SimpleLoad: Drahtloses Laden von iOS-Geräten für geschäftliche und private Zwecke

Das drahtlose Ladeprinzip über Induktion kennt sicher jeder Nutzer einer elektrischen Zahnbürste. Mit SimpleLoad will ein Unternehmen diese Technik in vielen Bereichen des Lebens etablieren.

SimpleLoad

SimpleLoad ist ein deutsches Unternehmen aus Paderborn, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, den drahtlosen Ladevorgang mittels Qi-Technologie in vielen Bereichen des Alltags zu etablieren. Denn wohl jeder hat das Problem selbst schon einmal erleben dürfen: Gerade dann, wenn man unterwegs ist oder keine Steckdose samt Ladekabel zur Hand ist, macht der Akku des Smartphones schlapp – sei es im Café, auf Reisen, im Restaurant oder bei der Arbeit.


Die Macher von SimpleLoad bieten daher sowohl geschäftlichen Partnern als auch Privatanwendern in ihrem Webshop verschiedene Produkte an, um kabelloses Laden in den eigenen vier Wänden oder in geschäftlich genutzten Räumen für Kunden anbieten zu können. Gegen ein Entgelt können sich SimpleLoad-Anbieter – darunter jetzt schon einige Lokale im norddeutschen Raum, unter anderem in Braunschweig und Hannover – zudem in eine Liste eintragen lassen, um von potentiellen Kunden und Nutzern gefunden zu werden. Ebenfalls vorhanden ist eine iOS- und Android-App, über die sich SimpleLoad-Ladestellen in der näheren Umgebung ausfindig machen lassen (App Store-Link).

iPhone benötigt zusätzliche Ladehülle

Wie man allerdings weiß, wird das kabellose Laden per Induktion bisher von keinem Apple-Gerät werksseitig unterstützt. Das Team von SimpleLoad bietet daher im Webshop neben mobilen und stationären Ladepads, die sich unter anderem in Möbelstücke verbauen lassen, auch Adapter zum Anstecken an den Lightning-Port des Apple-Geräts an. Die als „SimpleMatch“ bezeichneten Adapter kommen als kleiner Stick (10,00 Euro), als SimpleMatch Card (16,95 Euro) oder auch als Silikonhülle „SimpleMatch Cover“ samt drei Farbausführungen (22,50 Euro) daher, um die Geräte mit den Ladeplatten kompatibel zu machen. Die Ladepads selbst sind ab 69,00 Euro im Webshop des Unternehmens zu finden.

Ob sich dieses Ladesystem, das aufgrund seiner Qi-Technik um einiges länger dauert als das gewöhnliche Aufladen per Kabel, dauerhaft durchsetzen wird, muss die Zukunft zeigen. Ungemein praktisch wäre es für viele Smartphone-Nutzer allerdings schon, wenn es ein großes Netzwerk an SimpleLoad-Stationen an jeder Straßenecke geben würde – und man selbst außer einem kompatiblem Gerät oder einem kleinen, 10 Euro teuren Adapter, keine Ausgaben zu tätigen hätte, um unterwegs immer wieder bequem mit Strom versorgt zu werden. Auch große Möbelketten wie IKEA bieten mittlerweile Möbelstücke mit eingebauten Induktionsfeldern sowie passende Smartphone-Hüllen an.

Was haltet ihr vom kabellosen Aufladen per Induktion? Nutzt ihr schon Ladepads im privaten oder geschäftlichen Bereich? Und könnt ihr euch vorstellen, dass sich ein System wie SimpleLoad deutschlandweit im Alltag etablieren kann?

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Kommentare 25 Antworten

  1. Mich wundert es sowieso, warum Apple das noch nicht selbst macht. Die Flagshifes der Konkurrenz hat es und es ist in meinen Augen die Zukunft

  2. Finde die Idee genial, sollte allerdings erst noch weiter ausgereift sein. Vorher wird Apple wahrscheinlich eh nicht auf den Zug aufspringen, wird es dann als allerdings eigene tolle perfektionierte Neuerung darstellen, jeder findet’s toll (inkl. mir ?) und es verkauft sich mal wieder ein Apple Gerät wie geschnitten Brot. Aber noch vertraue ich Drittanbieterlösungen da nicht … Ikea bietet ja auch eine für iPhones an …

  3. Supercool, will ich!
    Wie lange bzw. wieviel Prozent länger wird der Ladevorgang vermutlich dauern? Interessant wäre auch, wie dick ist diese hülle bzw. diese simpleMatch Card ist? Den die von Ikea angegebenen 2 cm sind ja wohl ähnlich unakzeptabel wie die huckepackhülle von Apple.

