Moleskine Timepage: Übersichtlicher Kalender mit Zeitleiste hat noch Verbesserungsbedarf

Der Hersteller Moleskine ist eigentlich vor allem für stilvolle Kalender und Notizbücher in Papierform bekannt. Mit Moleskine Timepage gibt es nun aber auch eine digitale Variante.

Moleskine Timepage

Moleskine Timepage (App Store-Link) ist eine reine iPhone- und iPod Touch-App, die sich aktuell zum Preis von 4,99 Euro aus dem deutschen App Store herunterladen lässt und gegenwärtig auch von Apple in der Kategorie „Die besten neuen Apps“ im Store beworben wird. Die knapp 64 MB große Anwendung lässt sich seit dem Erscheinen am 28. Mai dieses Jahres in deutscher Sprache und auch optimiert auf dem iPhone 6 nutzen, es wird aber mindestens iOS 8.0 zur Installation fällig.

Die Entwickler von Moleskine Timepage beschreiben ihr neues Werk als „den elegantesten Kalender für Hosentasche und Handgelenk“, mit dem sich „mehr aus jedem Tag machen lässt“. Die App versteht sich momentan mit Kalendern aus Apples iCloud, Google und Exchange – bei meiner Einrichtung der iCloud-Kalender jedoch wurden nur die Standard-Kalender nach Eingabe der iTunes-Account-Daten abgerufen, zusätzlich eingepflegte oder abonnierte Kalender, wie beispielsweise zur deutschen Bundesliga, Mondphasen oder Feiertagen, blieben gänzlich außen vor. Warum hier nicht direkt auf lokale Kalender auf dem iPhone zugegeben wird, ist fraglich. Auch eine Unterstützung für CalDAV ist momentan noch nicht in Moleskine Timepage zu finden.

Vorsicht heißt es bei der iCloud-Anmeldung auch walten zu lassen, wenn man eine zweistufige Authentifizierung bei Apple nutzt: In den Rezensionen zu Moleskine Timepage berichten viele Käufer der App, dass sie sich nicht einmal mit ihrem iCloud-Account anmelden konnten. Wer die zweistufige Authentifizierung nutzt, sollte also vorab vom Download absehen, bis das Problem seitens der Entwickler behoben worden ist.

Viele Individualisierungs-Optionen, aber nervtötende App-Töne

Hat man es dann doch geschafft, sich anzumelden, bekommt man ohne Zweifel eines der ansehnlichsten Kalender-Layouts auf dem iPhone geboten. Nicht nur, dass sich die Hintergrundfarbe der Hauptansicht aus insgesamt 13 Farbvarianten und einem hellen oder dunklen Theme zusammenstellen lässt, auch Schattierungen für Wochenenden, den aktuellen Tag oder vergangene Tage können festgelegt werden, ebenso wie die Anzahl der anzuzeigenden Tage (5 minimal, 10 maximal) in der Hauptübersicht.

Durch Antippen der linken schwarzen Seitenleiste bekommt man bei aktivierten Ortungsdiensten sogar eine kleine Wetterübersicht, die auch noch detaillierter in der Terminauflistung der Tagesanzeige zu finden ist. Über letztere können mit einem simplen Wisch von oben nach unten auch neue Termine hinzugefügt werden, zudem gibt es die Option, bei angegebenen Ortsinformationen auch die benötigte Vorlaufzeit für die Anreise per Auto, ÖPNV oder zu Fuß basierend auf dem aktuellen Standort anzeigen zu lassen. Praktischerweise gibt es Zusatzinformationen, wie der Tag verläuft – hat man beispielsweise einen Termin am Morgen und einen weiteren am Abend, zeigt die Terminansicht an, „8 Stunden frei im Anschluss bis Termin X“.

Anhand dieser kleinen, aber feinen Features, zu denen außerdem auch eine Apple Watch-Unterstützung und Standard-Erinnerungen vor Terminen gehören, merkt man, dass sich die Entwickler von Moleskine Timepage durchaus Gedanken über eine alltagstaugliche Kalender-App gemacht haben. Schaut man sich allerdings die Bewertungen im App Store an, die momentan bei 2,5 von 5 Sternen liegen, gibt es vor allem hinsichtlich der iCloud-Kalender und generellen Performance bei vielen eingebundenen Kalendern noch einiges zu tun. Auch eine Option, die stetigen akustischen Signale bei der App-Nutzung zu deaktivieren, habe ich bisher noch nicht ausmachen können. Es liegt also noch eine Menge Arbeit vor den Moleskine-Entwicklern

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