Smart Home: Konzern-Allianz trifft Vorbereitungen für Release im nächsten Jahr

Update zur aktuellen Entwicklung

Zum Ende des letzten Jahres sorgte eine Ankündigung für Aufsehen: Apple, Google, Amazon und die Zigbee Alliance mit Ikea, Samsung, Signify, Somfy und weiteren Firmen hatten sich in einer Arbeitsgruppe zusammengeschlossen, um das „Project Connected Home over IP“ auf den Weg zu bringen und einen Open Source-Standard für das Smart Home zu entwickeln. Dieser soll für weitreichende Kompatibilität, Sicherheit und vereinfachte Entwicklung bei den Herstellern sorgen.

Nun hat die Zigbee Alliance weitere Informationen in Form eines Updates bekannt gegeben. „Wir sind auf dem besten Weg, bis Ende 2020 einen Spezifikationsentwurf vorzulegen, und arbeiten weiter auf unser Ziel hin, den Standard 2021 zu veröffentlichen“, heißt es in dem Artikel der Zigbee Alliance. Mittlerweile sei auch der Pool der teilnehmenden Partner enorm angewachsen: Zigbee berichtet von einem Start mit „ein paar dutzend teilnehmenden Unternehmen“, mittlerweile sollen sich mehr als 145 Firmen aktiv beteiligen. Auch ein GitHub-Archiv wurde eingerichtet. Zigbee berichtet dazu:


„Wir haben vor kurzem ein Open-Source-Repository auf GitHub eingerichtet, wo wir auf der Grundlage markterprobter Technologien rasch auf den globalen offenen Standard umstellen. Dieses Archiv ist ein Ansatz, bei dem die technische Spezifikation zuerst implementiert und die Integrationen in der Praxis überprüft werden. Durch die gemeinsame Nutzung des Archivs hoffen wir, die Vorteile des Projekts den Verbrauchern und Herstellern so schnell wie möglich zugänglich zu machen.“

Mit dem Open Source-Protokoll des Project Connected Home over IP sollen zahlreiche Smart Home-Geräte unter einem Standard zusammengefasst werden. Dazu zählen laut der Zigbee Alliance unter anderem Produkte wie

  • Beleuchtung und Elektrik (z.B. Glühbirnen, Leuchten, Steuerungen, Stecker, Steckdosen)
  • HLK-Steuerungen (z.B. Thermostate, AC-Einheiten)
  • Zugangskontrolle (z.B. Türschlösser, Garagentore)
  • Sicherheit (z.B. Sensoren, Detektoren, Sicherheitssysteme)
  • Fensterabdeckungen/-vorhänge
  • Fernseher
  • Access Points
  • Bridges

Weitere Informationen zum Project Connected Home over IP gibt es auch auf der offiziellen Website. Dort werden gängige Fragen von Endkunden und Entwickler beantwortet.

Grafik: Zigbee Alliance.

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Kommentare 2 Antworten

    1. Selbst bei der ZigBee Allianz, die als Markenkern hat, dass die Produkt untereinander kompatibel sind, ist es bis heute nicht möglich, dass Firmware-Updates der Produkte mit der Basis eines anderen Herstellers funktionieren. Ein Trådfri-Update unter Hue ist nicht möglich, auch wenn die Lampen damit angesteuert werden können und andersrum.
      Bei Apple HomeKit ist es bis heute nicht möglich, dass Firmware Updates außerhalb der Hersteller-App angestoßen werden – obwohl HomeKit streng reguliert ist.
      Apple selbst erlaubt in HomeKit bis heute keine Universal Bridges, so wie zB Homebridge. Und dass, obwohl es den Herstellern möglich wäre, eigene Erweiterungen für die Homebridge zu schreiben, die dann Sonderfunktionen unterstützen.
      Ich mache mir da keine Illusionen, dass sich da so bald etwas ändern wird. SmartHome ist ein Flickenteppich und das ist auch gewollt: einmal für einen Hersteller entschieden, bleibt man eben auch in diesem Kosmos. Ein Umstieg kommt idR teuer.

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