Airpaq: Rucksack-Hersteller nimmt alte Rucksäcke gegen Einkaufsgutschein zurück

Recycling-Prozess für neue Produkte

Die Rucksäcke des Kölner StartUps Airpaq haben auch schon in unserer Redaktion Einzug gehalten. Die Alltagsbegleiter sind etwas ganz Besonderes und werden aus alten Auto-Airbags und Sicherheitsgurten hergestellt. Mit den Modellen Airpaq Classic und Airpaq Unicolor gibt es sowohl farbenfrohe, als auch schlicht gehaltene Exemplare für jeden Geschmack. Neben den Rucksäcken bietet Airpaq mittlerweile auch Bauchtaschen, Turnbeutel und Fliegen im hauseigenen Webshop an.

Mit einer lobenswerten Aktion macht man nun erneut auf sich aufmerksam: Wie das Upcycling-Unternehmen in einer E-Mail an uns berichtet, will man ab dem 1. Mai dieses Jahres gebrauchte Rucksäcke zurücknehmen, um Bestandteile dieser dann zu neuen Produkten wiederzuverwerten.


Die Airbag-Stoffe werden für kleinere Produkte wie Caps, Fliegen und Bauchtaschen weiterverarbeitet. Nach dem „Cradle to Cradle-Prinzip“ sollen so Ressourcen recycelt und eine technische Kreislaufwirtschaft mit weniger Verschwendung entstehen. Kunden, die ihre alten gebrauchten Rucksäcke auf diese Weise einreichen, erhalten gleichzeitig einen 50 Euro-Einkaufsgutschein, um sich einen neuen Rucksack kaufen zu können. Die Rückkaufaktion läuft dabei wie folgt ab:

„Regelmäßig werden die auf Schrottplätzen in Köln und Umgebung gesammelten Sitzgurte und Gurtschlösser zum Produzenten am EU-Standort in Rumänien verschickt. Ab 1. Mai werden alle gebrauchten Rucksäcke in Köln gesammelt und gemeinsam mit der nächsten Lieferung vom Schrottplatz an den Produzenten gesendet. Beim Produzenten angekommen, werden die Rucksäcke in ihre Einzelteile zerlegt, Gurtschlösser und Versteller werden gereinigt und wiederverwertet. Die Airbag-Stoffe werden herausgeschnitten und gesäubert und für die Produktion kleinerer Produkte wie die Herren-Fliege und die Bauchtasche verwendet.“

Das sogenannte Cradle-to-Cradle-Prinzip (C2C) bedeutet wortwörtlich „Von der Wiege zur Wiege“ und beschreibt eine perfekte Kreislaufwirtschaft ohne Müll, im Vergleich zur Wegwerfgesellschaft. Bisher spricht man eher vom „Cradle to Grave-Prinzip“, denn Produkte werden überwiegend nicht recycelt, sodass sie nach ihrer Nutzung auf dem Müll landen. Für Neuproduktionen werden immer neue Rohstoffe benötigt, die nur begrenzt vorhanden sind und zusätzlich einen erheblichen Teil der Umweltverschmutzung ausmachen. Der Rückkauf gebrauchter Airpaq-Produkte ist also ein gutes Beispiel für einen nachhaltigen Umgang mit Ressourcen.

Natürlich sollte man aber zunächst davon ausgehen, dass die Airpaq-Rucksäcke einige Jahre ihren Dienst auf dem Rücken leisten, ehe sie den Weg in den Recycling-Kreislauf antreten müssen. Den Testbericht von Fabian zum Airpaq Classic findet ihr abschließend zum Nachlesen hier.

Anzeige

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Copyright © 2021 appgefahren.de