Erster Eindruck: Das 109 Euro teure Apple MagSafe Battery Pack

Was ihr über das neue Zubehör wissen müsst

Vor rund einer Woche hat Apple die ersten Bestellungen entgegengenommen, mittlerweile wird das MagSafe Battery Pack ausgeliefert. Die Idee ist denkbar einfach: Ein kleiner Zusatz-Akku haftet magnetisch an der Rückseite eines iPhone 12 und versorgt es drahtlos mit zusätzlicher Energie. Andere Hersteller haben diese Idee bereits aufgegriffen, zuletzt hatten wir euch ein passendes Zubehör von Xlayer vorgestellt.

Über eine Sache müssen wir an dieser Stelle wohl nicht diskutieren: Das MagSafe Battery Pack ist teuer. 109 Euro werden von Apple gefordert. Auch wir würden uns ganz sicher nicht beschweren, wenn der Preis bei 69 oder 89 Euro liegen würde – und selbst das wäre ja immer noch deutlich teurer als die Konkurrenz.


Allerdings: Das Smart Battery Case, das Apple in den vergangenen Jahren angeboten hat, war mit 149 Euro noch eine ganze Ecke teurer und in Sachen Handhabung nicht annähernd so praktisch, wie das MagSafe Battery Pack. Immerhin trägt man den Zusatz-Akku jetzt nicht immer mit, sondern kann ihn dann andocken, wenn man zusätzliche Akkuleistung benötigt. Ein weiterer Pluspunkt im Vergleich zum bisherigen Case: Man kann das MagSafe Battery Pack aller Voraussicht nach mit den kommenden iPhone-Generation weiter verwenden.

In welchen Anschluss steckt man den Stecker?

Den größten Vorteil im Vergleich zur Konkurrenz spielt Apple leider nicht aus. Im drahtlosen Betrieb lädt das MagSafe Battery Pack das iPhone nur mit einer Leistung von 5 Watt auf. Mit MagSafe wären bis zu 15 Watt drin, doch die gibt es nur, wenn man ein Kabel am Zusatz-Akku anschließt. Wobei man in einem solchen Fall auch einfach das iPhone direkt laden könnte.

Es geht nämlich auch anders herum: Nutzt man ein ausreichend schnelles Netzteil mit mindestens 20 Watt Leistung und verbindet das iPhone mit einem USB-C auf Lightning-Kabel, kann das MagSafe Battery Pack vom ladenden iPhone aufgeladen werden. Wobei ich hier sagen muss: Man könnte das Kabel ja auch einfach in den Zusatz-Akku stecken. Interessant ist das vielleicht in speziellen Fällen, etwa wenn das iPhone im Auto per Kabel an CarPlay angeschlossen ist – und man trotzdem das MagSafe Battery Pack aufladen kann.

Apple MagSafe Battery Pack ist tief ins System integriert

Ein weiterer Vorteil der Apple-Lösung ist die Software-Integration. Mit iOS 14.7 sieht man beim Andocken oder später im Batterie-Widget, wie viel Kapazität das MagSafe Battery Pack noch bietet. Bei anderen Herstellern kann man das ja nur anhand von ein paar LEDs schätzen. Kapazität ist übrigens ein gutes Stichwort, 11,13 Wattstunden bietet der Zusatz-Akku. Das reicht nicht aus, um ein iPhone komplett zu laden, aber definitiv für einige Extra-Stunden.

Bei einer Sache macht Apple so schnell wo niemand etwas vor: Beim Design. Das MagSafe Battery Pack ist aus weißem Kunststoff gefertigt, das sich absolut hochwertig anfühlt. Dank der abgerundeten Ecken liegt das iPhone trotzdem noch gut in der Hand und im Betrieb ist nur das Apple-Logo zu sehen, alle anderen Aufdrucke sind verdeckt.

Am Ende ist aber auch klar: Für die breite Masse gibt es keinen Grund, sich das MagSafe Battery Pack für 109 Euro zu kaufen. Es ist im Vergleich zur Konkurrenz einfach viel zu teuer. Wer jedoch viel Wert auf eine perfekte Verarbeitung und ein perfektes Zusammenspiel legt, wer dazu bereit ist einen ordentlichen Apple-Zuschlag zu zahlen – der sollte sich das MagSafe Battery Pack ansehen.

MagSafe Battery Pack

Du kannst die Externe MagSafe Batterie ganz einfach anbringen. Sie ist kompakt und intuitiv und macht das Laden unterwegs ganz einfach. Und sie hat perfekt ausgerichtete Magnete, die sie am iPhone 12 oder iPhone 12 Pro befestigen – für sicheres und zuver­lässiges kabel­loses Laden.

109 EUR

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Kommentare 11 Antworten

  1. Noch ein Pluspunkt: Nützlich für AirPods, MagSafe-Akku wird zum Qi-Ladepad!
    Der externe MagSafe-Akku kann auch das kabellose Ladecase der AirPods und der Airpods Pro aufladen.

    1. ElektroSchrott. Seit einer Woche nur Probleme. Läd viel zu langsam, mit Original Apple 20W Netzteil. Heute Nacht lag das iPhone 12 drauf. Ergebnis: iPhone leer, abgeschaltet, BatteriePack
      leer. GANZ PRIMA.
      Geht zurück.

  2. Wenn man überlegt, was Apple für ein Lightning Kabel verlangt, kann das Battery Pack gar nicht günstiger angeboten werden.
    Das soll jetzt kein Bashing sein. Bin selber ziemlich veräppelt. Aber bei Zubehörpreisen übertreiben sie es einfach maßlos.

  3. Mich würde interessieren, ob es sich selbst entlädt, oder anders gefragt, wie lange bleibt es voll geladen, wenn ich es nicht nutze.

  4. Wenn man im Apple-Kosmos lebt, sind die Preise nun mal so! Hält mich aber nicht davon ab, das Zubehör lieber von Drittanbietern zu kaufen.

  5. Funktioniert prima und lädt auch die AirPods Pro auf. Wenn sich jetzt nicht noch komische Dinge zeigen, darf das Akkupack bleiben.

  6. Das Teil ist ein proof of concept wie weit Apple Kunden ausnehmen kann. Das Teil kostet 109 Euro, einhundertneun Euro… und es kann ein iPhone noch nicht mal einmal komplett aufladen. 😀

    Ein Ladekabel lightning auf USB in der Tasche ist leichter, braucht weniger Platz und kann das iPhone mit dem entsprechenden Netzteil auch noch schneller aufladen. Mir ist noch keine Situation untergekommen in der keine Steckdose in der Nähe war und nicht irgendwo ein Ladegerät greifbar war. Das Teil soll nur ausloten wie weit man gehen kann…

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