WhatsApp-Managern, die aber trotz einiger Ähnlichkeiten zum Messenger aus dem Facebook-Konzern ein grundlegend abweichendes Geschäftsmodell verfolgen. Die Macher Neeraj Arora und sein Kollege Michael Donohue waren bei WhatsApp als Chief Business Officer und in der Entwicklungsabteilung tätig und dürften sich daher sehr gut mit Messengern und Social Media-Apps auskennen.


HalloApp richtet sich primär an Nutzer und Nutzerinnen, die Einzel- und Gruppenchats führen wollen. Die Anmeldung der ab iOS 13.0 und bei 23 MB an freiem Speicherplatz nutzbaren iPhone-App erfolgt wie auch beim großen Bruder WhatsApp über eine Telefonnummer. Anders als der Messenger aus dem Hause Facebook verzichtet HalloApp allerdings grundlegend auf Werbung, Follower, Bots, Likes und setzt keine Algorithmen ein. „HalloApp nutzt dein Telefonbuch, um sie mit den realen Beziehungen in deinem Leben zu verbinden, und das ist alles“, erklärt Neeraj Arora im HalloApp-Blog. „Engagement-Metriken sind irrelevant. Algorithmen gibt es nicht. Nur deine echten Beziehungen in völliger Privatsphäre.“

Deutliche Kritik an sozialen Netzwerken wie Facebook

Die Entwickler versichern, dass alle Gespräche Ende-zu-Ende-verschlüsselt sind und niemand außerhalb der Chats diese lesen kann. Man sammle, sichere oder verwende keine persönlichen Daten der User und Userinnen. „Wir wissen nicht, wo du wohnst, was du beruflich machst, oder wie wahrscheinlich es ist, dass du eine bestimmte Art von Inhalten konsumierst“, so die Aussage im Blogeintrag. In Zukunft will man bei HalloApp weitere Features anbieten, die dann einen kleinen Obolus kosten werden. Werbefrei bleibt die App aber für alle Nutzer und Nutzerinnen.

Auch wenn im Blog von HalloApp nicht explizit von Facebook gesprochen wird, lassen sich deutliche Hinweise auf das große soziale Netzwerk erkennen. Die beiden HalloApp-Gründer sehen soziale Medien sehr kritisch und monieren das Vorgehen des Konzerns, Kunden und Kundinnen als Ware zu behandeln und Metriken zum Engagement anzuwenden. Mit der eigenen App möchte man es besser machen.

‎HalloApp
‎HalloApp
Entwickler: HalloApp, Inc.
Preis: Kostenlos

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Kommentare 13 Antworten

    1. Doch.

      Knallhart deinstallieren und und Knallhart zugeben das du kein Bock auf WhatsApp.

      Fertig es gibt mittlerweile so viele messenger apps

      1. Ist leichter gesagt als getan. Dann keine Infos mehr zu kurzfristigen News von KiGa, GrundSchule und Tanzschule. Alternativen sind halt noch nicht weit genug verbreitet.

        1. Deine genannten News wurden doch auch nur von Einzelpersonen ins Leben gerufen, die etwas verbessern wollen. Glaubst du, dass da einer da nur einer über die Verbreitung nachgedacht hat? Haben die zuvor alle gefragt ob sie WA oder gar ein Handy haben? Sicher nicht. man hat beschlossen und fertig. Ergo hat sich auch keiner von denen über Datenschutz und Nutzerbedingungen einen Kopf gemacht. Warum auch? Sie hüten deine Kids und das ist ihr Job. Über IT und was damit zutun hat, wissen die zu wenig. Diese Leutchen sind auf deine Zuarbeit angewiesen und es macht auch nicht viel Arbeit eine weitere App zu installieren.

  1. Ich frag mich immernoch wozu man in Zeiten von üblichen sms flat auch außerhalb von iMessage noch andere Alternativen braucht. ?!?

    1. Weil SMS zu begrenzt ist, eine andre Technik hat und einfach mal nix kann. Weil iMessage nur in einem Universum funzt.

      Aber ich frage mich, warum man ausgerechnet bei der Kommunikation sträubt eine weitere App zu installieren. Man hat hunderte Apps auf dem Phone, wo man nur wenige nutzt, man wühlt ständig bei FB, Insta, TicTok, Snapchat, WA und YT rum aber für eine weitere App wie Signal ist einfach ein Platz?
      Krank, echt krank.

      Irgendwie will keiner wirklich etwas selbst unternehmen. Man wartet nur drauf, dass man gesagt bekommt zu wechseln und dann wird man das tun. Merkt ihr was? Lemminge.

  2. Wir brauche nicht Messenger Nr. 99, es gibt bereits tolle und ausgereifte Alternativen. Es braucht ein Umdenken bei den Bequemen, bei den Sorglosen, bei den Kenn-ich-mich-nicht-aus, bei den Nicht-noch-ne-App, etc. Also bei all jenen, die aus welchem Grund auch immer nicht wechseln (wollen). Ich habe den Großteil meiner Kommunikation in Signal und Threema, nur bei Gruppen (wie oben beschrieben Verein, Schule, etc) klappt das irgendwie nicht, was sehr schade ist.

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