    1. meine iphone 4s-hülle ist ca. 1,5mm dick und hat unten einen rand, in dem sich der anschluss befindet
      es gibt aber auch pads zum aufkleben, die sind dann nur ein paar zehntel-mm stark

    2. Hallo Leute,

      anbei mal ein Video, welches verdeutlichen soll, wofür das kabellose Laden eigentlich gut ist.
      Sicher habt Ihr Recht, wenn Ihr sagt, dass man bei Benutzung eines Auftisch Wireless Charger auch gleich ein Kabel nehmen könnte. Viel Mehr-/Wenigeraufwand ist es nicht, aber wenn man mal einen Schritt weiter schaut (Video), dann wird klar, welchen Vorteil es dann doch hat.
      Hier mal das Video: https://www.youtube.com/watch?v=qXOQsaTpufg

      LG an alle.

    1. Das ist wirklich eine interessante Frage aber ich denke nicht das es so stark ist, weil es für gewöhnlich schon nicht mehr funktioniert wenn es nen paar Millimeter daneben liegt

    2. das wechselfeld ist minimal und ein paar millimeter abstand reichen um es zusammenbrechen zu lassen
      dazu interagiert das feld nur mit einer passenden empfängerspule, erst dann wird die übertragung aktiviert

  4. Für mein 6S habe ich mir zum Test ein paar Adapter und Ladegeräte in China besorgt, da ich die Technik sehr charmant finde. Das Ergebnis war jedoch nicht alltagstauglich. Entweder brach die Verbindung zum Ladegerät dauernd ab, oder die Position musste ganz genau passen. Wenn denn mal geladen wurde, dauerte der Vorgang elendig lange. Inzwischen nehme ich wieder das Kabel.

  5. Da ich das 6+ maximal bis 90% lade (was je nachdem 1-1,5 h dauert) und währenddessen gerne immer mal wieder in die Hand nehme, falls ich was brauche, eignet sich die induktive Ladestation nicht für mich. Das würde nur den Ladeprozess andauernd unterbrechen und extrem strecken.
    Außerdem muss das Gerät recht präzise an einem Punkt abgelegt werden.

    Es gibt viele andere Konzepte, die für mich viel mehr nach „Zukunft“ klingen. ZB das Funkladen und Internet über Lichtquellen – versprechen beide mehr Freiheit.

    1. ein unterbrochener ladevorgang, dauert im endeffekt nicht länger und wenn du dich daran gewöhnst dein handy immer auf dem ladepad abzulegen, hast du sogar 2 vorteile: 1. das ding ist immer voll und 2. du weisst immer wo es liegt
      das laden auf 90% ist nicht sehr zielführend, da die akkus intern eh nur bis 90-95% geladen werden um die ladezyklen zu erhohen, viel mehr holst du mit der 90% laderei nicht heraus

      1. Deswegen vermeide ich es.
        1. Ich will unter keinen Umständen, dass das Ding immer voll ist.
        2. Die Akkus werden nicht bis „90% geladen“. Anscheinend verwechselst du da einiges. Es gibt das logarithmische Laden, um Spannungsspitzen in den einzelnen Segmenten zu vermeiden und die Temperatur niedrig zu halten.
        Bei Überladung hat man eine Explosionsgefahr und diese wurde durch moderne Controller beseitigt – die Alterung ist etwas anderes.
        Geladen wird letztendlich immer voll – kein Anbieter würde Kapazität verschenken, wo jeder Millimeter Raum das kostbarste Gut ist. Das Einzige, was sie einhalten, ist die typische Angabe von 30% Oberflächenverlust nach rund 1000 Vollladungen.

        Und dieser entsteht nunmal fast ausschließlich auf hohen Ladestufen. Willst du von deinem Lithium Akku länger einen Nutzen haben, operierst du stets (wenigstens) im 20-80 Fenster.

        Außerdem habe ich hervorgehoben, wie unpraktisch ein solcher Pad ist.
        1. Du unterbrichst den Ladevorgang jedes Mal wenn du etwas nachsehen oder beantworten musst.
        2. Es lädt extrem langsam auf.
        3. Du musst stets recht präzise das Handy ablegen, um zu laden – machst du es in der Hast mal nicht, dann endest du mit einem leeren Akku, wenn du schnell raus musst.
        4. Das Handy muss (bei den meisten Ausführungen) flach auf dem Tisch liegen. Ich bevorzuge es zB in einem Just Mobile Cup stehen zu haben, wo ich es auch aus einem Blickwinkel sehe.

