Feuerwear Sam: Erste Fahrradtasche des Herstellers genauer unter die Lupe genommen

Am eigenen Fahrrad ausprobiert

Dass ich großer Fan von Radtaschen für den Gepäckträger bin, dürfte bei euch mittlerweile sicherlich durchgedrungen sein. Normalerweise verrichtet an dieser Stelle die klassische Ortlieb BackRoller Plus immer noch hervorragende Dienste, aber ich schaue mich auch gerne einmal nach Alternativen anderer Hersteller um. Zuletzt war dies mit der Valkental ValkPro oder auch der Ortlieb Vario PS der Fall.

Aber auch die uns wohlbekannte Manufaktur Feuerwear aus Köln hat diesen Markt vor einigen Monaten für sich entdeckt und bietet mit der Feuerwear Sam erstmals auch eine Radtasche für den Gepäckträger an. Wie üblich gibt es auch die Sam-Tasche in den bekannten drei Feuerwear-Farben Schwarz, Weiß und Rot, die aus ausgemusterten Feuerwehrschläuchen bestehen und daher allesamt Unikate mit individuellen Gebrauchsspuren und Aufdrucken sind.


Erhältlich ist die Feuerwear Sam seit Ende März dieses Jahres für 189 Euro im Webshop des Herstellers. Dort kann man neben der Farbauswahl auch sein ganz persönliches Unikat auswählen, das dann mit kostenlosem Versand nach Hause geliefert wird. Die Zahlung kann dabei auch per PayPal oder AmazonPay erfolgen.

Ich hatte in den letzten Wochen die Gelegenheit, mir die Feuerwear Sam Radtasche einmal genauer anzusehen und habe mein schwarzes Exemplar daher im Alltag für einige Radtouren und Erledigungen ausprobiert. Zunächst zu den Daten, Fakten und Features: Sam wird wie erwähnt aus gebrauchtem Feuerwehrschlauch, aus PVC-Plane und Gewebe aus recycelten PET-Flaschen gefertigt und verfügt über ein Fassungsvermögen zwischen 13 und 19 Litern über einen flexiblen Rolltop-Verschluss.

Kleine Extras: Schmutz-Schutzhülle und verstellbarer Schultergurt

Die im komplett aufgerollten Zustand 39 x 35 x 13 cm große und 1,3 Kilogramm schwere Radtasche wird auch inklusive eines per Karabiner abnehmbaren und längenverstellbaren Schultergurts ausgeliefert, der sich auf eine maximale Länge von 150 cm ausziehen lässt. In der kürzesten Einstellung kann der Gurt auch außen an der Radtasche verbleiben, ohne zur Gefahr für das Hinterrad und die Speichen zu werden. Ansonsten ist er aber mittels der Karabiner auch schnell abgenommen und im Frontfach verstaut. Als weiteres Gimmick hält die Feuerwear Sam eine kleine Seitentasche an der Außenseite bereit, in der sich eine Schmutz-Schutzhülle mit umliegenden Gummiband befindet, die bei besonders regnerischem und matschigem Wetter angelegt werden kann. Der Hersteller hat für zusätzliche Sicherheit auch noch reflektierende Elemente in die Nähte eingebunden, so dass für eine verbesserte Sichtbarkeit bei Dunkelheit gesorgt ist.

Die Feuerwear Sam kann mit maximal 8 Kilogramm beladen und an Gepäckträgern mit Stangendurchmessern zwischen 8 und 16 mm transportiert werden. Für einen sicheren Halt am Fahrrad, auch bei holprigeren Straßenverhältnissen, sorgen neben zwei klassischen Befestigungshaken auch ein unterer Sicherungshaken, der vor der ersten Verwendung auf die Gepäckträgerhalterung angepasst werden muss. Hier ist der Einsatz eines Schaubenziehers angesagt, um den Drehhaken entsprechend in Position und Winkel einzustellen. Für ultimative Sicherheit sorgt abschließend ein roter Klick-Fix-Haken, der zunächst heruntergedrückt und dann am Gepäckträgerrohr befestigt wird. Bei all meinen Fahrten, selbst durch Schlaglöcher oder über Baumwurzeln auf Radwegen, konnte ich die Sam-Radtasche hinsichtlich ihrer Stabilität nicht Verlegenheit bringen – sie hielt jederzeit bombenfest am Gepäckträger.

Feuerwear verzichtet auf Polsterung des Laptopfachs

Zu den weiteren Features von Sam gehört dann ein großes Hauptfach samt Einsteckfach für Laptops bis 13 Zoll Größe im Inneren, ein weiteres innenliegendes Reißverschlussfach für kleinere Gegenstände wie Schlüssel, Kabel oder Adapter und ein größeres Fach mit Splash-Reißverschluss an der Vorderseite. Etwas schade finde ich, dass Feuerwear der Radtasche kein gepolstertes Laptopfach spendiert hat – ohne ein zusätzliches Schutz-Sleeve würde ich beispielsweise mein MacBook nicht in der Tasche transportieren wollen. Auch einen kleinen Mesh-Einschub an der Seite, um außen an der Tasche eine Trinkflasche anbringen zu können, hätte ich toll gefunden. Dafür wäre auf der rechten Seite von Sam auf jeden Fall noch Platz gewesen.

In Bezug auf die Verarbeitungsqualität gibt es aber wie von anderen Feuerwear-Produkten gewohnt rein gar nichts auszusetzen. Die Nähte sind sauber und perfekt vernäht, das verwendete Material ist stabil, robust und sehr hochwertig. Auch wenn der zum Einsatz kommende Feuerwehrschlauch schon einige Jahre des Einsatzes auf dem Buckel hat, gibt es keine Löcher, zu starke Abnutzungserscheinungen oder grobe Farbfehler.

Mein Fazit für die Feuerwear Sam-Radtasche fällt daher durchaus positiv aus. Mit ihrem Schultergurt lässt sich Sam schnell auch für einen Transport abseits der Straße nutzen, zudem hält die Tasche sicher und fest am Gepäckträger, so dass man den kleinen Einkauf problemlos verstauen und nach Hause fahren kann. Der Fokus liegt hier auf dem Wort „kleinen“ – denn für größere Transporte reicht selbst das maximale Volumen von 19 Litern bei Sam leider nicht. Dessen sollte man sich aber bewusst sein, wenn man sich für diese Tasche entscheidet. Auch der Preis von 189 Euro für eine Tasche ist kein Schnäppchen. Dafür bekommt man allerdings ein sehr gut verarbeitetes Unikat, das sich aufgrund der drei verfügbaren Farben an jedem Fahrrad gut macht.

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Kommentare 1 Antwort

  1. Auch ich habe einiges an „feuerwear-sachen“ in meinem besitz. Mit allen teilen bin ich über jahre schon sehr zufrieden. Ich kann die empfehlung seitens Appgefahren nur teilen.

    Sehr gute Verarbeitung mit durchdachtem design. Extrem robust. Hoher wiederverkaufswert, wenn man sich denn doch mal für etwas anderes entscheiden will (ist aber extrem selten).
    Top !

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