Spectrum: Neue Wetter-App übersetzt Wetterdaten in farbige Visualisierungen

Kostenlos mit optionalem Abo nutzbar

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Spectrum auf einem iPad

Wetter-Apps gibt es bereits wie Sand am Meer im App Store. Wer hier aus der großen Masse herausstechen will, muss ungewöhnliche Wege gehen. Dass dies möglich ist, beweist aktuell der Schweizer Entwickler Simon Storz, der kürzlich seine neue Wetter-Anwendung Spectrum (App Store-Link) für iPhones, iPads und die Apple Watch in den deutschen App Store gebracht hat.

Das Konzept der App unterscheidet sich von klassischen Wetter-Anwendungen: Anstatt Nutzer und Nutzerinnen mit Zahlen, Diagrammen und Symbolen zu überhäufen, setzt Spectrum konsequent auf eine visuelle Darstellung. Farbige Balken übersetzen die Wetterdaten des Tages und der kommenden Woche in eine auf den ersten Blick verständliche Übersicht.


Kern der Anwendung ist eine minimalistische Benutzeroberfläche, die automatisch anzeigt, was für den jeweiligen Tag wirklich relevant ist. Unterstützt wird dies von einer KI-gestützten Zusammenfassung, die wichtige Informationen hervorhebt, ohne unnötige Details anzuzeigen. Wer die Darstellung lieber selbst steuern möchte, kann bestimmte Datenfelder ein- oder ausblenden und Einheiten nach eigenem Bedarf anpassen.

Für den Alltag besonders praktisch sind die mitgelieferten Home-Screen-Widgets sowie die Unterstützung für Apple Watch-Komplikationen. Die Wettervorhersage lässt sich damit direkt auf dem Sperrbildschirm oder dem Zifferblatt der Uhr ablesen, ohne die App öffnen zu müssen. Braucht man also im Alltag schnell eine kurze Einschätzung zu anstehendem Regen oder den Temperaturen der nächsten Stunden, sind die Widgets auf dem Startbildschirm definitiv von Vorteil.

Fokus auf Datenschutz: Keine Erhebung von Nutzerdaten

Drei iPhone-Screenshots von Spectrum
So seht Spectrum auf einem iPhone aus.

Ein weiterer Aspekt, den Entwickler Simon Storz betont, ist der Datenschutz. Die App erfasst nach eigenen Angaben keinerlei Nutzerdaten: Weder werden Informationen an den Entwickler weitergegeben noch an Apple oder Dritte. Laut Aussage des Entwicklers in einer E-Mail an uns richtet sich Spectrum „an Nutzerinnen und Nutzer, die Wert auf Klarheit, Design und eine reduzierte Darstellung legen – inklusive Widgets für den Homescreen und Apple Watch-Integration.“

Die Grundfunktionen von Spectrum sind kostenlos nutzbar. Wer das vollständige Erlebnis möchte, kann über ein In-App-Abo auf Spectrum Premium upgraden, wahlweise für 2,99 Euro/Monat oder 19,99 Euro im Jahr. Die App unterstützt 32 Sprachen und ist damit von Anfang an international ausgerichtet, die Installation kann ab iOS/iPadOS/watchOS 26.0 oder neuer bei einem Speicherplatzbedarf von rund 16 MB erfolgen.

Spectrum befindet sich derzeit noch in einem sehr frühen Stadium: Version 1.1 erschien erst vor wenigen Tagen und brachte unter anderem eine Unterstützung für die Apple Watch mit. Nutzerrezensionen und Bewertungen im App Store stehen daher noch aus. Ob die App das Potenzial hat, auf einem hart umkämpften Markt neben Platzhirschen wie DWD Warnwetter, WeatherPro, Ventusky oder der nativen Wetter-App von Apple zu bestehen, wird sich zeigen.

Spectrum: Visuelles Wetter
Spectrum: Visuelles Wetter
Entwickler: Simon Storz
Preis: Kostenlos+

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Ich bin seit 2011 Teil des appgefahren-Redaktionsteams und war schon immer an Innovationen im Tech-Bereich und Gadgets interessiert. Wann immer es praktisches Outdoor-Zubehör oder interessante Foto-Apps gibt, bin ich Feuer und Flamme, denn auch in meiner Freizeit bin ich gerne mit dem Rad oder der iPhone-Kamera unterwegs. Seit einiger Zeit nutze ich aktiv das Fediverse und berichte über neue Apps, Dienste und Entwicklungen.

Kommentare 15 Antworten

      1. Nunja, es sollte schon wichtig sein, dass die Deutsche Sprache in Wort und Bild nicht verhunzt wird.
        Und Nutzer bildet nun mal beide Geschlechter ab. So wie das immer schon war. Also nix eazy beetzy 🫣

        1. …das lt. Duden exisitierende Wort „Nutzerin“ verhunzt aus Deiner Sicht die „D“eutsche Sprache?
          Das ist ja mal eine Expertise 😀

          1. 1986 wurde Nutzer in Duden aufgenommen
            1996 wurde Nutzerin in Duden aufgenommen

            Erst in den 1990er-Jahren begann die Duden-Redaktion im Zuge der Debatte um geschlechtergerechte Sprache damit, feminine Berufs- und Personenbezeichnungen aufzuführen.

            Wir können auch Gewiss Sein dass sicherlich NutzerInnen den Weg in den Duden finden wird.

    1. Nutzer Umfasst einfach alle Nutzer, komplett losgelöst schon Geschlecht um dies zu wissen müsste man aber sich mit der Sprache mehr Beschäftigen und nicht nur sagen es ist der Nutzer und somit ist es männlich.

  1. Für mich ist das Bling-Bling nicht wichtig. Was hilft es, wenn die Vorhersagen schlecht sind, weil die Daten, die zu den Vorhersagen verarbeitet werden, nicht ausreichend genug sind? Einem ausländischen Unternehmen bei den Wettervorhersagen zu „vertrauen“, ist daher schwierig. Klar, Tendenzen des Wetterverlaufs werden passen.

    Bin ich bspw. in den Bergen unterwegs, egal ob zum Skifahren oder Wandern, nutze ich Bergfex-Wetter (als kostenpflichtiges Abo, der Preis ist absolut okay). Ich würde aber Bergfex niemals für meinen Wohnort nutzen, da der Fokus nicht auf meine Region liegt. Und Apple Wetter kommt bei mir zu Hause in NRW auch an keine gute Vorhersagequalität, hier nutze ich die App von Wetter.com (ebenfalls im Abo).

  2. Auch mal ein Kommentar zur App: also lasst es mich mal so formulieren. Sie ist sehr aufgeräumt und minimalistisch. Warum ich sie nutzen sollte statt Apple Wetter wenn sie auch noch auf WeatherKit basiert, ergibt sich mir nicht wirklich. Außer aus puristisch stylischer Sicht wenn die Aufmachung einem gefällt

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