Jabra: Kopfhörer der Elite- und Talk-Serie werden nicht weitergeführt

Man zieht sich aus dem Endkundengeschäft zurück

Jabra Elite 10 Gen 2 auf einem Tisch

Erst vor wenigen Tagen hat der dänische Audiospezialist Jabra, der zur GN Group gehört, die jeweils zweite Generation der True Wireless In-Ears Jabra Elite 10 und Jabra Elite 8 Active präsentiert, die mit einigen Neuerungen daher kommen. Auch wir hatten in einem Artikel über die Neuerscheinungen berichtet.

Zusammen mit der Präsentation der 2. Generation der Elite-In-Ears hat Jabra aber auch am 11. Juni dieses Jahres bekanntgegeben, dass man sich in Zukunft aus dem Endkundengeschäft für Kopfhörer zurückziehen werde. Die Jabra Elite 10 und Elite 8 Active in zweiter Generation werden demnach die letzten Modelle sein, die am Markt erhältlich sein werden. Neben der Elite-Serie will Jabra zugleich auch die Talk-Modellreihe, Mono-Kopfhörer für den Telefonie-Einsatz, einstellen. Laut Jabra wolle man sich auf „attraktivere Geschäftsbereiche“ konzentrieren.


„Die Entscheidung, die Produktlinien Elite und Talk schrittweise abzubauen, ist Teil unserer Verpflichtung, uns auf attraktive Märkte zu konzentrieren, in denen wir profitables Wachstum und hohe Renditen erzielen können. […]

Die Märkte haben sich jedoch im Laufe der Zeit verändert, und wir sind heute zu der Einschätzung gelangt, dass wir im Vergleich zu den vielen anderen Möglichkeiten, die sich uns in unseren Geschäftsbereichen Hearing, Enterprise und Gaming bieten, keine angemessene Investitionsrendite erzielen können.“

Jabra Elite 8 Active in der Farbe Caramel in Sand und Wasser

Das berichtet Peter Karlstromer, CEO von GN Store Nord, in der entsprechenden Ankündigung. In der nächsten Zeit soll der Bestand der beiden Produktlinien nach und nach abgebaut werden, was laut GN zum größten Teil bis Ende dieses Jahres der Fall sein wird. Die Kundschaft soll noch mehrere Jahre Support erhalten und betreut werden.

Komplett aus dem Endkunden-Segment will sich Jabra allerdings nicht zurückziehen: Die Produkte der Evolve-Reihe, vornehmlich Headsets für den Office-Bereich, werden weitergeführt. Auch Kopfhörer für Gaming-Anwendungen sollen weiterhin angeboten werden. Durch die Abkehr vom Endkundengeschäft dürfte es wohl auch bei Jabra zu Entlassungen kommen – in welchem Umfang diese ausfallen, ist bislang noch nicht klar.

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Kommentare 4 Antworten

  1. Ich schrieb ja schon zum Artikel der 10 Gen2, daß die Elite und Talk eingestellt werden sollen.

    Das ist echt schade.
    Ich hatte jetzt viele Jahre die Elite 75t und bin gerade auf die Elite 10 umgestiegen und ich bin von denen restlos begeistert.
    Der Klang ist einfach genial, genau wie die Bedienung über die Tasten.
    Und natürlich ist es total Klasse, daß einem da nicht solche seltsamen Stängel aus dem Ohr heraushängen.
    Von vorne sieht man gar nicht, daß man Kopfhörer drin hat.
    Ich möchte keine anderen mehr benutzen.

  2. Ja schade.
    Das erinnert mich in der Begründung an das Aus von Nokia zum Standlrt Deutschland, wo man gute Nokiageräte für gutes Geld verkaufte und Gewinn erwirtschaftete. Nur eben Gewinn und nicht Riesengewinn.
    Also zog man ins Ausland…👎

    Jetzt wollen die Dänen es ähnlich machen und ziehen den Gewinn bei ihren guten Kopfhörern anderen Produkten mit vermeintlichem Riesengewinn vor. Der gute Klang der Marke Jabra wird aufs Spiel gesetzt.😡
    🤷‍♂️
    Aber vielleicht sehe ich es auch ganz ganz falsch ⁉️

    1. Es geht am Ende nur noch um die Business Kunden.
      Lustigerweise finde ich die Headsets von Jabra, die bei uns am Telefon hängen (im Büro sind noch Festnetzgeräte im dauerhaften Einsatz) klanglich gar nich so cool. Ja, die sind nur für Sprache – aber die In-Ears die ich für den Sport benutze, fühlen sich edel und gut verarbeitet an, haben einen tollen Klang und ich mag sie wirklich sehr, aber die im Büro fühlen sich komplett anders an… und diese Business-Headsets waren nicht günstig…

      Aber offensichtlich haben sie gegen andere Marken wenig Chancen ihre Marktanteile bei Endkunden zu erhöhen und ggf. rechtfertigen die Gewinne/Umsätze die Entwicklungskosten nicht mehr… trotzdem schade.

      1. Jaa, Business the best way…
        Dänisch Dynamite, wie man es aus der Fußballsprache her kennt. Mal sehen, was da alles passiert, wenn man den Hals nicht voll bekommt…

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