NeverLose sucht Unterstützer: Ski & Snowboard vor Verlust und Diebstahl schützen

Ein kleines Team aus Österreich sucht derzeit bei Indiegogo Unterstützer für eine kleine Idee, die vor allem bei Wintersportlern sehr gut ankommen dürfte.

NeverLose

Berghütten und Après-Ski-Partys sind ein Paradies für Bösewichte. Schließlich stehen dort zahlreiche Skier und Snowboard quasi zum Mitnehmen bereit vor der Tür. Auch ich persönlich finde es immer wieder erstaunlich, dass wir Wintersportler unser teilweise mehrere hundert Euro teures Equipment so gut wie unbeaufsichtigt stehen lassen, wenn es mittags zum Essen auf die Hütte oder abends auf einen Absacker in die Bar geht. In der Großstadt wird jedes Fahrrad angekettet, aber ein Schloss für Ski oder Snowboard sieht man quasi nirgends.

Das hat sich wohl auch der Hersteller von NeverLose gedacht, ein kleines Team aus Österreich, das an einem ganz besonderen Bluetooth-Gerät arbeitet und derzeit auf der Crowdfunding-Plattform Indiegogo nach Unterstützern sucht. Das kleine Zubehör soll dabei helfen, Skier, Snowboards oder gar Fahrräder vor Dieben zu schützen und Tiefschnee-Fahrern dabei helfen, ihr verlorenes Equipment wieder zu finden.

NeverLose ist ein kleines Tracker, im Doppelpack für rund 80 Euro vorbestellt werden kann – allerdings ist das Finanzierungsziel von 30.000 US-Dollar momentan noch nicht ganz erreicht. Ausgeliefert werden sollen die ersten Geräte bereits im Januar, also kurz nach dem Auftakt der europäischen Skisaison.

Die Verwendung von NeverLose ist relativ einfach: Zunächst wird eine kleine Adapter-Platte mit 3M-Kleber auf dem Ski oder dem Snowboard angebracht, bevor der Tracker selbst mit der Platte verschraubt wird und so nicht nur bombenfest verankert ist, sondern mit dem passenden Werkzeug auch abgenommen werden kann – etwa zum Austausch der langlebigen Batterie oder für einen Wechsel auf ein anderes Sportgerät – unter anderem wird auch eine Fahrradhalterung für NeverLose angeboten.

NeverLose findet versunkene Skier im Tiefschnee

Um den Alarm-Modus zu aktivieren, muss NeverLose über eine App scharf geschaltet werden. Sollte der Tracker samt Ski, Snowboard oder Fahrrad länger als fünf Sekunden bewegt werden, ertönt ein lauter und unangenehmer Piepton, der die meisten Langfinger abschrecken dürfte. Sollten die Skier nur Umfallen, wird der Alarm dagegen nicht ausgelöst – das kann vor einer Hütte ja immer mal passieren. Auch für den Fall der Fälle ist gesorgt: Sollte sich der Akku eures iPhones verabschieden, kann der Alarm-Modus von NeverLose mit einem zuvor eingestellten Klopf-Muster wieder deaktiviert haben.

NeverLose bietet zudem einen zweiten Modus, der für alle Skifahrer interessant ist, die es auch in den Tiefschnee verschlägt. Wer bereits einen Ski im Pulverschnee verloren hat, wird dieses Extra zu schätzen wissen: Sobald das Bluetooth-Signal zwischen iPhone und NeverLose schwächer wird – also immer dann, wenn man stürzt und den Ski im Schnee verliert – wird der Alarm-Ton automatisch aktiviert. So kann man den verlorenen Ski im Tiefschnee wiederfinden, ohne das iPhone aus der Tasche holen zu müssen.

(YouTube-Link)

Kommentare 18 Antworten

  1. Gute Idee,

    Ist dann eher was für die „Pommesbrettfahrer“! Als Boarder braucht man das nicht, da man das Brett (abgesehen von Raceboards mit denen man eh nicht im Tiefschnee fährt) nicht verlieren kann……..da durch die Bindung fest am Fuss eben 😀

    Höchstens wenn ein Besoffener vor der Apre Ski hütte das falsche mitnimmt 🙂

    1. Aha, „Pommesbrettfahrer“ bist wohl auch einer von denen, die die Pisten kaputtrutschen? Und ich stell mir das gerade vor, wie du als „Boarder“ mit samt deinem Board in der Skihütte stehst und dir ein Jagertee bestellst. Lustig. Die meisten „Boarder“ die ich kenne, nehmen ihre Schneebretter vor der Hütte ab und belassen diese dann in eigens dafür vorgesehene Ständer. Wenn diese voll sind, gerne auch davor, dahinter oder daneben. Und ich bin mir sicher, so ein Snowboard ist genauso leicht zu klauen, wie Ski. Und das war der eigentliche Sinn dieses Gadgets. Im Schnee verlorene Ski war ein Nebeneffekt.

