Eufy Security SmartTrack Card: Leider mit fest verbauter Batterie

AirTag-Technik fürs Portemonnaie

Vor einigen Jahren habe ich mein Portemonnaie verloren, im eigenen Auto. Ich habe es nicht gefunden, bei einer sehr gründlichen Innenraumreinigung wurde es nicht gefunden und auch bei der Leasing-Rückgabe blieb es unentdeckt. Ein Jahr später hat es der Nachbesitzer dann gefunden. Eine unglaubliche Geschichte.

Seitdem bin ich froh, den Chipolo Card Spot in meinem Portemonnaie zu haben. 2,4 Millimeter dick – das sind ungefähr drei EC-Karten – und ausgestattet mit AirTag-Technik ist mein Geldbeutel damit quasi zu jederzeit zu orten. Ein echter Ernstfall ist bisher noch nicht eingetreten, aber einige Male war das einfache Aufspüren per App schon sehr praktisch.


Die Sache mit der fest verbauten Batterie

Als Alternative zum 39 Euro teuren Chipolo Card Spot bietet Anker zumindest in den USA bereits die Eufy Security SmartTrack Card an, die dort für 29,99 US-Dollar verkauft wird. Sollte die Karte demnächst in Deutschland starten, dürfte der Preis wohl irgendwo bei 30 Euro liegen.

Eine schlechte Nachricht gibt es gleich vorweg: Genau wie die Konkurrenz von Chipolo verfügt auch die Eufy Security SmartTrack Card über eine fest verbaute Batterie. Immerhin: Sie soll bis zu drei Jahre halten, das ist ein Jahr länger als bei Chipolo. Ob es danach ein Austausch-Programm geben wird, ist bisher noch nicht bekannt. Chipolo recycelt die leeren Karten und bietet 50 Prozent Rabatt auf das nächste Exemplar. Von Anker liegen mir dazu noch keine weiteren Informationen vor.

Die Kopplung mit der „Wo ist?“-App

Mit ihrem Formfaktor passt die Eufy Security SmartTrack Card natürlich ebenfalls wunderbar in ein Portemonnaie. Zusätzlich liegt ein kleiner Metall-Clip im Lieferumfang bei, der einfach an die Karte geklebt werden kann und so weitere Befestigungsmöglichkeiten bietet.

Auch die Kopplung mit Apples „Wo ist?“-Anwendung ist keine große Hürde. Per Knopfdruck gelangt man in den Kopplungsmodus und kann dann ein neues „Objekt“ in der Apple-App hinzufügen. Danach kann die dünne Karte von jedem iPhone, iPad oder Mac geortet werden, sollte sie einmal verloren gehen.

Eine zentimetergenaue Ortung mit eurem iPhone ist, anders als bei den AirTags, zwar nicht möglich, dafür kann aber ein recht lauter Signalton abgespielt werden. Meine Erfahrung hat gezeigt, dass das ähnlich gut funktioniert, sollte man über ein normales Gehör verfügen.

Zusätzliche Optionen mit der Eufy-App

Zusätzlich zu den Standard-Funktionen, die es nach der Kopplung mit dem Apple-Universum gibt, bietet die Eufy Security SmartTrack Card zusätzliche Optionen, wenn man die optionale App des Herstellers installiert. Unter anderem kann man einen auf der Karte befindlichen QR-Code mit privaten Daten verknüpfen, die ein potenzieller Finder beim Scannen des Codes angezeigt bekommt.

Darüber hinaus kann man die Karte auch verwenden, um ein iPhone auszuspüren, ähnlich wie es etwa mit der Apple Watch möglich ist. Wenn sich das iPhone in Bluetooth-Reichweite befindet und man zwei Mal schnell auf den Knopf der Eufy Security SmartTrack Card drückt, spielt das Smartphone eine Melodie ab – selbst wenn es lautlos gestellt ist.

