Enpass: Beliebter Passwort-Manager für macOS erstrahlt in Version 6 im neuen Gewand

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Mel 28. Mai 2018, 17:39 Uhr

In unserer Redaktion kommt entweder iPIN oder 1Password zum Einsatz. Mit Enpass gibt es aber eine weitere und zudem sehr günstige Möglichkeit, Passwörter und Logins zu sichern.

Enpass 6 Mac 1

Enpass (Mac App Store-Link) lässt sich seit längerem kostenlos auf den Mac herunterladen und benötigt dort für die Installation neben 36 MB an freiem Speicherplatz auch mindestens OS X 10.10.0 oder neuer. Auch eine deutsche Lokalisierung steht seit einiger Zeit zur Verfügung.

Enpass funktioniert auf fast allen Plattformen. Mobil ist der Passwort-Safe auf iOS, Android und Windows Mobile vertreten und kostet je Plattform normalweise 10,99 Euro. Die Desktop-Versionen für Mac, Windows, Linux und Chromebook sind hingegen komplett kostenfrei. Über diverse Cloud-Dienste, unter anderem Dropbox, Google Drive, OneDrive, Box oder iCloud können alle hinterlegten Daten abgeglichen werden. Bei Enpass gibt es kein teures Abo-Modell, wer das Programm einmal gekauft hat, kann das Tool im vollen Umfang nutzen.

In den Apps lassen sich Login-Daten, Kreditkarten, PINs, E-Mail-Konten, Passwörter und mehr mit einem Icon und der passenden Vorlage in Sekundenschnelle in Enpass hinterlegen. Alle Daten werden per AES 256 Bit-Verschlüsselung gesichert, mobil lässt sich auch Touch ID zum Entsperren des Datentresors verwenden, statt ein Master-Passwort einzugeben. Ebenfalls mit dabei ist ein Passwort-Generator, der starke und sichere Kennwörter auf Wunsch generiert, sowie verschiedene Browser-Erweiterungen, unter anderem für Safari, Firefox und Chrome.

Zusätzliche Schlüsseldatei zum Login in die App

Enpass 6 Mac 2Wie das Team von Enpass nun über den eigenen Twitter-Account berichtet, steht die allerneueste Version von Enpass, v6, wohl kurz vor der Veröffentlichung. Auf zahlreichen Screenshots fällt vor allem eines auf: Enpass 6 wird über ein komplett neues Design verfügen, das sich angenehm von anderen Passwort-Managern wie beispielsweise 1Password abhebt. 

Im Zuge dieses Re-Designs haben die Entwickler von Enpass auch einen neuen dunklen Nachtmodus integriert, der sicherlich Freunden des dunklen macOS-Modus gefallen dürfte. Weiterhin gibt es nun die Möglichkeit, sich beim Login mittels einer zusätzlichen Schlüsseldatei abzusichern. Diese kann beispielsweise auf einem externen USB-Stick ausgelagert und wird in Kombination mit dem Master-Passwort verwendet. Zudem neu ist eine Option zum Anlegen mehrerer Tresore: Dies ist besonders dann hilfreich, wenn man private und berufliche Passwörter voneinander trennen möchte. 

Wann genau Enpass v6 erscheinen wird, ist noch nicht klar - allzu lange werden wir aber wohl nicht mehr warten müssen. Es ist außerdem davon auszugehen, dass sich an der Finanzierung der Apps auch weiterhin nichts ändert. Wer demnach den Abo-Zwang der neuesten 1Password-Version nicht mitmachen möchte, sollte sich diese aufgeräumte und kostengünstige Alternative auf jeden Fall genauer ansehen.

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Kommentare20 Antworten

  1. itom sagt:

    kann man seine Passwörter eigentlich von 1password nach Enpass direkt transferieren?

    • STR sagt:

      Import geht

    • ZontiSenior sagt:

      Hallo itom, habe mir gerade die Desktopversion für Mac runtergeladen. Es gibt einen eigenen Menüpunkt zum importieren von vielen Passwortmanagern.
      Werde es mal versuchen.
      LG

    • sgo sagt:

      Import ist möglich, aber nicht perfekt. Dateianhänge werden zB nicht übernommen. Kategorien auch nicht. Sind halt alles nur Logins. Da außerdem Enpass etwas anders arbeitet (ein Bankkonto kann hier auch eine (Kredit-)Karte haben, wirst du wohl die wichtigsten Dinge per Hand neu anlegen / anpassen müssen.

      Aber all die anderen 0815 Logins, die man irgendwann in 2 Jahren mal wieder brauch, übernimmt es problemlos.

  2. rana70 sagt:

    Abo Zwang gibt es nur bei der MacAppStore Version von 1Pw, die Webseitenversion kann weiterhin als Lizenz gekauft werden, somit hat das Softwarehaus 30% mehr vom Kaufpreis. Ich finde das zwar auch bekloppt aber die Aussage im Text oben ist einfach falsch

  3. Zapperlot sagt:

    Wieso Abo-Zwang bei 1Password? Über deren Webseite kann man immer noch eine Lizenz kaufen. Wieso wird das immer wieder falsch dargestellt? Lediglich im App Store ist nur das Abo verfügbar, da sich das wegen der App Store Bedingungen nicht anders realisieren lässt.

    • Maucreek sagt:

      @Zapperlot: Wieso lässt sich das nicht anders im AppStore realisieren?
      Wie machen denn die anderen das im AppStore?


