Mobilfunktest von Connect: Telekom wird zum neunten Mal in Folge Testsieger

Beste Erfolgsquoten beim mobilen Internet

Das Tech-Fachmagazin Connect führt in jedem Jahr einen groß angelegten Mobilfunktest durch und bewertet dabei die Netzqualität der großen Provider. Auch in diesem Jahr belegt die Deutsche Telekom wenig überraschend den ersten Platz und erhielt sogar als einziger Anbieter das Gesamtergebnis „Sehr gut“. Insgesamt ist es der neunte Erfolg des magentafarbenen Providers in Folge. 

„Connect hat mit den Test-Experten von umlaut die Mobilfunknetze genau unter die Lupe genommen“, heißt es in einem Medienbericht der Telekom. „Sie haben die Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit bei Sprache und Daten ermittelt. Dabei setzten die Tester sowohl auf Drive- und Walktests als auch auf Crowdsourcing-Analysen.“ 

Laut Connect wurden beim Crowdsourcing-Test Daten von mehr als 617.000 Nutzern und über 3.900 Smartphones in einem Zeitraum von sechs Monaten (Mitte Mai bis Mitte November 2019) für die Ergebnisse herangezogen. Die durchschnittliche Flächenabdeckung lag bei diesem Testinstrument bei 95,2 Prozent. Bei den sogenannten Drive- und Walk-Tests kamen mehr als 22.000 gefahrene Kilometer für Tests in Deutschland, Österreich und der Schweiz zusammen. Über 376.000 Daten- und mehr als 47.000 Sprachsamples wurden dabei verschickt und bewertet. Die Tests konzentrierten sich auf Daten (48 Prozent), Sprache (32 Prozent) und crowdbasierte Netzstabilität und -abdeckung (20 Prozent) und wurden zu einem Gesamtfazit kombiniert.

Vor allem beim mobilen Internet konnte sich die Telekom vor der Konkurrenz von Vodafone und Telefónica/O2 absetzen. Beim mobilen Surfen, Up- und Downloads sowie dem Streamen von Videos erreichte das Telekom-D1-Netz eine Erfolgsquote von konstant mehr als 98 Prozent. „Dabei konnten sich die Bonner in der Sprach-Disziplin und beim Crowdsourcing abermals leicht steigern“, heißt es im Bericht von Connect. 

Deutschland im Vergleich mit Nachbarländern abgeschlagen

Verbesserungen gab es auch beim Zweitplatzierten Vodafone. „Deutlich legen die Düsseldorfer bei Sprache und Crowdsourcing zu, etwas geringer auch in der Daten-Disziplin“, heißt es bei Connect. „Den eindeutig größten Sprung nach vorne macht in Deutschland aber Telefónica/O2. Die insgesamt guten Messwerte, aber auch überzeugende Crowdsoucing-Noten beweisen, dass der Münchner Anbieter beim Zusammenschluss der ehemals getrennten Netze von E-Plus und O2 im letzten Jahr ein großes Stück vorangekommen ist.“

Im Vergleich zu den beiden Nachbarländern Österreich und der Schweiz hinkt Deutschland in Bezug auf das Leistungsniveau der Mobilfunknetze sowie bei Messungen in der Bahn jedoch weiterhin hinterher. Auch ich konnte mich auf dem Weg zum appgefahren-Meeting in Bochum am vergangenen Wochenende live von den deutlichen Unterschieden in der Netzqualität im IC bzw. ICE überzeugen. Während mit meinem D1-Tarif fast durchgängig akzeptable Datenverbindungen vorhanden waren, die mir das Arbeiten mit MacBook im Zug erleichterten, war mit der O2-Karte im Zweitgerät kaum ans Recherchieren im Internet zu denken – vor allem im ländlichen Bereich kam ich kaum über eine Edge-Verbindung hinaus. Deutlich zu wenig, wenn man Websites auf dem MacBook öffnen oder einen Artikel in WordPress einpflegen möchte.

Das Fazit von Connect lautet daher verständlicherweise: „Es gibt für alle deutschen Anbieter noch eine Menge zu tun.“ Die detaillierten Ergebnisse zu den Handynetzen in Deutschland finden sich ebenfalls auf der Website von Connect.

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