Animojis auf dem iPhone X: Apple wird von japanischem Unternehmen verklagt

Mit dem iPhone X sollen erstmals sogenannte Animojis, animierte Emojis, Einzug halten. Apple muss sich diesbezüglich auf eine Klage einstellen.

iPhone X Animoji

Wie unter anderem das Tech-Magazin The Verge berichtet, ist Apple jüngst von einer japanischen Firma verklagt worden, die das Markenzeichen für „Animoji“ auf dem US-amerikanischen Markt inne hält. Das in Tokio ansässige Unternehmen Emonster reichte am letzten Mittwoch eine Klage beim US-Bundesgericht ein und begründete dies mit Apples Entscheidung, „bewusst den Namen für sich zu stehlen“, wie Emonster-CEO Enrique Bonansea, ein in Japan lebender US-Bürger, erklärte.

Die Entwickler von Emonster haben seit 2014 eine eigene App namens „Animoji“ im App Store veröffentlicht, die es dem Nutzer ermöglicht, animierte Emojis, ähnlich wie ein GIF, an Freunde zu verschicken. Momentan ist die Animoji-App (App Store-Link) auch im deutschen App Store erhältlich, wo sie kostenlos geladen und mit einem In-App-Kauf in Höhe von 1,09 Euro werbefrei geschaltet werden kann.

Das ebenfalls von Apple als Animoji betitelte Feature des neuen iPhone X sorgte für einige Lacher auf der iPhone X-Keynote: Mittels der Gesichtserkennung des iPhone X ist es möglich, das eigene Gesicht in ein animiertes Emoji zu verwandeln und diesem entsprechende Gesichtsausdrücke zu verleihen. In der eingereichten Klage wird auf den Umstand hingewiesen, dass sowohl die Animoji-App als auch Apples iPhone X-Funktion die gleiche Plattform nutzen und dabei beide Bewegungsanimation anbieten, und es daher Aufgabe des Gerichtes sei, für den Ausschluss einer der beiden Anbieter zu sorgen.

Apple wollte Marke bereits im September stornieren lassen

In der Anklage heißt es weiter, dass Apple von Emonsters Markenzeichen „Animoji“ wusste, da die App im App Store vorhanden ist. Offensichtlich bot Apple dem Unternehmen an, die Marke zu kaufen, und als dies von Emonster abgelehnt wurde, übernahm man den Namen trotzdem. Und obwohl Emonster das Markenzeichen seit 2015 besitzt, reichte Apple im September dieses Jahres eine Petition ein, die Marke zu stornieren. Der Konzern aus Cupertino begründete dies mit der Tatsache, dass Emonster das Markenzeichen auf ein nicht existierendes Unternehmen registrierte und aus diesem Grund den Namen „Animoji“ nicht besitzen dürfe.

Nichts desto trotz fordert Emonster in der eigenen Klage einen nicht definierten Betrag an Schadensersatz und will verbieten, dass Apple den Namen „Animoji“ weiter verwenden darf. Wir dürfen gespannt sein, wie sich diese gerichtliche Auseinandersetzung entwickelt und welcher Partei am Ende recht gegeben wird. Foto: Apple.com

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