Tier: E-Scooter-Flotte wird mit wechselbaren Akkus ausgestattet

Paris ist die erste Stadt

Hier bei uns in Bochum kann man seit rund einem Monat auch mit Leihscooter durch die Stadt fahren. Die alternative Fortbewegungsmöglichkeit sieht auf den ersten Blick erst einmal sehr umweltfreundlich aus. Beachtet man aber, dass am Abend die Scooter mit einem Van mit Verbrennungsmotor eingesammelt und aufgeladen werden, dann geht der Klimafaktor wieder etwas verloren.

Das in Berlin agierenden Start-Up Tier (App Store-Link) will hier jetzt nachbessern. Denn die E-Scooter-Flotte wird mit wechselbaren Akkus ausgestattet, die mit elektrischen Lastfahrrädern und Elektrolieferwagen zu den Rollern gefahren werden. Tier möchte im nächsten Jahr klimaneutral sein.

Mit dem Austausch der E-Scooter startet man in Paris. Hier sind rund 200 neue Scooter im Einsatz, bei denen der Akku getauscht werden kann. Im November 2019 soll dann die ganze Flotte in Paris mit tauschbaren Akkus verfügbar sein. Des Weiteren bieten die neuen Roller ein größeres Vorderrad für mehr Stabilität. Sukzessive soll die ganze Flotte auf das neue Modell umgestellt werden.

Lawrence Leuschner, CEO and Co-Gründer:

Auswechselbare Batterien sind ein echter ökologischer Wendepunkt für die gesamte E-Scooter-Industrie. Als führender europäischer Anbieter sind wir stolz darauf, die ersten zu sein, die mit diesem Modell arbeiten. Dies ist ein großer Fortschritt in unserer Mission, die Mobilität für immer zu verändern und in den nächsten 12 Monaten als Unternehmen völlig klimaneutral zu werden.

Ihr wollt Tier ausprobieren? Über diesen Link könnt ihr euch eine Freifahrt sichern. 

‎TIER - Scooter Sharing
‎TIER - Scooter Sharing
Entwickler: Tier Mobility GmbH
Preis: Kostenlos

Kommentare 12 Antworten

  1. Elektroantrieb ist weder die Zukunft noch klimaneutral. Offensichtlich hat sich dieser Blödsinn in so manche Köpfe eingebrannt, sodass gar nicht mehr vernünftig diskutiert wird.
    Die Elektroroller sollten zudem alle wieder verboten werden, ich sehe hier nur Gestörte durch die Gegend fahren.

      1. Fahrrad wäre da schonmal eine Möglichkeit. Und natürlich die Brennstoffzelle, die aktuell aber noch nicht soweit ist.
        Batterien sind tatsächlich nur eine Übergangslösung, was die Umweltverträglichkeit betrifft.

  2. Welcher Bedarf wird denn mit den Mietrollern gedeckt?
    Das sind doch eigentlich genau die Strecken,die bisher fußläufig erledigt wurden…
    Die Geschäftsgebiete sind identisch mit denen anderen Sharingdiensten..also quasi da wo man Fahrräder leihen kann,kann man jetzt auch Scooter leihen..

  3. So lange die Batterien und Energie nicht aus nachhaltigen Ressourcen kommen, ist das doch Leutverarscherei…
    Und mal ehrlich, ist das so eine innovative Idee mit den austauschbaren Akkus, dass man da nicht dran denken konnte, bevor man das alles gestartet hat? 🤔
    Als E-Scooter-Betreiber wäre das eine meiner ersten Fragen/Anforderungen an den Hersteller…

    1. Austauschbare Akkus verkomplizieren die Bauweise und machen sie teurer. Die erste Anforderung der Anbieter ist eine kostengünstige und verlässliche Bauweise ;).

      Ansonsten musst du hier die Politik anprangern, dass sie den Kohleboom ermöglicht und beschleunigt haben.

      Grundsätzlich ist jedoch die reine Energiebilanz eines Kraftwerks grundsätzlich vielfach besser eines jeden Verbrenners oder Kleinhybriden.

  4. Ich halte das für Augenwischerei. Gut, fährt halt ein Fahrzeug weniger herum, um die Dinger zum Laden einzusammeln. Trotzdem müssen die Scooter auch weiterhin eingesammelt und neu verteilt werden. Ich sehe die immer in Reih und Glied, gerne auch unter Benutzung eines beträchtlichen Teiles vom Gehweg, herumstehen. Und das machen wohl kaum die Nutzer. Die stellen die Scooter dort ab, wo sie ihnen von den Füßen fallen. Davon abgesehen betrachte ich die Dinger eher als wenig nützlich in Bezug auf „Klimaschutz“, auch nicht mit Wechselakkus. Autofahrten werden damit wohl kaum vermieden. Da ist es eher der zusätzliche Spaß- und Coolnessfaktor, der zählt. Und zusätzlich produzierte Akkus und Elektronik für Fahrzeuge, die in kurzer Zeit herunter gewirtschaftet sind. Schönes Geschäftsmodell, aber nix für den Umweltschutz.

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