        Wie gesagt, ich unterstütze Apple in der Entscheidung nicht mal 0,5 mm Dicke für die Spule geopfert zu haben, da mich diese Technik in einem Smartphone nicht überzeugt hat.

        Zahnbürste ist da eine ganz andere Angelegenheit.

  6. Habe es auch mit adaptern von amazon versucht an einem 6s plus. Das laden dauert zu lange und wie schon blahblupp geschrieben hat es muss zu 100% drauf liegen .

  7. Apple könnte die Induktionsspule direkt in die Rückseite des iPhones integrieren und es würde weniger als 1mm beanspruchen. Damit bestünde für jeden die Option es zu nutzen oder nicht. Stellt sich die Frage, was dagegen spricht? Manche Entscheidungen verstehe ich nicht 🙂 wird wohl eher ein finanzieller Aspekt sein statt einem technischem Problem.

    1. Falls Apple das mal integriert wird, was bei dem Dünner!!-Wahn eher unwahrscheinlich ist, dann bestimmt wieder mit einem auf Basis eines funktionierenden Standards nur mit Apple kompatiblem neuen. Vergleiche zB Airplay. Schließlich kann man damit Lizenzen verkaufen und Nutzer bequem weiter an sein System binden, und das ganze mit „funktionsgetestet“ schmackhaft machen. Warte bloß darauf, das Bluetooth als Audio-Übertragung nur noch das Headset – Profil unterstützt, damit der qualitative Abstand zu Airplay noch größer wird. Da kommen ja genau aus dem Grund auch niemals bessere Codecs – die es schon eine halbe Ewigkeit gibt – zum Einsatz. Nein, wieso auch. Dann könnte man ja einfacher von Apple weg wechseln. Und ja, mich nervt diese ganze künstliche Kindenbindungs-Optimierung. ?

      1. Hat alles vor und Nachteile. Und ja, dahinter steckt immer noch ein gewinnorientiertes unternehmen was vorrangig seine Aktionäre glücklich machen will. Aber jeden marginalen Scheiss als proprietäre Lösung anzubieten, nur um damit Lizenzen / gesondertes Zubehör verkaufen zu können, find auch ich dann affig. Das wird dann auch hoffentlich auf kurz oder lang nicht so helle Kundschaft abtrünnig werden lassen, um denen mal einen Denkzettel zu verpassen 🙂 dieses Jahr wird wohl generell interessant was den Smartphone Markt und auch die Preise der Konkurrenz (und deren Konkurrenz) betrifft. Mal schauen was kommt und die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt 😉

        1. Die Hoffnung hab ich auch noch nicht verloren, nur sehe ich das nicht so rosig wie viele andere hier. Beziehungsweise sehe ich Dinge allgemein kritischer. Das heißt nicht, dass ich Negatives geradezu suche, aber ich finde wohl vieles eher negativ als andere. Ähnlich wie beim Thema Datenschutz – den Satz „wieso, ich hab doch nichts zu verbergen“ zum Beispiel kann ich echt nicht mehr hören. Das sind dann so grundsätzlich verschiedene Auffassungen…

          1. Hehe, klar, kann deine Ansicht verstehen und es ist ja auch richtig. Man sollte immer alles versuchen objektiv zu betrachten und nicht von der „wie mir das am besten passt“. Seelig sind halt die Unwissenden. Und es ist teilweise echt erschreckend was man meint lediglich preis zu geben.

  8. Also wenn man einen kleinen Stick „Simple Match“ mit herumtragen muss, könnte ich ebenso an meine Powerbar denken und mit herumtragen … Vorteil dabei man kann unterwegs laden. Für Apple Produkte daher eher ungeeignet. Andererseits, sollte es irgendwann doch mal Standard werden, bestimmt nicht schlecht im Café beim Cappuccino das Gerät etwas laden zu können.

  9. @appgefahren: Hätte es cool gefunden, wenn Ihr es selbst getestet hättet. So wiederholt der Artikel nur die Werbeaussagen, denen ich sehr skeptisch gegenüber stehe.

  10. Und in Cafés sitzen dann alle und bewachen adleräugig ihre Handys ?

    Ich leg mein iPhone nicht einfach so auf den Tisch. Man muss es Langfingern ja nicht leichter machen als nötig

  11. mache ich seit jahren bei iphones und android handys…
    für iphones nehme ich leichte hüllen, die zusätzlich das gerät schützen
    und bei android verwende ich hauchdünne klebepads mit micro-usb ministecker
    diese klebe ich dann auf die rückseite
    ladepads habe ich zuhause und in der firma
    selbst im e-auto sind 2 der pads verbaut
    so bin ich noch nie ohne saft liegen geblieben

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