Roborock S5 Max im Test: Toller Saugroboter mit Wischfunktion und Wasserkontrolle

Sorgt für eine solide Grundreinigung

Der Markt der Saug- und Wischroboter ist sehr groß. Heute möchte ich euch den Roborock S5 Max genauer vorstellen. Einordnen würde ich das Modell zwischen dem alten S5 und S6. Der S5 Max bringt zwei Besonderheiten mit: Einen größeren Wassertank und eine intelligente Wasserkontrolle.


  • Roborock S5 Max bei Amazon für 498,99 Euro (Amazon-Link)
  • Roborock S5 Max bei Gearbest mit Gutschein GBROBOROCKMAX für 420,09 Euro (zum Angebot)

Doch beginnen wir am Anfang. Im Lieferumfang enthalten sind der Roboter an sich, die Ladestation, der Wassertank, das Wischtusch, eine Unterlegmatte und das Ladekabel. Im Vergleich zum S6 gibt es hier eine deutlich kleinere Ladestation. Daraus resultieren Vor- und Nachteile.

Die Station ist 151 x 130 x 98 Millimeter groß und fast halb so klein wie die Station des Roborock S6. Allerdings kann man hier das Ladekabel nur noch auf der rechten Seite anschließen, außerdem fällt die Möglichkeit das Kabel in der Ladestation aufzuwickeln weg. Das deutsche Ladekabel ist mit 100 Zentimeter viel zu kurz. Wer die Steckdose nicht in direkter Nähe hat, muss hier selbst verlängern. Hier sollte Roborock definitiv ein längeres Kabel beilegen.

Optisch ist der S5 Max kaum von den anderen Modellen zu unterschieden. Die Abmessung betragen wie beim S6 353 x 350 x 96,5 Millimeter, das Gewicht liegt bei 3,5 Kilogramm. Die Saugkraft liegt bei 2000pa , die Lautstärke maximal bei 65 dB. Die Staubkammer ist 460 Millimeter groß, der Wassertank fasst 290 Milliliter. Der Wassertank bei den anderen Modellen ist nur 140 Milliliter groß. Die Arbeitszeit liegt bei bis zu 2,5 Stunden, die Ladezeit bei 5 Stunden.

Die insgesamt 13 Sensoren sorgen dafür, dass der Roboter Hindernisse erkennt und Abgründe nicht hinabstürzt. Sobald die Karte angelegt ist, werden Berührungen mit Hindernissen auf ein Minimum reduziert. Durch die Pufferzone auf der Front gibt es aber bei Berührungen keine Macken oder Kratzer.

Einrichtung per Roborock-App

Wenn ihr einen festen Platz für den S5 Max gefunden und ihn angeschlossen habt, könnt ihr ihn in der Roborock-App (App Store-Link) einpflegen. Dazu benötigt ihr einen Account. In der App werdet ihr angeleitet, müsst euer WLAN-Passwort eingeben und könnt dann auf alle Funktionen zugreifen.

Ich habe die erste Reinigung ohne Wischmopp laufen lassen. Die Erstellung der Karte via Lasermessung erfolgt gut, schnell und zuverlässig. Während der Roborock bei seiner ersten Fahrt noch einige Stellen doppelt angefahren hat, wird er vor allem nach der Raumeinteilung besser. Er reinigt dann immer längsseitig, das geht deutlich schneller.

Bevor ihr die selektive Raumreinigung starten könnt, müsst ihr eure Karte überarbeiten. Die Raumeinteilung geht einfach von der Hand. Über eine verschiebbare Linie könnt ihr Räume trennen oder nebeneinander liegende Bereiche zusammenführen. Ebenso könnt ihr Sperrzonen anlegen und virtuelle Wände ziehen. Leider kann man Räumen keinen Namen geben, sondern muss sie stets über die Karte anwählen. Besonders praktisch: Es lassen sich Wisch-Sperrzonen zusätzlich anlegen. So fährt der Roboter mit aktiver Wischfunktion nicht über den Teppich. Das funktioniert sehr gut!

In der Roborock-App könnt ihr zudem ein deutsches Sprachpaket installieren, die Kontrollleuchte am Gerät deaktivieren oder den Teppichmodus regeln. Ebenso könnt ihr den Modus „Nicht stören“ programmieren. Im Bereich „Timer“ könnt ihr dann euren Putzplan festlegen. Hier lassen sich die Startzeit, der Zeitraum und der Modus hinterlegen. Zudem könnt ihr auch angeben, ob gesaugt und/oder gewischt werden soll. So könnt ihr mit mehreren Timern genau bestimmen, wann, wo und wie der Roboter bestimmte Räume reinigen soll. Sehr praktisch.

‎Roborock
‎Roborock
Preis: Kostenlos

Mit der Pin-and-Go-Funktion könnt ihr den Roborock S5 Max zu einer bestimmten Position auf der Karte navigieren. Hier kann man dann eine gezielte und manuelle Reinigung vornehmen. Neben der Möglichkeit die Firmware zu aktualisieren könnt ihr zudem den Reinigungsverlauf einsehen und auf die Wartung zugreifen. Hier wird aufgelistet, wann ihr Sensoren reinigen und Filter waschen solltet.

Die Roborock-App lässt keine Wünsche offen, ist in deutscher Sprache vorliegend und einfach zu bedienen. So stellt man sich das vor.

Roborock S5 Max reinigt gut

Der S5 Max verrichtet gute Arbeit. Das Saugen kenne ich ja schon vom S6, hier sind beide Roboter gleich gut. Die Wischfunktion wurde im S5 Max aufgewertet und erleichtert nun das Vorgehen. Der Wassertank ist dauerhaft am Roboter angebracht, das Wischtusch müsst ihr aber weiterhin manuell befestigen. Leider gibt es nur ein einziges Wischtuch, Ersatz muss man separat bestellen.

