Hassmelden: Überarbeitetes Design, Dark Mode und schnellere Meldungen

Frühjahrsputz in der App gegen Hassrede im Netz

Vor einigen Monaten haben wir euch die iOS-App Hassmelden (App Store-Link) bereits genauer vorgestellt. Mit der kostenlosen Anwendung ist es möglich, strafrechtlich relevante Hassrede im Internet zu melden. Denn: Der Umgangston im Internet, vor allem in sozialen Medien, wird zunehmend rauer. Beleidigungen, Drohungen und hasserfüllte Kommentare sind an der Tagesordnung. Viele User sind bestürzt, aber fragen sich, wie sie mit solchen Inhalten umgehen sollen. Was ist strafrechtlich relevant, und was kann sogar zur Anzeige gebracht werden?

Neben der Möglichkeit, entsprechende Inhalte direkt an die Polizei über eine Online-Anzeige zu übermitteln, steht seit einiger Zeit die App Hassmelden zur Nutzung bereit, die in Angelegenheiten wie den obigen unterstützend zur Seite stehen möchte. Die Universal-App für iPhone und iPad ist etwa 37 MB groß und benötigt darüber hinaus auch iOS 10.3 oder neuer auf dem zu installierenden Gerät. Alle Inhalte stehen in deutscher Sprache zur Verfügung.


Hassmelden wurde von der gemeinnützigen Bürgerrechtsbewegung Reconquista Internet ins Leben gerufen und kooperiert mit dem Justizministerium Hessen und der Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (ZIT) bei der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt, die die gemeldeten Inhalte prüfen und, sofern relevant, auch für eine Anzeige an die Ermittlungsbehörden weiterleiten. Der Nutzer kann Hatespeech im Internet in der Hassmelden-Anwendung durch das Einbinden eines Links anonym einreichen. Über aktivierte Push-Mitteilungen kann man sich über den aktuellen Status der Meldungen auf dem Laufenden halten, auch in der App selbst wird für jede Meldung der derzeitige Bearbeitungsstand angezeigt. 

Kontaktaufnahme per iMessage und iPad-Anpassung

In den letzten Tagen waren die Entwickler von Hassmelden nun sehr aktiv und haben einige frische Updates für ihre Anwendung auf den Weg gebracht. So gibt es seit dem 9. April 2020 den größeren Sprung auf Version 2.0, der einige Neuerungen bereit hält. Die Macher berichten von einem „Frühjahrsputz“, über den unter anderem die App komplett umgestaltet, schneller gemacht, moderner aufgezogen und bedienfreundlicher gemacht worden ist. In einem neuen Detail-Tab bekommt man so unter anderem noch relevantere Infos zur eigenen Meldung, und auch das Melden geht mittels einem Klick, wenn man den entsprechenden Twitter- oder Facebook-Link in die Zwischenablage kopiert hat.

Weiterhin neu ist ein Dark Mode, der sich den systemweiten Einstellungen des Nutzers anpasst, sowie eine Option, noch schneller in Bezug auf eine bestimmte Meldung Kontakt zum Hassmelden-Team aufnehmen zu können. Mit den letzten beiden Updates auf Version 2.2 und 2.3 der App gibt es darüber hinaus auch eine Anpassung an das Display der iPads sowie eine Kontaktmöglichkeit über einen verifizierten iMessage-Account. Die Kontaktmöglichkeiten finden sich im Menü „Profil und Einstellungen“, und auch in der Detailansicht jeder Meldung. Last but not least gibt es auch die üblichen kleinen Verbesserungen unter der Haube sowie notwendige Bugfixes. Das Update auf Version 2.3 ist ab sofort im App Store erhältlich.

‎Hassmelden
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Entwickler: Leonhardt Traumer
Preis: Kostenlos

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Kommentare 11 Antworten

    1. 50.102 Meldungen, die zu 16.076 Anzeigen führten. Für mich sieht das eher danach aus, als könnten die Leute nicht mehr zwischen Hass und einer anderen Meinung unterscheiden.

      Und ich wage auch die Behauptung aufzustellen, dass mehrheitlich die links-grüne Fraktion anderslautende Meinungen „meldet“.

      1. Das heisst, dass jede dritte Meldung tatsächlich strafrechtlich relevant ist, das finde ich schon ordentlich…
        Und mit der links-grünen Fraktion magst Du Recht haben, das liegt aber vermutlich daran, dass speziell die blau-braun Versifften nicht so recht zwischen Meinung und Straftat unterscheiden können.

        1. Deine Meinung bzgl blau braun versiffte sagt schon sehr deutlich aus was Du natürlich gerne zur Anzeige bringen würdest und worüber Du hinwegsehen würdest. Diese App ist nichts weiter als digitales Denunzieren anderer, egal von wem genutzt.

    1. Es werden Straftaten angezeigt – was hat das mit der Stasi zu tun?
      Hier wird niemand bespitzelt – alle Äußerungen sind öffentlich.

      Linksradikal ist es auch nicht, sondern 100% im Sinne unserer FDGO. Aber das kennt man ja vom rechten Pack, dass alles links der #noAfD linksradikal ist…

  1. Vermutete Straftaten werden weitergeleitet.
    Sonst nichts. Noch entscheidet der Staat, was verfolgt wird und was nicht.

    Und Kommentare die „Hass“ transportieren, kommen von allen Seiten.

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