    2. Verlieren kann man sein Snowboard nicht, aber geklaut werden kann es ja trotzdem. Dafür ist dieses Gadget glaube ich schon sehr nützlich! Einfach am Handy die Antidiebstahlfunktion einstellen und dann geht der Alarm los, sollte sich jemand die Mühe machen, dein Brett klauen zu wollen.

    1. Ja, ich finde die Idee super gut. Hab mir gerade zwei Stück bestellt, jetzt gibt’s ja noch 30 % Rabatt.
      Mir wurden in den letzten Jahren schon zwei Mal die Skier geklaut, und das ist schon wirklich ärgerlich. Die sind ja nicht gerade günstig… da investier ich lieber noch 70 € extra und muss mir dann nicht jedes Jahr ne neue Ausrüstung kaufen.

  2. BT ist zwar nett, aber die Reichweite in Hütten ist doch nicht ausreichend, oder?
    Ich kenne genug Hütten, die z.B. mehrstöckig sind oder großräumig. Es deckt mit Sicherheit viele ab, aber am Ende brauche ich einen Schutz, der überall greift.

    STR

      1. Der Schutz greift ja auch überall, wie Northbuddy schon sagt, man braucht die Bluetoothverbindung nur, um den Guard Modus zu aktivieren. Dann reagiert NeverLose auf Bewegung undabhängig der Bluetoothverbindung.

  3. Warum eigentlich immer Kickstarter und dergl.? Traut sich keiner mehr das unternehmerische Risiko selbst zu tragen? Dafür werden immer mehr Ideen durch die Crowdfunding-Maschinerie getrieben, die am Ende anders oder gar nicht realisiert werden…

    1. Hallo Northbuddy,
      wir haben hier bei PowUnity mit eigenem Startkapital angefangen und konnten dann später noch einen Investor überzeugen, uns unter die Arme zu greifen.
      Wir nutzen die Crowdfunding Kampagne über Indiegogo hauptsächlich für Werbezwecke und um den Bekanntheitsgrad unseres ersten Produkts NeverLose zu steigern. Die Produktion hat bereits begonnen und wir planen die ersten Geräte Ende Dezember verschicken zu können.
      Schau doch hier mal auf der Kampagnenseite vorbei: http://igg.me/at/neverlose-sports-equipment-tracker/x/2978829
      Wir würden uns freuen, dich für NeverLose begeistern zu können.
      Liebe Grüße,
      Grega

  4. Ich hoffe mal, das für jedes NeverLoose ein „einmaliges“ Demontier-Werkzeug mitgeliefert wird. Wenn alle den gleichen „Schlüssel“ benutzen können, tendiert der Schutz-Effekt gegen null.

    1. NeverLose ist ja auch mit einem Bewegungssensor ausgestattet. Wenn also jemand versucht, das Gerät abzuschrauben und dadruch die Ski bewegt werden, dann geht nach 3 Sekunden ein Alarm los (sofern man vorher in der App die Funktion „Guard Modus“ aktiviert hat). Außerdem würde ich es mir als Dieb einfacher machen und einfach die Ski oder das Board klauen, bei dem ich nicht vorher noch ein Antidiebstahlgerät abmontieren muss.
      Ich glaube auch kaum, dass sich jemand den Stress geben würde, immer nur 2 Sekunden lang zu schrauben, dann zu warten und wieder 2 Sekunden zu schrauben um auch ja keinen Alarm auszulösen…

      1. ok, abschrauben geht wohl nicht auf die Schnelle. Aber wenn man davon ausgeht, dass überwiegend hochpreisiges Gerät damit ausgerüstet wird, lohnt sich der Aufwand für „Interessenten“ wahrscheinlich immer noch. Auch PKWs oder Fahrräder bekommen trotz Diebstahlschutz immer noch gerne mal „Beine“.
        Der Einfallsreichtum bei diesen Leuten ist enorm !

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