      Ich kann Enpass nur empfehlen. Es ist insgesamt bei weitem preiswerter und /aber genauso sicher. Es gleich ab und dasohne dieses verdammte Abo.
      👍

      • Zapperlot sagt:

        Weil entweder Abo oder Einmalkauf, beides zusammen geht nicht. Ansonsten müsste 1Password 2 Apps einstellen und pflegen. Der einfachere Weg ist daher, die Abo Version im Mac App Store und die Bezahlversion auf deren Webseite.

      • sgo sagt:

        Gleich sicher? Woher weißt du das? Während 1Password audits unterliegt und hohe Preise für das knacken seiner Sicherheitsmaßnahmen ausschreibt, glänzt Enpass nur mit leeren Versprechungen, das doch nachholen zu wollen.

        In Sachen Sicherheit sticht im Moment Remembear raus. Die haben aber leider noch nicht die nötigen Features… 😕

  4. Nemios sagt:

    52,99€ auf deren Webseite für 1PASSWORD. Einmal zahlen und gut is. Preis ist absolut OK.

    • DB sagt:

      Leider finde ich auf der Website nur die Möglichkeit ein Abo abzuschließen. Wo kann ich denn die Kaufversion finden? Möchte mir 1Password zulegen und habe daher nur die App auf dem iPhone installiert, welche sich in der 30-Tage Testversion befindet.

  5. IngoB sagt:

    Das Abo ist auch nicht die einzige Kritik an 1Password. Soweit ich das verstanden habe, gilt die Einmalzahlung auch nur für Altkunden. Neukunden können diese Option nicht nutzen. Ich habe jedenfalls keinen direkten Link zur Einmalzahlung auf der Homepage gefunden.

    Außerdem gibt es für Windows nur die Möglichkeit ein Abo abzuschließen. Die aktuelle Windowsversion bietet, nach meiner Kenntnis, keine Möglichkeit die Passwortdatei außerhalb der agilebits Server abzuspeichern. Arbeite unter Windows daher immer noch mit dre letzten Version, die das unterstützt hat

    Wo ich gleich bei meinem größten Kritikpunkt wäre. Unter 1Password kann man seine Passwörter nicht auf dem eigenen Server speichern und mit allen anderen OS darauf zugreifen. Das sollte heute für solch sensible Daten Standard sein.

    Daher werde ich früher oder später wechseln. Ob es Enpass wird, weiß ich nicht. Bei Enpass funktioniert der Zugriff über WebDAV auch nicht für alle Systeme.

    • STR sagt:

      Benutze Enpass schon ewig und mit WebDAV funktioniert zumindest mit Synology NAS perfekt. Es gibt vorgefertigte Profile und eine manuelle Funktion. Dort URL eingeben und fertig.

      Das ist ein Top-Programm. Mir fehlt es an nichts. Integration ist super. Außerdem kann man es auf allen mobilen Plattformen testen (mit 20 Einträgen). Also installiere die Desktop Version. Importiere alles oder lege ein paar Sachen an, hol die App und teste.

      • IngoB sagt:

        Ich nutze Seagate PersonalCloud. Unter Windows kann ich ohne Probleme über die FritzBox den WebDav Server angeben. Unter iOS bekomme ich eine Fehlermeldung Benutzername / Passwort würde nicht stimmen. Mit Mac muss ich noch testen. Bin aber guter Hoffnung.

    • sgo sagt:

      Das hast du falsch verstanden. Für „Altnutzer“ und Betatester gibt es lediglich einen günstigeren Upgradepreis.

  6. daniel337 sagt:

    Die App, die ich unter iOS (vorher bereits unter BB10) am meisten nutze, nahezu täglich. Klasse Passwort-Tresor!! Faires Preismodell, sehr flexibel anzupassen und effektiv zu nutzen – unter Sync über die Apple iCloud funktioniert zwischen iPhone und iPad perfekt. Bis auf die Anzeige der Symbole von allen Webseiten (kommt hoffentlich mit der 6er Version) anstelle nur von einigen fest vorgestellten ist die App wirklich grandios und für meinen Geschmack perfekt! Freue mich schon sehr aufs kommende Update, bin gespannt!

  7. nuoyaxin sagt:

    „Nichts ist umsonst. Wenn man für etwas nichts bezahlt, dann ist der Kunde das Produkt.“
    Das lässt mich bei einem kostenlosen Passwortmanager leider doch etwas zurückhaltend werden…

    • STR sagt:

      Und welches Programm sprichst Du jetzt an? Enpass? Das kostet in seiner mobilen Versionen 11 Euro pro Plattform. Das ist doch ein ordentlicher Preis. 1Password ist meiner Meinung nach ein mit Sicherheit tolles Programm, aber preislich extrem überzogen.
      Anyway, 1Password ist super. Wenn Du ein beruhigenderes Gefühl hast in dem Du mehr bezahlt hast, dann super.
      Enpass ist auf jeden Fall eine super Alternative.

      • sgo sagt:

        Zudem sagen die Entwickler selbst, dass sie im Moment (!) noch von der steigenden Zahl an Einzelverkäufen leben können (im Hinterkopf behalten: Lebenskosten Indien vs. Canada). Zudem will man sich langsam mehr auf den Geschäftskundenbereich fokussieren, um sich darüber langfristiger finanzieren zu können. Sollte dieses Geschäftsmodell irgendwann nicht mehr rentabel sein, kommt für die Entwickler aber auch ein Abo-Modell in Frage.

        Fragt sich also nur, wann genau der gleiche Aufschrei wie bei 1PW auch bei Enpass kommt.

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