Slopes: Ist das der aktuell beste Ski-Tracker?

Einen Tag mit dem iPhone in Winterberg

Bereits vor ein paar Jahren habe ich Slopes (App Store-Link) ausprobiert, damals hat mir die App noch nicht so gut gefallen. Nun habe ich dem Ski-Tracker für das iPhone eine zweite Chance gegeben und will euch heute von meinen Erfahrungen berichten, die ich gestern in Winterberg habe sammeln können.

Warum überhaupt ein Ski-Tracker? Ich finde es unglaublich spannend zu erfahren, wie viele Pistenkilometer man abgefahren ist, wie lange man im Lift saß und welche Höchstgeschwindigkeit man auf welcher Piste erreicht hat. Insbesondere der letzte Wert ist oft überraschend hoch, da man die Geschwindigkeit auf Skiern kaum richtig einschätzen kann.

Leider hat sich in den letzten Jahren im Ski-Tracker-Segment sehr wenig getan. Navionics hat die Entwicklung an der eigenen Tracker-App eingestellt, auch andere Anwendungen, die auf der gleichen Basis basierten, wurden noch nicht an das iPhone X angepasst und sehen einfach altbacken aus.

Premium-Funktionen nur mit einem digitalen Skipass

Eine erfrischende Alternative ist Slopes, das in den letzten Jahren regelmäßig weiterentwickelt wurde, aber nicht ganz kostenlos ist. Für die Premium-Funktionen benötigt man einen digitalen Skipass, der 2,29 Euro für einen Tag, 8,99 Euro für fünf Tage oder 14,99 Euro für ein Jahr kostet. Im Vergleich zu den Kosten, die man beim Skifahren sonst hat, meiner Meinung nach gerade noch so zu verschmerzen.

Wirklich genutzt habe ich die ganzen Funktionen, die Slopes bietet, noch nicht. So gibt es in der App eine Live-Tracking-Funktionalität, mit der man sich direkt im Lift auf der Apple Watch oder dem iPhone über die aktuellen Statistiken informieren kann. Ich habe leidlich in der Mittagspause und am Ende des Skitages in die App geschaut.

Spannend ist die Anbindung an Apple Health. Damit können beispielsweise die Ski-Daten um die Pulsmessung der Apple Watch ergänzt werden. Hat sich der Herzschlag auf einer besonders steilen Abfahrt verändert? Slopes verrät es euch im Anschluss.

Die zwei Features fehlen mir in Slopes

Bei der Auswertung werden nicht nur Daten wie Geschwindigkeit und Strecke angezeigt, sondern auch auf einer 3D-Karte visualisiert und um die am Tag geschossenen Fotos ergänzt. Das sieht wirklich klasse aus und macht Lust auf mehr, zumal man die besten Statistiken auch gleich optisch aufgehübscht in sozialen Netzwerken teilen kann.

Aktuell habe ich für Slopes nur zwei Wünsche, die der Entwickler in Zukunft ja vielleicht sogar umsetzen kann. So würde ich mir eine Übersetzung in andere Sprache wünschen, aktuell ist Slopes nur auf Englisch verfügbar. Ebenfalls klasse wäre eine einfache Übersicht aller Abfahrten und Lifte als eine ganze Liste als Alternative zur interaktiven Kartenansicht.

Slopes
Slopes
Entwickler: Consumed by Code
Preis: Kostenlos+

Kommentare 9 Antworten

  1. Ich nutze slopes schon länger und bin super zufrieden. Der Entwickler steckt mit seinem Herzblut drin und daher ist der Preis durchaus fair. Ich kann die App wirklich nur empfehlen. Das es sie nur auf englisch gibt stört nicht, dir paar Wörter versteht man auch so.

    1. Ist vollkommen ok.
      Aber es zeichnet ja nicht wirklich Echtzeitdaten auf. Die Übersicht der Lifte ist sehr gut und die Kilometerangaben sind garnicht mal so schlecht. Es weicht in etwa um 10-15% nach oben ab.
      Wenn Du günstig Echtzeitdaten haben möchtest, dann nimm Ski Tracks. Kostet einmalig 2 Euro und du hast Apple Watch Support, Health Integration und man bekommt die wichtigsten Daten seines Tages. App ist sehr stabil.
      Aus meiner Sicht eine gute Lösung. Alles darüber hinaus ist nicht wirklich notwendig, schon garnicht für den Preis. Wenn Ski Tracks noch die Liftnamen erkennen würde, wäre es nahezu perfekt, und das für schmales Geld.

  2. Das ist interessant, dass ihr darüber berichtet. Ich habe eine ziemlich lange E-Mail an den Entwickler geschrieben mit einigen Verbesserungsvorschlägen und Kritikpunkten.
    Was auffällt ist z.B. dass Slopes im Vergleich zu anderen Apps deutlich wenige Kilometer zählt (zwischen 3-10 Prozent). Auch wenn ich Tracks in unterschiedliche Formate importiere, kommen unterschiedliche Ergebnisse raus. Dann sieht man oft in der grafischen Lift und Abfahrtsanzeige Unterbrechungen (hpts. am Ende einer Abfahrt)
    Die Listenansicht habe ich auch erwähnt. Eigentlich recht unübersichtlich so.
    Die non plus ultra App ist es nicht. Im Gegensatz zu Navionics werden auch die Pisten nicht erkannt etc.
    Eine tolle App. Deswegen habe ich den Kontakt zum Entwickler gesucht. Aber VIEL zu teuer. Aktuell sehe ich bis auf die 3D Darstellung und die Lifterkennung 0 Mehrwert zu Ski Tracks. Weshalb 15 Euro pro Jahr zahlen oder 2 Euro pro Tag? Das ist es nicht wert, für eine App, die man ab und an verwendet. Da spielt die Leidenschaft vom Entwickler keine Rolle. Das sind Preise für Business !

  3. Ich benutze Runtastic pro dafür – geht auch 😂 man sieht die Kilometer Angabe – höchstes Tempo etc – ich hatte die App auch mal ( Slope) – ich kann echt nicht verstehen das ich im Urlaub ca 15€ nochmal ausgeben soll um Daten zu bekommen.

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