Tomb Raider I aus 1996 für 89 Cent auf iOS veröffentlicht

Mit dieser Überraschung hätten wir heute nicht gerechnet: Square Enix hat den Klassiker Tomb Raider im App Store veröffentlicht.

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Lara Croft. Damit könnten wir diesen Artikel eigentlich beenden und euch direkt in den App Store schicken. Dort ist seit heute nämlich ein echter Klassiker der Videospiel-Geschichte zu finden: Tomb Raider (App Store-Link). Für gerade einmal 89 Cent kann man sich den Titel aus dem Jahre 1996 auf sein iPhone und iPad laden. Wir haben den knapp 300 MB großen Download schon getätigt und wollen euch mit ersten Eindrücken versorgen.

Zunächst habe ich ja an einen Fake gedacht, als ich das Spiel heute Morgen im App Store entdeckt habe. Doch es handelt sich tatsächlich um Tomb Raider, wie wir es noch alle aus dem letzten Jahrtausend kennen. Im dem Action-Adventure spielt natürlich Lara Croft die Hauptrolle, auf deren Vorzüge wir an dieser Stelle nicht eingehen wollen. Uhh.

Die Geschichte des Spiels solltet ihr noch irgendwo tief in euch haben, ansonsten könnt ihr den ganzen Kram auch einfach auf Wikipedia nachlesen. Wir interessieren uns viel mehr für die Technik und die Umsetzung auf den Touchscreen. In Sachen Grafik muss man sagen: Absolut okay und Retina-tauglich, lediglich die eingebundenen Video-Sequenzen sind etwas unscharf.

Ein Knackpunkt könnte die Steuerung sein, die in Tomb Raider auf iPhone und iPad zumindest in den ersten Minuten gewöhnungsbedürftig war. Auf der linken Seite des Displays hat man einen virtuelles D-Pad, mit dem man durch die Gegend läuft. Auf der rechten Seite findet man acht weitere Buttons, über die man Aktionen wie Springen, Umsehen oder das Ziehen der Waffe auslösen kann. Hier könnte ich mir durchaus vorstellen, dass man im Eifer des Gefechts den falschen Knopf trifft, immerhin kann man die Belegung aber in den Optionen frei anpassen.

Eine erfreuliche Nachricht erwartete mich, als ich Tomb Raider auf dem iPhone mit angeschlossenem MOGA Ace Power startete: Controller verbunden, hieß es auf dem Display. Die iOS-App ist wirklich gut für den Gamecontroller optimiert worden – so wurden die virtuellen Buttons ausgeblendet und man kann beide Analog-Sticks für die Steuerung (Laufen und Umsehen) verwenden. Das macht deutlich mehr Spaß.

Aber egal ob die Touchscreen-Steuerung ein wenig hakelig ist, die Grafik nicht mehr besonders modern ist – Tomb Raider ist ohne Zweifel Kult. In Anbetracht der Tatsache, dass der Preis gerade einmal 89 Cent beträgt, kann man sich dieses Stück Geschichte durchaus auf sein iPhone oder iPad laden. Vorher könnt ihr euch ein über 30 Minuten langes Gameplay-Video ansehen.

Gameplay-Video: Tomb Raider I für iOS

Kommentare 22 Antworten

  1. Im Gameplay-Video nicht zu sehen und im Text nicht erwähnt (vergessen? 😉 ), daher frag ich mal hier: wie sieht es mit der Sprache aus. Nur in englisch, mit Untertiteln in Deutsch oder gar keine UT?
    Was die Grafik und Videoqualität angeht, so denke ich, dass hier nur eine Portierung stattgefunden hat – die Videos also noch die alten sind, wie man sie von PS1 oder PC kennt, was aber nicht schlimm ist – wie ihr schon geschrieben habt: Kult bzw. Geschichte.
    Toll finde ich die Controller-Unterstützung – so langsam doch mal über den Kauf nachdenken…

    1. Die Original-Videos waren ja interlaced – es wurde nur jede zweite Zeile angezeigt. Da hier die fehlenden Zeilen einfach dazugerechnet wurden, ergibt sich daraus natürlich Unschärfe.

  2. Sehr cool, ach ist das lange her. Glaube langsam werde ich alt 😉 wie die Zeit vergeht. Früher mussten Wir große und laute Maschinen nutzen, nun auf dem iOS.

  3. Schade um das schöne Spiel. Mit der schlechten Grafik könnte ich ja leben aber die Steuerung geht garnicht! Schnelles Agieren ist unmöglich. Da ich am PC alle Teile gespielt habe ist das Game so nicht spielbar! Weder am Iphone 5 noch am IPad 2…..

