Autobahn App: Neue App des Bundes startet heute offiziell

Braucht man so etwas wirklich?

In etwas mehr als zwei Wochen geht es für mich wieder in den Urlaub. Aus Bochum werden wir uns mit dem Auto auf den Weg nach Oberstdorf machen – und dabei natürlich diverse Autobahnen nutzen. Von der A40 geht es über die A45 und A3 bis auf die A7 immer weiter Richtung Süden. Informationen rund um diese Route soll man ab sofort auch über die offizielle Autobahn App (App Store-Link) bekommen, die von der Autobahn GmbH des Bundes bereitgestellt wird.

Zunächst habe ich mir natürlich die Frage gestellt: Was soll mir eine solche App bieten. Der Bund liefert zum Glück eine umfassende Antwort: „Die Autobahn App spricht Nutzerinnen und Nutzer der deutschen Autobahnen an, die zusätzlich zu den Möglichkeiten ihrer verwendeten Navigations-App weitere verlässliche Informationen zu den Autobahnen des Bundes suchen. Insbesondere Vielnutzerinnen und -nutzer wie Pendlerinnen und Pendler oder Berufskraftfahrerinnen und -fahrer erhalten wertvolle Zusatzinformationen zur aktuellen Verkehrslage und zu geplanten und aktuellen Baustellen.“


Auf den ersten Blick hat die neue Autobahn App auf mich nicht unbedingt einen sexy Eindruck gemacht, die gesamte Aufmachung mit ihren überaus langen Listen von Webcams und Rastplätzen wirkt definitiv sehr nüchtern. Und wenn dann auch noch ausgerechnet die Webcams nicht funktionieren, die man sich unbedingt ansehen möchte, ist die Sache dann auch noch ziemlich ernüchternd.

Die Autobahn App punktet eher auf den zweiten Blick. So kann man beispielsweise oft befahrene Routen speichern und dann direkt auf dem Startbildschirm der App sehen, ob es aktuelle Informationen gibt. Und gerade bei Baustellen kann die App durchaus punkten: Man sieht nämlich nicht nur, dass es gerade eine Baustelle gibt, sondern auch wie lang die Baustelle ist, wie lange dort noch gebaut wird und wie viele Fahrstreifen zur Verfügung stehen. Ebenso kann man sich Webcams und Rastplätze entlang der Route anzeigen lassen.

Spannend: Die App soll sogar Informationen zu geplanten Baustellen und Sperrungen anzeigen, wobei mir hier bisher noch nichts über den Weg gelaufen ist. Schaden kann der Download jedenfalls nicht, zumal er nur knapp 40 MB groß ist.

‎Autobahn App
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Preis: Kostenlos

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Kommentare 19 Antworten

  1. Sorry aber die App ist überflüssig wie nur was. Staus und Baustellen werden auch in Navigeräten angezeigt. Wahrscheinlich sogar schneller und genauer weil hier mehrere Parameter zusammenlaufen.

    1. Die App ist mit dieser Version schon in Ordnung, zumal sie dein Geld höchstens indirekt kostet. Die vorherige Version war praktisch unbrauchbar. Ob Staus schneller gemeldet werden als bei Navis wird die Erfahrung lehren. Die Baustellen sind aller Wahrscheinlichkeit nach eher drin, weil die Autobahn GmbH den Beginn ihrer (geplanten) Baustellen früher kennt als jeder Navianbieter.

      1. Baustellen tangieren mich als Autofahrer auch gar nicht. Ob eine geplante Baustelle nun einen Monat vor Beginn drin steht, geschenkt. Wenn die Baustelle da ist, steht sie auch in den Nivigeräten drin. Lkw Fahrer interessiert das auch nicht wirklich, weil die Baustellen so eingerichtet werden müssen, das diese eben auch durchkommen. Einzig Großraumtransporte interessiert das frühzeitig. Aber die müssen die Strecke eh checken und bis die Anordnungen da sind, sind die Planungen eh schon durch. Von daher 0 Mehrwert

        1. Es geht gar nicht darum, dass Baustellen einen Monat vorher drin stehen. Mit dem Tag, den die verkehrbehördliche Anordnung vorsieht, reicht es aus. Theoretisch könnten das auch die Navihersteller, da die Autobahn i. d. R. eine Pressemitteilung herausgibt, praktisch klappt das nur selten. Sei‘s drum. Es zwingt dich niemand, diese App zu nutzen. Aber wenn du glaubst, die Steuergelder wären deshalb noch da oder für andere, eventuell sogar sinnvollere Dinge ausgegeben worden – träum weiter!

