Passbild: Mac-App zur Passbild-Erstellung mit 30 Ländermasken und Druckmöglichkeit

Wenn mal wieder ein neuer Personalausweis oder Reisepass her muss, gilt es auch, ein neues Passbild anfertigen zu lassen.

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Mittlerweile sind die deutschen Richtlinien für die Erstellung eines solchen Porträtfotos extrem anspruchsvoll geworden – ein schnell gemachter Schnappschuss aus dem nächsten Fotoautomaten am Bahnhof reicht längst nicht mehr aus. Mit der Mac-App Passbild (App Store-Link) können laut Entwickler binnen Sekunden Passbilder formatiert und anschließend ausgedruckt oder gespeichert werden. Für die Installation der App solltet ihr nicht nur 14,99 Euro, sondern auch einen Mac mit 64Bit-Prozessor und OS X 10.7 bereithalten.


Innerhalb der Applikation kann der Nutzer aus insgesamt 30 Vorlagen für länderspezifische Passbild-Vorgaben auswählen. Neben einer deutschen Maske sind auch unter anderem Vorlagen für England, die USA, Australien, China, Frankreich, Österreich oder Polen zu finden. Diese zeigen mit farblichen Balken an, wie das entsprechende Passbild ausgerichtet sein muss, damit es den Vorschriften des jeweiligen Passamtes entspricht. In der App lassen sich auch eigene Formate festlegen oder bereits bestehende abändern – diese können dann abgespeichert und weitergeleitet werden. 

Hat man aus einem Porträtfoto ein entsprechendes Bild erstellt und es mit einigen Schiebereglern zu Helligkeit, Kontrast und Sättigung angepasst, gilt es in einem nächsten Schritt aus zahlreichen Bildformaten das passende auszusuchen. Für die Ländermasken stehen dazu jeweils unterschiedliche Möglichkeiten bereit. Auch Bewerbungsfotos, die mit Formaten von etwa 60 x 80 mm in der Regel etwas größer sind als Passbilder, lassen sich auf diesem Weg bequem einrichten und weiterverarbeiten.

Die Weiterverarbeitung besteht darin, dass die fertig formatierten Bilder entweder über einen Drucker im entsprechenden Format ausgedruckt, oder aber auf dem Mac gespeichert werden. Letzteres empfiehlt sich insbesondere dann, wenn man über einen altersschwachen Drucker verfügt oder einen Laserdrucker, der keine Farbfotos ausdrucken kann.

Wählt man die zweite Option, können die Fotos als JPG mit einer maximalen Auflösung von 600 dpi gesichert werden. Dabei verwendet die Passbild-App das Farbprofil sRGB IEC61966-2.1. Entscheidend ist natürlich die Qualität des Ausgangsfotos: Liegt dieses nur mit bescheidener Auflösung vor, kann auch eine App wie Passbild an dieser Tatsache nichts ändern.

Preis gerechtfertigt?

Schaut man sich die gesammelten Möglichkeiten von Passbild an, erkennt man ob der Komplexität der App sofort, dass der Entwickler hier sehr viel Arbeit investiert hat. Allerdings stellt sich mir immer noch die Frage, ob der Kaufpreis von 14,99 Euro für ein solch spezielles Programm gerechtfertigt ist – zum gleichen Preis gibt es schon bei einigen Fotografen entsprechende Bilderreihen für den nächsten Ausweis.

Daher kann ich den Download nur denjenigen Mac-Nutzern raten, die als Fotografen selbst viele Passbilder schießen und eine zusätzliche Hilfestellung benötigen, oder den Usern, bei denen in absehbarer Zeit mehrere Passbilder angefertigt werden müssen. Sich für einen einzigen Vorgang diese App zu kaufen, lohnt sich meines Erachtens vom Preis-Leistungs-Verhältnis nicht – und eine Garantie, dass das mit der App erstellte Foto vom zuständigen Amt angenommen wird, besteht außerdem auch nicht.

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Kommentare 3 Antworten

  1. Ich habe vor ca. drei Jahren ein kostenloses Online-Tool benutzt, das fast genauso aussah. Habe es bei einer kurzen Suche aber nicht gefunden. Kennt das jemand? Oder kam das von den gleichen Entwicklern und sie haben die kostenlose Version entfernt?

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