Neebo Baby Sensor-Armband ausprobiert: Für die ganz Kleinen

Meine Erfahrungen mit dem Tracker

Bereits im Februar haben wir einen ersten Artikel über das Neebo Baby Sensor-Armband veröffentlicht, unter dem es viele interessierte und konstruktive Kommentare gab. Grund genug, dass wir uns das Thema noch einmal näher angesehen haben. Wie sich Neebo in das Praxis geschlagen hat, möchte ich euch in diesem Artikel verraten.

Vertrieben wird das Gadget für Eltern und Kinder seit einigen Wochen exklusiv von der Telekom, die auch direkt an der Entwicklung für den deutschsprachigen Raum beteiligt ist. Als Preis werden aktuell 199,95 Euro aufgerufen, fortlaufende Kosten für ein Abo oder ähnliches gibt es nicht.


Das Neebo Baby Sensor-Armband ist die perfekte Ergänzung zum Babyphone und gleichzeitig auch die Antwort auf eine der größten Sorgen frischgebackener Eltern: Geht es meinem Baby gut? Der Baby-Monitor übernimmt die Herzfrequenzmessung, prüft die Sauerstoffsättigung Ihres Babys in Echtzeit und gibt Ihnen über die Anzeige in der Neebo App sofort die Gewissheit, dass Ihr Baby normal atmet.

Zusammen mit meinem mittlerweile 18 Monate alten Sohn habe ich das Neebo Baby Sensor-Armband in den vergangenen Wochen ausprobiert und bin für mich persönlich zu einem einfachen Fazit gekommen: Es ist keine Hilfe für den ganzen Tag. Dafür gibt es aber eine mehr als einfache Erklärung – und bei euch mag es schon wieder ganz anders aussehen. Um das zu erklären, muss ich aber etwas weiter ausholen.

Genau wie die Fitness-Armbänder für uns Erwachsene setzt Neebo in Sachen Konnektivität natürlich auf Bluetooth, ansonsten wäre eine Akkulaufzeit von mehreren Tagen auch nicht machbar. Bei einem Erwachsenen ist das kein Problem, denn meistens kommt so ein Fitness-Tracker ja mit einem Bildschirm daher, auf dem wichtige Warnmeldungen angezeigt werden können. Und auch das Smartphone ist in den meisten Fällen nicht weit entfernt – entweder hat man es in der Hand oder in der Hosentasche.

Armband funkt per Bluetooth zur Ladestation mit WLAN

Beim Neebo Baby Sensor-Armband sieht die Geschichte natürlich schon etwas anders aus: Es ist kein Bildschirm verbaut und das Baby selbst habt auch noch kein Smartphone. Aus diesem Grund ist die Ladestation der Bluetooth-Empfänger für das Armband und leitet alle Signale per WLAN an die Smartphones der Eltern weitern, sofern keine direkte Bluetooth-Verbindung besteht.

Für die Überwachung in der Nacht ist das eine wunderbare Sache. Tagsüber wird es aber spätestens dann zum Problem, wenn aus dem Baby ein Kleinkind wird, das die Welt entdecken möchte. Denn immer dann, wenn die Verbindung zwischen Neebo und Smartphone verloren geht und wieder hergestellt wird, gibt es eine Warnmeldung – das habe ich bei unserem Sohn, der gerne Garten und Hof unsicher macht, schon als störend empfunden.

Auf der anderen Seite hat das Neebo Baby Sensor-Armband tatsächlich für beruhigende Nächte gesorgt. Immer dann, wenn es stundenlang keine Regung aus dem Kinderzimmer gab, haben wir uns keine Gedanken darüber machen müssen, ob wirklich alles in Ordnung ist und ob man nicht doch mal besser nachschaut. Unseren beiden Katzen haben nämlich einen eingebauten Instinkt, um in diesen Sekunden mit ins dunkle Kinderzimmer zu huschen. Es gibt nachts tatsächlich entspannendere Momente.

Allgemeine Informationen zum Neebo Baby Sensor-Armband

  • Messung und Überwachung in Echtzeit für Atmung, Herzfrequenz und Sauerstoffsättigung
  • Messung der Schlafdauer
  • Alarm, wenn Kind aufwacht
  • Wasserfestes Design
  • Akkulaufzeit bis 5 Tage
  • Handgelenk-Umfang des Armbands circa 9,7 bis 13,7 Zentimeter

Abgesehen von der Geschichte mit der Funkverbindung – wie ich erfahren habe, arbeitet die Telekom übrigens schon an einer Lösung mit eSIM – kann ich am Neebo Baby Sensor-Armband kaum Punkte für Kritik finden. Natürlich wäre es schön, wenn man das nur in einer Farbe erhältliche Armband auswechseln könnte, aber das sind am Ende wohl nur kosmetische Details. Schließlich geht es um ganz andere Sachen: Die Übertragung der versprochenen Daten vom Armband zur App der Eltern – und diese Disziplin beherrscht Neebo. Allerdings, und das sollte man vor dem Kauf durchaus wissen, zum aktuellen Zeitpunkt nur in Verbindung mit iPhones. Für Android ist die Neebo-App derzeit nicht erhältlich.

‎Neebo
‎Neebo
Entwickler: Daatrics
Preis: Kostenlos

Kommentare 3 Antworten

  1. Die Kommentare werden heute sicher nicht anders sein.
    Ich halte es immer noch für ein überflüssiges gadget, das Eltern in einer möglicherweise trügerischen Sicherheit wiegt.

  2. Nachdem mein zweiter Sohn mit sieben Monaten am plötzlichen Kindstod starb, wird es für mich ein Pflichtgadget sein mein Kind beim schlafen mit so etwas auszustatten! Ich bin froh dass es so etwas mittlerweile gibt und hoffe beim nächsten Kind dann wieder den nötigen Schlaf zu finden.

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