5G-Netz in Deutschland: Bundesnetzagentur legt Versorgungsrichtlinien für Frequenzauktion fest

Im Frühjahr 2019 sollen die neuen 5G-Frequenzen in Deutschland vergeben werden.

Mobilfunk Netz Turm

Im Vorfeld sorgte die baldige Frequenzverteilung für den neuen schnellen Mobilfunkstandard 5G für einige Schlagzeilen: Vor allem die großen Mobilfunk-Provider und einige Stimmen aus der Politik machten laut, dass eine flächendeckende Versorgung nicht zwangsläufig notwendig sei, da diese mit zu hohen Kosten verbunden sein würde. 

Nun hat die Bundesnetzagentur die Versorgungsrichtlinien im Vorfeld der im Frühling 2019 stattfindenden Frequenzauktion festgelegt, so dass der Vergabe nichts mehr im Weg stehen sollte. Die Vorgaben sind dabei sogar noch strenger gehandhabt worden als ursprünglich vor ein paar Monaten geplant war. Mit diesen Auflagen steht damit fest, welche Vorlagen die Mobilfunkbetreiber erfüllen müssen, um sich 2019 entsprechende Frequenzen für den 5G-Standard sichern zu können.

Keine eindeutigen Vorgaben beim nationalen Roaming

Der Beschluss sieht vor allem eine Gewährleistung einer Grundversorgung vor, die auch bundesdeutsche Verkehrswege beinhalten soll. Es heißt, dass bis zum 31. Dezember 2022 mindestens 98 Prozent aller Haushalte mit mindestens 100 Mbit/s versorgt werden müssen, gleiches gilt auch für Autobahnen und Bundesstraßen, ebenso wie für Bahnlinien mit einer Frequentierung von mehr als 2.000 Fahrgästen am Tag.

Probleme könnte es laut kritisierenden Verbraucherschützern jedoch beim nationalen Roaming – der Möglichkeit, ein Fremdnetz zu nutzen, wenn das eigene nicht verfügbar ist – geben. Die Bundesnetzagentur habe es versäumt, hier entsprechende Vorgaben in die Versorgungsrichtlinien zu integrieren. Da die Vorgabe der abzudeckenden Verkehrswege nicht von jedem Mobilfunkbetreiber erfüllt werden muss, sondern nur die übergreifende Versorgung von Bedeutung ist, könnte es trotz allem passieren, dass man auch bei offizieller 98 Prozent Netzabdeckung mit seinem eigenen Provider in der Bahn keinen Empfang hat, weil ein anderer Netzbetreiber hier mit Frequenzen zuständig ist. Aktuell sind die Provider lediglich verpflichtet, über eine mögliche Zusammenarbeit in technischer Hinsicht mit ihren Mitbewerbern zu verhandeln. Weitere Informationen gibt es in einem offiziellen Dokument der Bundesnetzagentur.

Kommentare 15 Antworten

  1. So lang die Regierung noch immer Milliardenbeträge für die Lizenzen fordert, werden wir über den Mobilfunk eines deitte Welt Landes nicht hinauskommen.

    1. Sehe ich genauso.

      Während z.B. in Teilen Afrikas das Netz fast überall problemlos verfügbar ist, hängt man in Deutschland immer wieder hinterher, wenn man mal mehr als 2 Km mit der Bahn fährt.

      Eigentlich schon traurig, wo Deutschland doch so ein modernes Land sein soll…

    2. Schön wärs! Die Dritte Welt hat teilweise ausgezeichneten Empfang mit sehr hohen Geschwindigkeiten. Mit sowas kann man hierzulande noch nicht konkurrieren ?

  2. 2% der Bevölkerung sind laut den vorgegangen Diskussion 15-20 Prozent Fläche in D. Das ist der gleiche Murks wie bei 4G. Die lernen ja nie draus. Und richtig, wenn ich Milliarden für die Lizenzen verlange, dann brauch ich mich doch nicht wundern, wenn man keine zig Milliarden zusätzlich für den Ausbau berappen soll. Nationales Roaming wieder gescheitert, dadurch hätte man Investitionskosten sparen können.
    Also mehr „Dummheit“ kann man hier kaum auf einem Haufen finden.
    Und ich schieße nicht auf die Provider. Die holen das maximale für die eigene Firma raus. Würde jeder machen. Ich spreche von der Politik, die eine Aufgabe für unsere Wirtschaft und uns als Nation erfüllen müssen. Und da muss man schlicht die richtigen Forderungen stellen. Ich kapiere es nicht wie man immer und immer wieder den gleichen Fehler macht und danach auf die Provider schimpft (als Politiker).

      1. Warte mal…
        ja, natürlich war ich wählen.
        Und waren es nicht die Parteien, die gesagt haben es wird besser?
        Ich liebe die Demokratie. Nur kann ich beim besten Willen in vielen Punkten nicht so richtig erkennen, wie die Stimme des Volkes umgesetzt wird und das enttäuscht mich, denn zur Demokratie gibt es KEINE Alternative.
        Also bleibt weiterhin zu hoffen, dass wir weiterhin das richtige wählen gehen.

    1. Jaja, „versteigert“… und die Regierung hat hierbei auch klare Vorstellungen, was sie bekommen möchten. Von daher ein absoluter Irrglaube, dass die einfach nur versteigert werden…

  3. Kann mir mal jemand erklären wieso die Regierung eigentlich die Frequenzen versteigern kann? Das ist ein Industrie Standard wo die Regierung doch mit der Entwicklung nichts zu tun hatte, oder?

    1. Selbstverständlich wird Entwicklung auch hier staatlich Gefördert, schau Dir mal zB mal an, wer eigentlich die Frauenhofer Institute (sind) finanziert und mit Studien beauftragt, die Genehmigung zur Nutzung der Frequenzen ist eine hoheitliche Aufgabe, ergo auch Kostenpflichtig für den Betreiber der Sendeanlage…..

      1. Das die Regierung Forschung finanziert steht außer Frage aber 5G kommt das überhaupt von uns. Das sich die Unternemen einigen müssen wer welche Frequenz nutzen kann ist klar. Ich will damit zum Ausdruck bringen das ich es nicht verstehe warum wir in der Lage sind damit Geld zu verdienen, wenn wir damit doch nichts am Hut haben, bis auf die Ländereien in denen es nach unserer Meinung installiert werden soll? Und die Forschung lass ich in diesem Fall mal außer Betracht weil ich nicht weiß ob es tatsächlich dazu Forschung gibt bei uns. Die Forschung wird von Steuergeldern finanziert und nicht mit einem Kredit der später dank der Versteigerung abgelöst werden muss. Bzw. wird das Geld in die Ausbildung gesteckt, wofür man auch nicht erwarten kann bezahlt zu werden bis auf die höheren Steuer Einnahmen aufgrund der besseren Bezahlung

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