Eine Abfahrt, drei Kameras: GoPro Hero4 Session, TomTom Bandit & Polaroid Cube+

Beim Skifahren in Schladming hatte ich drei verschiedene Kameras im Einsatz. Bevor ich die Action-Cams ausführlich vorstelle, gibt es eine kleine Übersicht.

GoPro Hero4 Session

Das mit dem Schnee war zwar so eine Sache, letztlich hat die Woche in Österreich aber doch noch Spaß gemacht. Selbst Talabfahrten waren kein Problem, auch wenn nicht alle Pisten geöffnet waren. Selbstverständlich habe ich die Chance genutzt, verschiedene Action-Kameras genauer unter die Lupe zu nehmen. Mit im Gepäck hatte ich die GoPro Hero4 Session, TomTom Bandit & Polaroid Cube+, alle ausgestattet mit WLAN und einer passenden App.

GoPro Hero4 Session: Egal ob Einsteiger oder Profis, GoPro ist nicht umsonst der Markführer in Sachen Action-Kameras. Die Hero4 Session ist das aktuelle Einsteiger-Modell und wurde erst vor einigen Wochen deutlich im Preis reduziert. Neben einer guten Bildqualität und einer Auflösung von bis zu 1440p (bei immer noch flüssigen 30 Bildern pro Sekunde) überzeugt die Kamera auch mit einer besonders einfachen Bedienung und einer schier unendlichen Zubehör-Auswahl. Die kompakte Bauweise der Hero4 Session muss man mit einem nicht wechselbaren Akku bezahlen, der lediglich eineinhalb bis zwei Stunden ausreicht. Die GoPro Hero4 Session ist aktuell für 219 Euro erhältlich. (Amazon-Link)

TomTom Bandit

TomTom Bandit: Diese Kamera ist vollgestopft mit Sensoren und Technik. Die TomTom Bandit zeichnet unter anderem Beschleunigung, Geschwindigkeit, Höhe und mit dem passenden Sensor sogar den Puls auf. Zusammen mit einer modernen App können so innerhalb von Sekunden kleine Highlight-Clips erstellt werden, um die spektakulärsten Szenen einfach im Netz teilen zu können. Auch für die Bandit gibt es einiges an Zubehör, dank des mitgelieferten Adapters kann sogar zahlreiches GoPro-Zubehör verwendet werden. Etwas schade ist die Tatsache, dass 4K-Videos nur mit 15 Bildern pro Sekunde aufgenommen werden, das ist nicht ganz flüssig. Positiv dagegen: Der Akku lässt sich tauschen. Die TomTom Bandit ist aktuell für 345 Euro erhältlich, bis Ende Januar gibt es sogar noch 75 Euro Cashback. (Amazon-Link)

Polaroid-Cube-Plus

Polaroid Cube+: Das neue WLAN-Modell der bekannten Marke hat mich nicht ganz überzeugen können. Genau wie bei der Hero4 Session lässt sich der Akku nicht wechseln, die Laufzeit beträgt laut Hersteller-Angaben allerdings nur 90 Minuten. Die Bedienung ist dank nur zwei Knöpfen ebenfalls ein Kinderspiel, gerade mit Handschuhen aber nicht so einfach und intuitiv wie bei der GoPro. Die größte Schwachstelle der Polaroid Cube+ ist meiner Meinung nach das beschränkte Zubehör-Angebot, das zudem nicht gerade auf viel Action abzielt. Das beste Beispiel ist der Saugnapf, der in etwa nur halb so groß ist wie bei der Konkurrenz und entsprechend weniger Saugkraft bietet. Die Kamera ist in drei verschiedenen Farben erhältlich und kostet 149,99 Euro. (Amazon-Link)

Mein erstes Fazit und ein kleines Video

Wenn es kein 4K mit flüssiger Bildrate sein soll und auf einen austauschbaren Akku verzichtet werden kann, ist die GoPro Hero4 Session die interessanteste Wahl. Der Preis ist seit der Reduzierung vor ein paar Wochen fair, es gibt sehr viel Zubehör, die App wird immer wieder aktualisiert und die Bildqualität kann überzeugen. Die TomTom Bandit hat ebenfalls sehr viel Potenzial und ist vor allem dank der aktuellen CashBack-Action sehr interessant – technisch hat sie einiges mehr zu bieten und ich hoffe, dass TomTom noch ein bisschen an der Software schraubt.

Zum folgenden eingebundenen Video möchte ich euch vorab ein paar Informationen mit auf den Weg geben: Eigentlich wollte ich die Polaroid Cube+ per Saugnapf direkt am Ski anbringen, was leider nicht geklappt hat. Leider war der beste Platz am Helm bereits durch die Halterung der GoPro belegt – daher sieht man in dem kurzen Ausschnitt der Cube+ relativ viel Weiß, da man den Winkel der Kamera nicht frei einstellen kann. Alle Kameras haben mit 1080p bei 60 Bildern pro Sekunde aufgezeichnet, das geschnittene Video läuft mit 25 Bildern pro Sekunde.

Kommentare 7 Antworten

  1. Hallo Fabian, tolles Video und die Abfahrt hast du ja schön mit Musik untermalt. Aber woran liegt es das wir nur von der GoPro die Tonspur hören? Haben die anderen Kameras kein Mikro, war die Tonqualität so schlecht oder lag es einfach daran das die Helmkamera am Leichtesten greifbar war? Ich bin nur neugierig, weil es mir gleich aufgefallen ist.

  2. Saugnapf am Ski oder Snowboard klappt nie, oder wenn dann nur kurz: die Kälte macht das Gummi zu hart, daher klappt das mit dem Vakuum nicht zu richtig. Mit der GoPro Klebehalterung klappt es aber gut, gibt coole Aufnahmen, vor allem nach hinten weg! Und möglichst nah an der Bindung montieren, da gibt es weniger Vibrationen.

  3. Zur Nachbearbeitung empfehle ich Prodrenalin, die PC-Software ist glaube ich über eine ComputerBild-Aktion immer noch kostenlos. Damit kann man nicht nur den Fisheye-Effekt entfernen, sondern auch Verwacklungen relativ gut raus rechnen lassen.

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