Es gibt noch einen weiteren Konkurrenten

Noch gibt es die smarte AirTag-Karte von Anker und Eufy nicht in Deutschland, im Gegensatz zum Anhänger SmartTrack Link. Der Chipolo Card Spot (Amazon-Link) bleibt daher für den Moment meine erste Empfehlung, wenn ihr euer Portemonnaie zeitnah mit AirTag-Technik ausstatten möchtet.

Falls ihr noch etwas Geduld habt oder eine mit Versandkosten verbundene Bestellung in den USA nicht scheut, dann schaut euch doch auch mal die Pebblebee Card an. Sie funktioniert ebenfalls mit der „Wo ist?“-App und ist zwar einen Hauch dicker, verfügt dafür aber über einen aufladbaren Akku. Aber ganz egal welcher Hersteller: Eine dieser smarten Karten hat einen festen Platz in meinem Portemonnaie.

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Kommentare 17 Antworten

  1. ich bin auch ein Gadget-Nerd 🫣
    aber mit nicht austauschbarer Batterie ist das
    wirklich nicht akzeptabel und nur vermeidbarer e-Schrott

      1. Hab ich gesehen 😉 wollt nur mitteilen, dass so eine Karte schon den Weg in eure Community gefunden hat.

        Bin bis jetzt sehr zufrieden, Orten Funktioniert gut und nachladen musste ich bis jetzt auch noch nicht.

  2. Wenn Apple schlau ist, bieten sie bald den AirTag für so etwas an – mit austauschbarer Batterie oder Akku.

    Vorausgesetzt der Markt ist für so etwas wirtschaftlich. Man kann ja schon vieles mit der Apple Watch bezahlen da wird Portemonnaie immer mehr zu Außenseiter.

    1. Fürs bezahlen schon, aber es gibt ja noch andere Dinge in ECKarten Format. Bsp. Ausweis, auch wenn dieser nicht mitgeführt werden muss, muss die Polizei bei einer Kontrolle nicht eine Foto oder eine App (wo er hinterlegt ist) akzeptieren. Ähnlich beim auch Führerschein, nur dass hier eigentlich sogar die Pflicht besteht ihn beim führen eines Kraftfahrzeuges mit sich zu führen.

        1. Demnächst ist in Deutschland in der nächsten Dekade vermutlich. Unabhängig davon muss man sich auch beschäftigen wie es im Ausland ist. Bringt mir wenig wenn in Deutschland zwar mein Digitaler Ausweis akzeptiert wird aber in den anderen EU Ländern nicht und in den nicht EU Ländern auch nicht.

          Ähnliche beim Führerschein, Karte der Krankenversicherung, Kollegen haben Ihre Firmen ID auch im Geldbeutel.

          Es wird sicherlich die Zeit kommen, wo alles Digital im Wallet ist aber da wird gerade bei uns in Deutschland noch ewig dauern und bis dann mal da ein Internationaler Standard herrscht noch länger.

  3. Wo bleibt die Regulierung durch die EU? Wenn Staubsauger und Staubsaugerinnen nur noch weit weniger als 1000W verbrauchen dürfen, warum läßt man und frau solchen Müll zu?

  4. Das ist mal nachhaltig. Muss, falls der Hersteller in 3 Jahren sein 3 Jahre altes Versprechen gehalten hat, verschrottet werden – ohne Recycling versteht sich – und der blöde Kunde kann „nachhaltig“ Geld in die Kasse spülen. Ich war echt mal Fan dieses Herstellers und habe den weiter empfohlen. Aber nach der Spionage-Aktion und dieser Unverantwortlichkeit mache ich fleißig das Gegenteil. Aber vermutlich wird’s noch genug Hirnlose geben die das tatsächlich kaufen.

    1. Wenn man ein Keller:Innen ist sicherlich, da ist das Münzfach ja größer als so mancher Geldbeute generell. Mein aktueller hat kein Münzfach und den ich davor hatte hatten vielleicht zwei bi drei 2€ Münzen Platz, der klobige AirTag hätte da nie reingepasst bzw. hätte einfach alles ausgebeult und vermutlich sehr schnell das Münzfach kaputt gemacht.

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