PhotoRoom: Warum Apples Lifehack keine Empfehlung ist

Irrsinnig teure Pro-Version als Abo

An jedem Donnerstagabend werfe ich einen Blick in den App Store. Nicht ganz ohne Grund, denn immerhin wird die digitale Ladenzeile dann aktualisiert und Apple stellt seine neuen Empfehlungen vor. Oftmals entdecke ich so noch das eine oder andere empfehlenswerte Spiel.

Insbesondere im Bereich Apps, also abseits der Spiele, passiert in den vergangenen Wochen und Monaten aber nicht mehr viel. Kein Wunder, denn wirklich spannende neue Ideen für normale Anwendungen scheint es nicht mehr zu geben.


In dieser Woche bin ich über PhotoRoom (App Store-Link) gestolpert, eine Anwendung, die mein Kollege Frederick bereits im vergangenen Jahr vorgestellt hat. Sie wird von Apple prominent ganz oben im App Store als „Lifehack“ beworben. Grund genug also, mal selbst hereinzuschauen, immerhin ist die App kostenlos.

Von der Grundidee ist PhotoRoom gar nicht mal so verkehrt, die App erkennt Objekte, Personen und Tiere im Vordergrund und kann sie ausschneiden. In den folgenden Schritten hat man dann die Möglichkeit, den Hintergrund zu bearbeiten oder komplett auszutauschen. Das funktioniert auch alles soweit ganz gut, wenn das ursprüngliche Bild eine vernünftige Qualität hat.

Pro-Version von PhotoRoom kostet 9,99 Euro pro Monat

Bei einigen Funktionen ist mit bereits bei der Bearbeitung der Pro-Hinweis aufgefallen, trotzdem hat man aber noch viele Möglichkeiten, ohne direkt zur Kasse gebeten zu werden. Das ändert sich dann aber schlagartig, wenn man ein fertig bearbeitetes Bild exportierten möchte.

Kurz vor dem Speichern trifft man in PhotoRoom nämlich noch auf zwei Schalter: „In HD exportieren“ und „Logo entfernen“. Zwei Dinge, die man natürlich gerne anklickt. Und genau hier schlägt PhotoRoom dann zu und empfiehlt ein Upgrade auf die Premium-Version, die natürlich im Abo angeboten wird.

Fällig werden entweder 9,99 Euro im Monat oder 39,99 Euro im Jahr. Und spätestens hier wünsche ich mir die Zeiten zurück, in denen Apps wie Enlight zum Festpreis im App Store angeboten wurden. Nur eines weiß ich ganz sicher: 9,99 Euro würde ich eventuell einmalig für eine App wie diese ausgeben, aber sicher nicht monatlich.

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Kommentare 6 Antworten

  1. das sehe ich genauso. Ich bin gerne Bereit ein Abo abzuschließen und habe auch viele. Dies ist vollkommen in Ordnung, wenn die App entsprechend weiter entwickelt wird. Aber ein Abo lohnt sich nur bei regelmäßiger Nutzung. Zudem muss auch ein Abo bei Kosten und Nutzen zusammenpassen, und genau das sehe ich bei 9,99 nicht. Auch bezweifele ich,das es viele Nutzer gibt, die Regelmäßig mit dieser App arbeiten.
    Wirklich Schade.

  2. Ich sehe das auch so. Wäre selber nicht bereit noch zusätzlich so viel im Monat zu zahlen für eine App die ich selten nutzen werde.

    Vermutlich sehnen sich die Entwickler in die Zeit zurück in der eine App ein Vielfaches wert war und Gleichheit auch keine laufenden Kosten notwendig waren. Das darf man nie vergessen. Früher hätte eine ähnlich komplexe App vielleicht 40€ gekostet und benötigt keine Server o.ä.

    1. Ich bin auch nicht grundsätzlich gegen Abos, aber für 9,99€ im Monat würde ich dann doch lieber Disney+ abonnieren und hätte noch 3€ über. Das sind manchmal echt Fantasiepreise, die da für Abos im AppStore aufgerufen werden, ich frage mich, wer das zahlt!?

      1. Ich verstehe das Argument aus deiner Sicht total, so wird es vielen gehen. 🙂

        Allerdings hinkt der Vergleich. Die App verkaufen sie gefühlt an 1000 Leute, Disney+ abonnieren doch locker millionen Menschen.

  3. Ich sag euch, die InstaGeilen Selfie-Opfer stehen drauf sich freizustellen und lachen euch dafür aus, dass ihr die paar Kröten nicht habt um stylisch rüberzukommen. Is so!.

    Ansonsten bin ich auf eurer Seite. Für ein Tool, dass man als (ich will jetzt nicht „Normalo“ sagen, ihr wisst schon) User ohne InstaDrang zu wenig braucht, ist es zu teuer. Und glaubt man den Wertungen, ist die Qualität auch nicht so dolle.

  4. Aus meiner Sicht ist ein Abo nur zu rechtfertigen, wenn allein durch die Nutzung der App kosten entstehen. Bei einer Wetter-App sind das zum Beispiel Wetterdaten, die bei entsprechenden Dienstleistern eingekauft werden müssen.

    Eine Foto-App rechtfertigt dieses Modell überhaupt nicht. Diese App wird einmal entwickelt und dann läuft sie. Wenn sie fertig gestellt wurde, dann muss sie auch nicht zwangsläufig weiterentwickelt und an irgendwelche äußeren Umstände angepasst werden, somit ist der Wert auch mit einem Einmalbetrag abgegolten.

    Wer Feature-Updates will kann die ja über In-App-Käufe, oder neue und kostenpflichtige Versionen dazu erwerben. Der Hersteller der App könnte bestehenden Kunden einen Rabatt einräumen, wenn er die 10. Neuentwicklung finanziell nicht seinen Bestandskunden zumuten will.

    Das ist meine Meinung zum Thema. Für so einen Unsinn würde ich niemals 10€ im Monat ausgeben. Aber ich hab auch kein Insta…

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