AirTags: Parlament in Ohio stellt Stalking unter Strafe

Neues Gesetz soll Personen schützen

Die AirTags sind im Alltag eine feine Sache: Sie lassen sich bequem an verschiedensten Objekten anbringen und helfen so beim Auffinden oder als Diebstahlschutz. In der Vergangenheit wurden aber immer wieder Fälle bekannt, in denen die kleinen Wireless Tracker auch für böswillige Zwecke verwendet wurden, beispielsweise für den Diebstahl von Luxusfahrzeugen oder auch zum Stalking von Personen. Apple selbst verurteilt ein solches Verhalten und hat mittlerweile zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen ergriffen, um diesen Taten vorzubeugen.

„AirTags wurden entwickelt, um Menschen dabei zu helfen, ihr persönliches Eigentum zu finden, und nicht, um Personen oder das Eigentum einer anderen Person zu verfolgen. Wir verurteilen jede böswillige Nutzung unserer Produkte auf das Schärfste.“

So äußerte sich Apple in einem Blogeintrag im Februar dieses Jahres. In den USA gehen nun mehrere Bundesstaaten gegen das Stalking mittels digitaler Hilfsmittel wie den AirTags von Apple vor und stellen eine solche Tat unter Strafe. Das Parlament im US-Bundesstaat Ohio beispielsweise hat einen Gesetzesentwurf („HB672“) auf den Weg gebracht, der „es einer Person im Allgemeinen, wissentlich ein Ortungsgerät oder eine Anwendung auf dem Eigentum einer anderen Person ohne deren Zustimmung zu installieren“, verbietet. So berichtet 9to5Mac. Mindestens 19 weitere US-Bundesstaaten haben bereits Gesetze gegen elektronisches Stalking erlassen.


„Überwiegende Anzahl der Berichte kam von Frauen“

In einem lesenswerten Artikel von Motherboard wird das ganze Ausmaß des AirTag-Stalkings deutlich. Die Redaktion hatte bei Dutzenden der größten US-Polizeidienststellen Unterlagen angefordert, in denen in einem Zeitraum von acht Monaten AirTags erwähnt wurden. Man erhielt 150 Berichte, in 50 Fällen hatten Frauen aufgrund von unbefugten Trackings Anzeige erstattet.

„Von diesen konnten 25 einen Mann in ihrem Leben identifizieren – ihren Ex-Partner, Ehemann oder Chef -, von dem sie stark vermuteten, dass er die AirTags an ihren Autos angebracht hatte, um sie zu verfolgen und zu belästigen. […] In einigen Fällen waren die Frauen noch in Beziehungen oder Ehen mit den Männern, die sie verfolgten. Diese wurden körperlich gewalttätig, wenn sie mit den AirTags konfrontiert wurden. Die überwiegende Anzahl der Berichte kam von Frauen. Nur in einem der 150 Fälle, die wir überprüft haben, ging es um einen Mann, der seine Ex-Freundin verdächtigte, ihn mit einem AirTag zu verfolgen.“

Apple versucht seit einiger Zeit, das Stalking mittels AirTags zu unterbinden. So hat man mit den letzten Updates für den Wireless Tracker eine Datenschutzwarnung beim Einrichten eines AirTags integriert, zudem geben AirTags mit der aktuellen Firmware einen lauten Ton aus, wenn sich ein unbekannter AirTag in der Nähe befindet.

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Kommentare 3 Antworten

  1. Leicht OT: Gestern erhielten meine Frau und ich fast gleichzeitig den Stalking-Alarm. Ihr privates iPhone und mein privates iPhone fühlten sich von meinen Airpods Pro verfolgt. Die AirPods sind mit meinem dienstlichen iPhone gekoppelt. Dieses war aber gerade ausgeschaltet, während wir gemeinsam eine ca. 60 km lange Fahrt mit dem Auto unternommen haben. Als wir zu Hause angekommen sind, erhielten wir in 2 Minuten Abstand die Warnung. Tja, es funktioniert halt. 👍🏻

    1. Stimmt, habe ich jedes mal wenn mein Frau und ihr Schlüsselbund mit mir länger im Auto fahren. Wir haben verschiedene Apple ID, und da fehlt halt ein Familienkonto für die AirTags

      1. @3766: Familienkonto würde das von mir beschriebene Szenario nicht lösen. Mein privates und mein dienstliches iPhone haben unterschiedliche AppleIDs, und das aus gutem Grund. 😉
        Aber es passt schon. Ich freue mich zu sehen dass es funktioniert. Works as advertised.

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