X is for X-Ray: Ungewöhnliche Sicht auf Alltagsdinge

Wie ein Wecker oder ein Motorrad von außen aussieht, weiß wohl so ziemlich jeder. Das Innere bleibt einem jedoch oft verborgen – X is for X-Ray schafft diesbezüglich Abhilfe.

So richtig einzuordnen weiß ich diese App auch nach eingehender Betrachtung nicht so recht: Ist es ein Buch, eine Wissens- oder Lern-App? Ein bißchen von allem lässt sich in der erst vor wenigen Tagen erschienenen App finden, die in zwei verschiedenen Versionen für das iPad (App Store-Link) und das iPhone (App Store-Link) erhältlich ist. Während man für die 388 MB große iPhone-Variante 2,39 Euro zahlt, schlägt die iPad-App mit ihren 410 MB mit 5,99 Euro zu Buche.


Doch um was geht es genau bei X is for X-Ray? Wie der Titel schon vermuten lässt, dreht sich hier alles um Röntgenbilder (engl. „x-rays“), und zwar die des Fotografen Hugh Turvey. Der gute Mann hat verschiedenartigste Alltagsgegenstände wie Lampen, Teddybären, Wecker oder auch Toaster abgelichtet – einmal normal, und einmal als Röntgenbild. In der App finden sich 26 dieser Gegenstände, jedes wird mit einem Infotext und einem lustigen, meist vierzeiligen Gedicht ergänzt.

Wer über eine 3D-Brille verfügt, kann sich auch 3D-Bilder der Objekte anzeigen lassen. Aber auch ohne ein solches Gimmick hat man seinen Spass: Die Gegenstände lassen sich mittels Fingerwisch um die eigene Achse drehen, und mit einem Abwärtswisch langsam in ihr Röntgen-Abbild verwandeln.

Auch audiotechnisch wird einiges geboten: Im Hauptmenü klingelt, röhrt, klackert und zwitschert es, die Gegenstände geben ihre typischen Geräusche von sich. Im Objekt-Menü kann man sich auch die kleinen Reime von einer wirklich witzigen und zugleich angenehmen männlichen Sprecherstimme vorlesen lassen.

Kleines Manko zum Schluss: Leider sind alle Inhalte nur in englischer Sprache verfügbar. Wer sich nicht so sehr für die Infotexte, sondern nur für die interessanten Fotos interessiert, kann aber trotzdem nicht viel falsch machen mit X is for X-Ray. Lediglich der Preis scheint ein klein wenig überhöht für den Umfang zu sein – hier hätten 1,59 bzw. 3,99 Euro sicher auch gereicht. Dafür bekommt man allerdings auch wunderschöne und interessante Einblicke in Gegenstände des täglichen Lebens, die ob ihrer Ästhetik sicher einen (Röntgen-)Blick wert sind.

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Kommentare 6 Antworten

  1. Zu schade dass es nur in Englisch ist. Sonst wäre es sicher auch für neugierige Kinder klasse. Die gehen ja den Dingen gern auf den Grund und bevor der Toaster aufgeschraubt wird wie das eigene ferngesteuerte Auto wäre so ein Blick ins Innenleben der Dinge sicher eine spannende Sache. Schade auch der hohe Preis für die IPad Version… Ist bekannt ob es weitere Bilder geben wird?? Dann wäre es eine Überlegung wert…..

    1. Hast du die App gekauft? Da sind noch eine Menge Infos dabei, und die Hinweise zum Fotografen findet man dort nur sehr versteckt. Für mich deswegen eine kunterbunte Mischung aus allem.

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