Gerichtsstreit: Sonos kann Etappensieg gegen Google verbuchen

Verkaufsverbot einiger Google-Geräte in Deutschland

Am gestrigen Feiertag machte eine Meldung auf sich aufmerksam, die zwei Tech-Größen auf dem deutschen Markt betraf: Multiroom-System-Anbieter Sonos und Google liegen in einem Patentrechtsstreit, der vor dem Landgericht Hamburg ausgetragen wurde. Nun konnte Sonos einen Teilsieg für sich verbuchen.

Das Landgericht Hamburg setzte eine einstweilige Verfügung auf, die den Verkauf einiger Google-Geräte und Software-Komponenten in Deutschland (vorerst) verbietet. Wie das Handelsblatt dazu berichtet, handelt es sich bei diesen Geräten um das Android-Smartphone Google Pixel 4a, die YouTube Music-App und den Lautsprecher Nest Audio.


Google geht in Berufung

Google hat allerdings bereits Berufung gegen das Urteil eingelegt. „Wir sind enttäuscht, dass Sonos falsche Angaben über unsere Partnerschaft und Technologie gemacht hat“, heißt es von Seiten Googles im Handelsblatt-Artikel. Sonos hatte im Dezember 2020 eine Klage vor dem Landgericht Hamburg eingereicht und darin Google vorgeworfen, software-seitig mit dem Produkt Google Cast einige Patente des eigenen Unternehmens zu verletzen. Google stellte daraufhin ebenfalls eigene Vorwürfe in den Raum.

Sonos konnte trotz der andauernden Coronavirus-Pandemie deutliche Umsatzsprünge verzeichnen: In Q1 2021 stieg der Umsatz um satte 90 Prozent auf annähernd 333 Millionen US-Dollar. Machte man im Vorjahr noch einen Verlust von 52,3 Millionen USD, verbuchte Sonos nun einen Gewinn in Höhe von 17,2 Millionen USD. Vor allem die wachsende Popularität von Streaming-Diensten und Home Office-Ansätze während der Pandemie seien laut Sonos-CEO Patrick Spence umsatzsteigernde Faktoren gewesen.

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