Die Wischfunktion mit der Wasserkontrolle ist praktisch. Bei Fliesen kann man zum Beispiel mehr Wasser zur Reinigung nutzen, bei Parkett oder Laminat sind geringere Mengen sinnvoll. Natürlich könnt ihr das für jeden Raum einzeln festlegen.

Ich finde das feuchte Durchwischen gut. Natürlich sollte man wissen: Die Wischfunktion ersetzt nicht das manuelle Wischen. Für eine solide Grundreinheit eignet sich die automatische Wischfunktion aber schon. Dabei saugt der S5 Max und der hinten angebrachte Mopp wischt feucht hinterher.

Für wen eignet sich der S5 Max?

Der S5 Max bietet mehr Optionen bezüglich der Wischfunktion. Wer darauf viel wert legt, bekommt hier einen sehr guten Saug- und Wischroboter. Der Umstieg vom S5 auf den S5 Max ist aber nicht zwingend. Immerhin kann man seit Kurzem auch beim alten S5 eine selektive Raumreinigung starten. Wer ältere Modelle im Einsatz hat, kann mit einem Umstieg liebäugeln. Sollte der S6 aktiv sein, sollte man von einem Umstieg absehen.

Der Roborock S5 Max ist eine gute Weiterentwicklung und ist qualitativ wirklich top. Auch die Roborock-App ist sehr empfehlenswert. Bei Amazon kostet der S5 Max 498,99 Euro (Amazon-Link), bei Gearbest könnt ihr den S5 Max für 420,09 Euro (zum Angebot) bekommen, wenn ihr den Gutschein GBROBOROCKMAX nutzt. Der Versand erfolgt allerdings aus China und dauert etwas länger.

Ihr habt noch Fragen? In den Kommentaren beantworte ich diese gerne.

Kommentare 13 Antworten

      1. Unten drunter ist beim Infofeld zu Zoll angegeben, dass der Zoll nicht in den Kosten beinhaltet ist. Das hat mich dann doch vom Kauf über Gearbest abgehalten.

  1. Toll ja, ABER:
    -wenn mein Sauger im Flur steht und in der Küche wischen soll, macht er bereits eine Wischspur im Flur.
    -Automatisches Wischen sollte aufhören, wenn ein Teppich erkannt wird – macht er jedoch nicht
    -Wischen ist so eine Alibi-Funktion und nicht wirklich gründlich

  2. Interessant, dass ihr euch „traut“ den S5Max unter den S6 zu stellen (Oder ein Versehen?), hab ich bisher selten in einem Test gelesen.

    Aber die bessere Kabelführung, die bessere Bodenplatte, aber vor allem mehr Sensoren (vor allem der am Bumper) und kürzere Ladezeiten sprechen auch für mich eher für den S6.

    Dadurch, dass der Lappen bei beiden manuell drangemacht werden muss, ist die Wischfunktion (richtiges Wissen ist dies ja sowieso nicht) auch nicht wirklich besser für mich als der S6.

  3. die Wischfunktion ist doch m.E. sowieso nur ein running gag !
    Wer einen reinen Parkett- oder Laminat/Vinylboden hat, kann sich damit ggf. noch einen Glanzeffekt holen, mehr aber auch nicht …

    just my 2 ct.

  4. Hallo Freddy, frage an den Fachmann: Es betrifft eigentlich die App bzw. das Update für den S5, aber da das hier aktueller ist an dieser Stelle: Ich verwende bisher die MiHome App – und bin damit eigentlich nicht so happy gewesen. Irgendwann wurde die maximale Größe der selektiven reinigung limitiert, so dass ich für das Wohnzimmer mit Wohnküche 2 „Quadrate“ aufziehen muss, dann wird die Karte nicht gespeichert. Geht irgendwas schief muss man erst die ganze Wohnung reinigen lassen bis die Karte wieder stimmt.

    Die RoboRock App sieht da ja deutlich fortgeschrittenenr aus – und jetzt noch die Aufteilung in Räume… Ist das nun die gleiche App nach Update oder eine andere und ist sie gleichermaßen kompatibel?

    1. Meinen Roborock S6 habe ich auch über die Mi Home-App eingebunden. Die beiden Apps sind quasi identisch, allerdings konnte ich in der Mi Home App Räume nicht vernünftig einzeichnen – in der Roborock-App geht das wunderbar. Ich habe meinen S6 jetzt auch in der Roborock-App eingerichtet.

        1. Probier es mal aus. Ich habe leider keinen S5 hier. Beim S6 konnte ich Räume auch in der Mi Home App einzeichnen, aber unzureichend. Die Roborock-App ist da besser.

  5. Wir haben zur Zeit eine Vileda Saugroboter in Betrieb, der unser Vogelzimmer reinigt. Na jaab und zu fallen auch mal Kleinigkeiten auf den Boden die wir gerne auch aufwischen lassen würden. In dem Thema stehen wir gerne als Extrem Tester zur Verfügung….. 🙂

  6. Hallo Freddy, habe mir den S5 Max gestern bestellt. Soll ich zwecks automatischem Erstellen der Karte in der App einige Dekoteile (z. B. Stehlampe, gr. Kerzenständer) oder schmale Esszimmer Stühle (dazwischen käme der nicht) wegräumen und später als Sperrzone einrichten
    oder
    brauche ich das Wegräumen und die Sperrzone nicht und mein neuer Freund ‚erkennt‘ diese Gegenstände automatisch? Danke vorab für deine Tipps 😀

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Copyright © 2020 appgefahren.de