NetSpot Pro: Umfangreiche Mac-Software hilft bei Netzwerk-Schwächen

Was tun bei schlechter WLAN-Verbindung im Büro, der eigenen Wohnung oder im Haus? Die umfangreiche Mac-Anwendung NetSpot Pro soll helfen.

NetSpot Pro

Nichts ist ärgerlicher, als in den eigenen vier Wänden oder auf der Arbeit schlechten WLAN-Empfang zu haben, der möglicherweise für andauernde Verbindungsabbrüche oder Funktionseinschränkungen führt, sei es am Computer oder einem der anderen vernetzten Geräte, wie beispielsweise dem Smart TV. Wer feststellen möchte, wo genau es mit dem WLAN hakt, kann zu Software wie NetSpot Pro greifen.


NetSpot Pro ist normalerweise richtig teuer und kostet auf der Hersteller-Webseite 149 US-Dollar. Auf der bekannten Deal-Webseite StackSocial bezahlt ihr aktuell nur 18,49 US-Dollar (zum Angebot), das sind umgerechnet nur rund 17 Euro. Sollte sich eure Wohnung oder euer Haus nur über eine Etage erstrecken, lohnt sich aber auch ein Blick auf das kostenlos verfügbare NetSpot, das ihr auf der Entwickler-Webseite herunterladen könnt.

Die komplett englischsprachige Software NetSpot Pro ist in zwei Bereich aufgeteilt: Im Discover-Modus liefert die App eine komplette Auflistung der aktuell in Reichweite befindlichen Drahtlos-Netzwerke inklusive GHz-Band, Signalstärke und Noise-Level. So bekommt man zunächst einmal einen guten Überblick über alles, was sonst noch durch die Gegend funkt.

NetSpot Pro versieht Grundriss der Wohnung mit WLAN-Heatmap

Richtig interessant wird es dagegen im Survey-Modus. Hier lädt man zunächst einen Grundriss der eigenen Wohnung und vermisst ein bis zwei Wände, damit NetSpot Pro die Wohnung korrekt skaliert. Alternativ bietet die Anwendung auch einen Zeichenmodus, um einen eigenen Grundriss zu erstellen. Direkt danach sollte man sich kreuz und quer durch die Wohnung bewegen, damit NetSpot Pro einzelne Messungen durchführen kann. Die Voraussetzungen sind schnell beschrieben: Je mehr Messungen man vornimmt, desto genauer sind die Resultate von NetSpot Pro.

Anhand der in den Messungen gesammelten Daten erstellt NetSpot Pro eine sogenannte Heatmap. Auf dieser Karte kann man erkennen, wo das WLAN-Signal besonders schwach ist oder möglicherweise von anderen Geräten, wie beispielsweise Mikrowellen oder DECT-Telefonen gestört wird.

Die Erstellung des Grundrisses und die dutzenden Messungen mögen zwar etwas Zeit in Anspruch nehmen, ein so leicht verständliches und aussagekräftiges Ergebnis wie in NetSpot Pro wird man aber sonst wohl nicht so schnell bekommen. Wie genau die App funktioniert, könnt ihr auch noch einmal im folgenden Video sehen.

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Kommentare 6 Antworten

    1. Für so eine App würde ich auch locker 20 Euro bezahlen. Auf einem iPhone oder iPad macht das auch viel mehr Sinn, hinsichtlich Mobilität. Meinen iMac kann ich schlecht für verschiedene Messungen in der Wohnung rumtragen. Und ein MacBook besitze ich nicht.

  1. ? Ich stelle mir gerade vor, wie ich mit meinen iMac durch das Haus laufe, mit einer Kabeltrommel im Schlepptau für die Stromversorgung ?

  2. Ich habe das Programm, das ist wirklich genial und zeigt tatsächlich irrsinnig viele Daten. Eine Freude, damit mal sein Haus „auszuleuchten“, echt ein Kinderspiel, damit die Funkschatten zu identifizieren (und auch die Bereiche mit Überschneidungen, die manchmal Interferenzstörungen verursachen)

  3. Hm, eine Software, die mir zeigt wo die Funkschwächen in meiner Wohnung sind? Ich wette, in meiner als 90% aller Haushalte ist nicht der Standort des Routers oder das Dect-Phone das Problem, sondern die schlechte Performance des Providers.

    Mag sein, dass solche Software für Betriebe Sinn macht, aber für den privaten Haushalt bestimmt nicht.

  4. Für ein verwinkeltes Haus mit 2,5 Etagen plus Keller, zwei Anbauten und einem großen Garten macht das mindestens soviel Sinn wie für Firmen. Es gibt eben auch im Privatbereich sehr unterschiedliche Wohnsituationen.
    Aber selbst für den Bewohner einer Mietshaus-Wohneinheit macht es möglicherweise Sinn, mal genauer hinzuschauen, denn links und rechts, oben und unten neben ihm könnten sich weitere Störquellen „stapeln“.
    Funkwellen machen eben nicht halt an den Wänden, denkt daher größer…

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