Steve Wozniaks Privateer: Satelliten-Tracker „Wayfinder“ vorgestellt

Erstes Produkt des Space-Unternehmens

Der Name Steve Wozniak ist neben seinem Namensvetter Steve Jobs untrennbar mit Apple verbunden. Als einer der Gründer von Apple hat Wozniak jedoch einen anderen Weg als Steve Jobs eingeschlagen und war zuletzt damit beschäftigt, ein eigenes Space-Unternehmen zu finanzieren.

Bereits im September des letzten Jahres gab es von Wozniak erste Teaser und Infos zu Privateer, so der Name der Firma, die Steve Wozniak zusammen mit Alex Fielding gründete. Man habe das Ziel, „den Weltraum sicher und für die gesamte Menschheit zugänglich zu machen“. Nun hat man am 1. März dieses Jahres ein erstes Produkt vorgestellt, eine Space-Tracking-App namens „Wayfinder“, die es Usern erlauben soll, Satelliten und Weltraumtrümmer zu visualisieren und verfolgen.


„Wayfinder ist ein 3D-Globus, der es Satellitenbetreibern und Gelegenheitsbeobachtern ermöglicht, die Schichten von Konstellationen, Umlaufbahnen und Ländern zu entschlüsseln, um sich ein besseres Bild davon zu machen, was dort oben vor sich geht. Auf der Website des Unternehmens kann man auch vorwärts und rückwärts in der Zeit blättern, um die Positionen der Satelliten zu verfolgen.“

So berichtet Space Explored über Privateers Wayfinder-Dienst. Auf der Website von Privateer kann der 3D-Globus samt aller verfügbaren Daten eingesehen werden. Die Karte verwendet dabei Daten von vier Quellen: US Space Command, Planet Labs, JSC Vimpel (Russland) und SeeSat-L. Space Explored erklärt:

„Das Unternehmen wird auch in Zukunft die besten bodengestützten Lösungen seiner Partner und sogar seine eigenen weltraumgestützten Ortungslösungen nutzen. Die geplante Gruppe von Satelliten und Trümmerverfolgungssatelliten des Unternehmens trägt den Namen Pono, was hawaiianisch ist und ‚das Richtige tun‘ oder ‚die Menschheit mit Respekt behandeln‘ bedeutet.“

Bedingt durch die Tatsache, dass sich aktuell mehr als 27.000 Objekte und sogar nahezu 100 Millionen Partikel, die größer als 1 mm sind, im Weltraum befinden, ist die Notwendigkeit einer Übersicht aller Gegenstände im All von großer Bedeutung. Selbst kleinste, kaum zu verfolgende Objekte, die mit Geschwindigkeiten von 27.000 km/h durchs Weltall rasen, können verheerende Zerstörung an Satelliten auslösen. Bedenkt man, dass auch Services wie „Wo Ist?“ von Apple Satelliten verwenden und viele Kommunikations- und Navigations-Aufgaben von ihnen abhängen, ist die Sicherheit dieser Objekte von großer Bedeutung.

Fotos: Privateer.

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