Spark: Readdle E-Mail-Client ab sofort kostenlos im Mac App Store verfügbar

Die bereits länger für iPhone und iPad verfügbare Mail-Anwendung Spark von Readdle ist ab sofort auch im Mac App Store erhältlich.

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Bei meiner tagtäglichen Arbeit für appgefahren.de ist die Mail-App eines der am meisten genutzten Werkzeuge. Dort flattern Pressemitteilungen herein, dort sende ich Anfragen an Hersteller und Entwickler, dort landen eure Support-Anfragen in einem eigenen Postfach. In den letzten Jahren haben sich weit mehr als 20 GB Mails angesammelt und eigentlich bin ich mit Apples Mail-App ziemlich zufrieden.


Dennoch habe ich einen Blick auf die neueste App von Readdle geworfen, die seit heute aus dem Mac App Store geladen werden kann: Spark (App Store-Link). Immerhin hat die Anwendung bereits auf iPhone und iPad überzeugen können, dort bekommt die aktuelle Version von den Nutzern momentan viereinhalb Sterne im Schnitt.

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Falls ihr Spark bereits auf eurem mobilen Gerät nutzt, gibt es gleich eine gute Nachricht: Sämtliche Account-Einstellungen können über die iCloud synchronisiert werden, im besten Fall müsst ihr euch also um nichts mehr kümmern. Andernfalls können Mail-Konten vieler verschiedener Anbieter oder manuelle Serverdaten problemlos eingetragen werden.

Spark bietet viele individuelle Einstellungen

Dank des Drei-Spalten-Layouts findet man sich in Spark sehr schnell zurecht. Und man merkt wenig später, dass sich die Entwickler wirklich Gedanken gemacht haben. Schreibt man beispielsweise eine erste Mail und hat noch keine Signaturen in den Einstellungen hinterlegt, werden häufig verwendete Signaturen aus alten E-Mails automatisch als Empfehlung vorgeschlagen und können automatisch übernommen werden – sehr praktisch.

Es geht aber noch weiter: Als ich die erste Mail versenden wollte, funktionierte die aus der Mail-App bekannte Tastenkombination Shift + Command + D nicht, um die E-Mail abzuschicken. Umso überraschter war ich nach einem Blick in die Einstellungen: Dort können die regulären Tastenkombinationen der Mail-App mit einem Mausklick wieder aktiviert werden, auch ganz individuelle Einstellungen sind möglich.

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Readdle selbst sieht den smarten Posteingang als einen der Highlights von Spark: Mails können manuell oder auf Wunsch auch automatisch kategorisiert und angepinnt werden, um selbst bei vielen neuen Nachrichten nicht den Überblick zu verlieren. „Fixieren Sie mit einer Geste wichtige Mails am oberen Ende des Posteingangs, beispielsweise Aufgaben für den jeweiligen Tag oder Mails mit wichtigen Informationen. Mit einer weiteren Geste können Sie sich an einem anderen Tag erneut an die Mails erinnern lassen“, heißt es dazu in der Beschreibung.

Mit seinen vielen weiteren Funktionen empfiehlt sich Spark eigentlich auf jeden Fall für einen Test, aus meiner persönlichen Sicht gibt es aber zwei K.O.-Kriterien: Im Gegensatz zur mobilen App ist Spark für den Mac bisher nur auf Englisch verfügbar. Außerdem bin ich mit Apples Mail-App eigentlich mehr als zufrieden. Ob ihr das genau so oder vielleicht ganz anders seht, kann ich natürlich nicht beurteilen.

‎Spark – E-Mail-App von Readdle
‎Spark – E-Mail-App von Readdle
Entwickler: Readdle Inc.
Preis: Kostenlos

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Kommentare 16 Antworten

    1. Ich vermute, der Plan ist wie in der iOS App. In der Seitenleiste des jeweiligen Accounts kann man diverse „Karten“ definieren. Bisher steht dort aber nur die Smart Inbox zur kostenlosen Verfügung. Readdle hat diverser automatisierte Karten in Vorbereitung. Von Google Inbox kennt man das schon: Flug, Amazon Korrespondenz, Wetter etc. können dort hinterlegt werden. Dafür wird wohl eine Gebühr fällig.

  1. Nein, PGP wird nicht unterstützt (wie bei vielen anderen Anwendungen auch nicht). Bleibt nur der Umweg über Copy&Paste, aber es gibt keine direkte Unterstützung.

    Solange SMIME/PGP nicht unterstützt werden, sind solche Apps für mich persönlich keine Alternative. Was nützt es, wenn man immer wieder auf die Apple-eigene Anwendung zugreifen muss, um beispielsweise SMIME nutzen zu können, was schon standardmäßig bei Apple sehr gut funktioniert? Warum implementieren das andere Hersteller nicht auch?

  2. Es gibt aus meiner Sicht noch einen Dritten Kritikpunkt. Das Programm überträgt das Passwort auf Amazon Server. Das geht gar nicht. Push hin oder her… Bei Emailkonten die kein OAuth unterstützen ist das Programm ein potenzielles Sixherheitsrisiko! Ich hätte das Prgramm gerne genutzt aber das verhindert es für mich.

    1. Wenn Push nicht eingestellt ist, werden die Passwörter doch nicht übertragen, wenn ich das richtig verstehe. Dann gibt es halt kein Push, aber auch kein Sicherheitsrisiko.

      1. So steht es allerdings nicht explizit in der Privacy Policy. Ich hab Readdle sogar angeschrieben. Die Anfrage wurde schlichtweg ignoriert. Ich finde das nicht sehr vertrauenserweckend. Wie gesagt, mit OAuth alle kein Problem… aber mein Mailanbieter bietet das nicht an. Von daher bleibe ich bei Apple Mail.

  3. Am Ende des Tages ist auch diese Mailapp für den Businessgebrauch untauglich. Die Conversationansicht verhindert das ablegen der Mails in Ordner. Die fehlende Möglichkeit des automatischen Downloads der Anhänge ist ein weiterer schwergewichtiger Mangel. Da ist Airmail um Lichtjahre voraus.

  4. Das E-Mail-Passwort ist das wichtigste Passwort überhaupt! Auch wenn ich ansonsten auf IOS alle möglichen Apps von Readdle verwende, so weit geht mein Vertrauen doch nicht gegenüber einem kommerziellen (also gewinnorientierten) Anbieter, der ein Mailprogramm aus unbekannten Gründen kostenlos anbietet.
    Vielleicht ist mein Misstrauen unbegründet, aber es ist nun mal da.

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