    1. Also ich finde sie um einiges gelungener als auf meinem n-gage.
      Aber natürlich, um in den alten genuss zu kommen, braucht man eben einen controler. Wie schaut es da eigentlich mit den controlern fürs ipad auf amazon aus, funktioniert da einer für?

  4. Die Steuerung ist leider ziemlich schlecht, anständig laufen ist schon verdammt schwer, dazu die weniger gute Kamera… Auf dem PC natürlich um einiges spaßiger 😛

  5. Oft schon hatte ich daran gedacht, hatte es mir gewünscht und oft vergeblich den App-Store danach durchforstet und jetzt ist es endlich soweit: Das Urgestein des Action-Adventures auf meinem iPad! 🙂

    Also für mich ist das immer noch ein sehr gutes Spiel. Die jungen Leute von heute, die mit 3D aufgewachsen sind, können wohl kaum nachempfinden, wie unglaublich eindrucksvoll dieses Spiel auf die damaligen Spieler gewirkt hat.

    Klar, es gab Doom und „Beben“, wovon besonders das letztere, das im selben Jahr wie Tomb Raider erschienen ist, einen bleibenden Eindruck hinterließ. Ansonsten gab es auf dem PC vor allem 2D-Spiele und Textadventures.

    Aber bei Tomb Raider stimmte einfach alles: Eine spannende, mystische und nahezu episch lange Geschichte über für damalige Verhältnisse unzählige und teilweise riesige Level, die Verbindung von Action und Rätseln (die Geburt des Genres „Action-Adventure“), in die Handlung eingebettete Filmsequenzen, die die Story voranbrachten, in jedem Level zu entdeckende Geheimnisse, die den Wiederspielwert erhöhten (ich liebte den Klang, der ertönte, wenn ich eines gefunden hatte: er war wie eine schöne Belohnung, die dem Ohr schmeichelte!), eine 3D-Grafik in einem Detailgrad, die in dieser Zeit in der PC Welt einzigartig war, eine charismatische, faszinierende, weibliche Heldin, der Man(n) gern hinterherschaute 😉 und mit der sich beide Geschlechter identifizieren konnten, eine Spielfigur, die nicht nur schauen, rennen und schießen, sondern auch klettern, springen, Gegenstände verschieben und Kunststückchen ausführen konnte (der Handstand 🙂 geht übrigens auch in der iOS Version). Habe ich noch etwas vergessen? 😉 und nicht zuletzt ein einfach nur genialer, abwechslungsreicher und stimmungsvoller Soundtrack, der allgemein mehr auf an die jeweilige Umgebung und der Situation angepassten Geräuschen als der wie in anderen Spielen üblicher Dauerbeschallung mit Computerdudelmusik setzte (den Höhlensound finde ich nach wie vor bis heute unerreicht!).

    Gerade die spannende Eingangsszene, nach welcher man sich das erste Mal allein in der Höhle befindet und die Tür hinter einem zuschlägt, war eine Offenbarung. Der unheimliche Sound, die Weite der Räume, erste Steuerungsversuche in dieser Welt, die Freiheiten, die einem die Möglichkeiten boten, dann erste Schockelemente, wenn man plötzlich von einem versteckten Pfeil getroffen oder von einem Gegner, z. B. von einem laut bellenden Hund angegriffen wurde…das Gefühl war einfach unbeschreiblich! Die meisten Leute, die ich das damals spielen sah, drehten und bewegten unwillkürlich und sinnloser Weise ihren Kopf, wenn sie sich mit der Spielfigur umschauten 😉 😀 Heutzutage ist 3D allgegenwärtig und normal geworden, aber damals war das immer noch etwas Besonderes und dieses Spiel wirklich eine Innovation.

    Ich war erst auch nicht sicher, ob mir dieses alte Game unter iOS oder überhaupt noch zusagen würde, aber erneut wurde ich trotz der veralteten Grafik und trotz der gewöhnungsbedürftigen Steuerung verzaubert und gefangen von diesem auch nach so vielen Jahren immer noch hervorragenden Spiel.

    A pros pros Steuerung: Das Spiel wurde damals vornehmlich mit der Tastatur (die man glaube ich, aber damals schon frei konfigurieren konnte) gespielt, mit der Maus konnte man nur schießen und sich umsehen, wenn ich mich richtig erinnere…wenn man das erst einmal akzeptiert hat und sich auf die Steuerung unter iOS einlässt, gewöhnt man sich schnell daran. Trotzdem hätte ich mir eine leichte Anpassung an den Touchscreen gewünscht, z. b. um sich etwas freier umsehen zu können.

    1. Auch toll und unter iOS sowie allgemein unter heutigen Games unverständlicherweise nahezu vollkommen verschwunden: Man kann das Spiel an jedem Punkt speichern!

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