  2. Ich würde mich nur aufregen, wenn Andy für die App Geld ausgegeben hätte, aber die Förderung in Höhe von 900€ pro Ladepunkt nicht verlängert hätte. Aber so, hat er meinen Segen.

    1. Wer hat sie denn bezahlt? Vermutlich wir alle. Andy wollte halt hippe Apps verweisen. Einen Sinn sehe ich darin auch nicht.

      1. Ärgern dich die 900.000.000,00 Millionen für Ladestationen nicht mehr? Oder die Verlängerung der Umweltprämie für Elektrofahrzeuge inkl. Plug-In-Hybride von 6.000€ pro Fahrzeug? Dagegen ist diese App mit Peanuts bezahlt.

  3. Blödsinn so etwas. Habe das Gefühl, dass manchmal zwanghaft nach Möglichkeit gesucht wird etwas digital anzubieten nur weil man denk man ist hipp und muss so was…

    Die hätten sich lieber mal mit etablierten Anbieter wie z. B. Google, Apple, etc. an einen Tisch gesetzt und überlegt, ob und wenn ja wir sie zusätzliche Inhalte bereitstellen und einbinden können (Hinweis dann in der App/Impressum: „in Zusammenarbeit mit xyz“). Kein Mensch will hunderte verschiedene Apps haben – schon gar nicht beim Fahren!

  4. Was die App auf jeden Fall gut kann ist von der Liste der Meldungen/Services zu den einzelnen Einträgen zu springen und beim Zurückgehen dann wieder am Anfang der Liste zu stehen.
    Wer schreibt denn so etwas?

    Für den Elbtunnel gibt es sogar eine Live-Kamera, wohingegen auf der A2/A7 nur Standbilder zu sehen sind.

  5. Man hat den Eindruck in D muss auf zwang, die Steuerkälter unnütz verbraten werden.
    Mit derart unnützen Apps die keinen Mehrwert bieten. Außer das wieder Unsummen ausgegeben werden.

  6. Machen Sie nichts, motzen, machen Sie was motzen.
    Mal sehen wann den Privatenakteuren und den Verlegern das schon wieder viel zu viel ist

    1. Wenn du auf Arbeit nur Mist baust, dann haste auch was getan … aber eben Mist. Da wäre dann „Nichts“ wohl besser gewesen.

    2. Nicht ganz. Machen sie das richtige (die Informationen strukturiert für alle rausgeben), dann manchen Andere was Gescheites draus 😉
      (Und alle sind zufrieden)

  7. Glückwunsch an alle Programmierer:innen, denn scheinbar hat sich die derzeitige Bundesregierung diesen Slogan: „Für alles eine App“ zum Regierungsziel-&-Stil gemacht.
    Die Autobahn GmbH ist seit 01.01.2021 am Start und hat schon ihre erste App!
    Da hat das BMG länger für gebraucht,aber dafür haben sie schon mehr als eine App!
    Bedingt durch die Marktbesessenheit wird es auch noch mehr Apps geben,denn die dürfen ja nie bestehende Apps Konkurrenz machen&somit ist der eingeschränkte Funktionsumfang kein Bug,sondern Feature!

    1. Ich bin bei der Autobahn GmbH im Betriebsdienst beschäftigt und finde die App auch totalen Quatsch. Um den Verkehrsfluss zu beobachten nutze ich Google Maps. Auch haben wir nicht mehr Rechte bei den Kameras, wir können auch nur das sehen was alle sehen. Da hilft auch das iPhone SE nicht weiter welches uns die Autobahn zur Verfügung gestellt hat. Demnächst soll es auch noch iPads geben um direkt die Daten, etwa bei einem Unfall, in SAP einzupflegen.

      Lohnbuchhaltung und Personalwesen wird alles noch mit Excel gemacht. Es gibt auch noch keine eigenen PCs, wir benutzen noch die alten von der Landesverwaltung und greifen über Citrix auf die Autobahnumgebung zu. Ein Speedest hat mir neulich 3Mbit Down- und 1Mbit Upload angezeigt.

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