Aerofly 2: Die neue Flugsimulator-Konkurrenz von X-Plane 10 macht es deutlich besser

Erst vor kurzem haben wir euch den neuen Flugsimulator X-Plane 10 für iOS vorgestellt. Mit Aerofly 2 gibt es nun eine direkte Konkurrenz.

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Bereits der Vorgänger Aerofly FS (App Store-Link) wurde im App Store mit großer Begeisterung aufgenommen – nun haben die Developer von IPACS den Nachfolger Aerofly 2 veröffentlicht. Aerofly 2 (App Store-Link) ist als Universal-App zum Preis von 4,49 Euro im deutschen App Store erhältlich und beinhaltet in diesem Kaufpreis bereits sechs verschiedene Flugzeuge (F-18, Learjet 45, C172, Baron 58, ASG 29 Segler und Pitts S-2B Doppeldecker). Weitere acht Flugzeuge, darunter eine Boeing B747-400 und ein Airbus A320, können per In-App-Kauf bei Bedarf einzeln nachgekauft werden.

Bedingt durch die hohen grafischen Anforderungen ist Aerofly 2 mit Geräten ab dem iPad 2 und dem iPhone 4S kompatibel – iPod Touch-Modelle sowie das iPad 1 und das iPhone 4 werden seitens der Entwickler nicht unterstützt. Zudem sollte man auf dem zu installierenden iDevice neben iOS 7.0 oder neuer auch 1,55 GB an Speicherplatz freihalten, für die Installation selbst ist oft die doppelte Kapazität notwendig. Erfreulicherweise ist Aerofly 2 – entgegen der Beschreibung im App Store – bereits seit Release am 14. Dezember dieses Jahres in deutscher Sprache nutzbar.

Aerofly 2 bietet Anfängern eine Flugschule mit mehr als 20 Lektionen

Geflogen werden kann in diesem Flugsimulator in der Region um San Francisco in Kalifornien, und zwar laut Angaben der Entwickler in einem mehr als 40.000 Quadratmeilen großen Gebiet. Um sich dort besser zurechtfinden zu können, ist es in den Einstellungen möglich, neben Wetteroptionen und manuellen Steuerungsmöglichkeiten auch Städtenamen und Bezeichnungen von Bergen während des Fluges einzublenden.

Bevor man sich allerdings in die Lüfte begibt, ist es hilfreich, die mehr als 20 Lektionen umfassende Flugschule zu besuchen, um für richtige Flüge gewappnet zu sein. Anders als beim Konkurrenz-Simulator X-Plane 10 findet man in Aerofly 2 allerdings keine umfassenden Missionen oder Challenges, sondern konzentriert sich vielmehr auf die Flugschule und eigenes freies Fliegen. Hierbei kann eine bestimmte Route oder ein Startort auf einer Karte ausgewählt werden – unter anderem lässt es sich so von Palo Alto aus starten oder einen Landeanflug auf den San Francisco International Airport wagen.

In-App-Käufe von Aerofly FS können nicht übernommen werden

Grafisch ist Aerofly 2 dem Kontrahenten X-Plane 10 deutlich überlegen – die Umgebungen wirken hochwertiger und detaillierter, und auch die Flugzeug-Renderings sind hochqualitativ und auf meinem Testgerät, einem iPad Air 2, eine echte Freude für das Auge. Wechselt man von zwei verschiedenen Außenansichten dann in den Cockpit-Modus, gibt es eine äußerst realistische Darstellung mit gedämpften Motorgeräuschen, Spiegelungen auf der Cockpit-Scheibe und rotierendem Propeller (je nach gewähltem Flugzeugmodell).

Nichts desto trotz sollte man nicht vergessen, dass es sich auch bei Aerofly 2 um einen Flugsimulator für mobile Geräte handelt. Die Steuerung, die wahlweise per Gyrosensor zum Neigen und Kippen des Flugzeugs oder per Wischgesten ausgeführt werden kann, ist eher im Arcade-Stil gehalten und wenig umfangreich. Ohne spezielle Dritt-Controller wird man aber einen solchen Simulator auf einem Mobilgerät anders kaum umsetzen können.

Einziges Manko von Aerofly 2 ist die Tatsache, dass bisherige Nutzer der Vorgänger-Version Aerofly FS bei In-App-Käufen erneut zur Kasse gebeten werden. Dieses Vorgehen beschert Aerofly 2 im App Store auch einige negative Rezensionen. Wer allerdings einen realistischen Flugsimulator mit ansprechender Grafik sucht, sollte sich den Titel definitiv genauer ansehen – Nutzer, die eher Wert auf Missionen und Challenges in verschiedenen Fluggebieten bei durchschnittlicher Grafik legen, sind mit X-Plane 10 (App Store-Link), das gratis ausprobiert werden kann, besser bedient.

Kommentare 10 Antworten

  1. Ein super Flugsimulator! Nur der Autopilot spielt bei mir noch manchmal im Landeanflug verrückt, aber ansonsten gibt es nichts zu bemängeln.

    Zu den In-App Käufen, die man erneut kaufen muss: Da fehlt seitens Apple eine Möglichkeit für die Entwickler!

      1. Theoretisch ja, aber wenn ich mich mit einer sehr geringen Sichtweite und totaler Dunkelheit im Landeanflug befinde, dann ist der Autopilot schon eine Unterstützung. Mir ist es Nachts mehrmals passiert, dass ich eine bestimmte Höhe eingestellt habe, das Flugzeug aber dennoch weiter gesunken ist.

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