Transmission: BitTorrent-Client für den Mac wurde mit Ransomware verseucht

Auf dem Mac muss man sich bisher keine generellen Gedanken um Viren und Trojaner machen – doch mittlerweile nimmt die Anzahl der Angriffe zu. Nun hat es Ransomware erwischt.

Transmission

Nutzer des Bittorrent-Client Transmission sollten unbedingt überprüfen, welche Version derzeit auf ihrem Mac installiert ist. Nachdem die Webseite der Entwickler gekapert wurde, ist eine mit einer Malware ausgestattete Version der Software in den Umlauf geraten. Mittlerweile ist der Fehler mit einem Update auf Version 2.9.1 behoben, trotzdem dürften zahlreiche Nutzer in die Falle getappt sein.

Laut Medienberichten soll es sich um einen Ransomware-Malware handeln, die Dateien auf der Festplatte verschlüsselt und dann eine Lösegeldforderung an den betroffenen Nutzer stellt. Bezahlt werden soll 1 Bitcoin, was umgerechnet fast 400 Euro entspricht. Ob die Verschlüsselung der Dateien danach tatsächlich aufgehoben wird, steht stattdessen auf einem anderen Blatt. Die Infizierung über Transmission ist der bisher erste bekannte Fall in der Mac-Welt.

Mittlerweile haben auch die Entwickler von Transmission Stellung genommen: „Jeder, der Version 2.90 auf dem Mac nutzt, sollte sofort ein Update auf Version 2.91 durchführen oder die bestehende Installation löschen, da man eine mit Malware infizierte Datei installiert haben könnte.“ Ob man tatsächlich betroffen ist, könne man durch einen Blick auf die Aktivitätsanzeige feststellen. Läuft dort ein „kernel_service“, sollte man den Mac auf eine Datei wie beispielsweise „/Users//Library/kernel_service“ durchsuchen – das dürfte dann die Malware sein.

Auf einem anderen Blatt steht, ob man tatsächlich einen BitTorrent-Client laden muss. Die Software ist bekannt dafür, oft für den Download von Raubkopien genutzt zu werden. Mit jedem Download verteilt man gleichzeitig auch Daten und macht sich damit doppelt strafbar. Dass es legale Alternativen gibt, haben wir zuletzt mit einem Hinweis auf die 99-Cent-Aktion für Filme bei Amazon gezeigt.

Kommentare 3 Antworten

  1. Sich „keine Gedanken zu machen“ ist grundsätzlich falsch. Klar gibt es auch einige Sicherheitslücken, welche manchmal sogar Monate offen sind, sowie Trojaner und Viren für OS X. Diese sind aber aktuell noch eher selten. Da allerdings inzwischen auch immer mehr Macs benutzt werden als vor 5 Jahren, wird das natürlich nun auch attraktiver für Kriminelle und das kann ein Grund sein, weswegen das in den nächsten Jahren bestimmt etwas öfter vorkommen wird.

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