TP-Link: Günstiger Einstieg ins Strom-Netzwerk

Inspiriert durch einen Foren-Beitrag und Amazons Angebote der Woche wollen wir uns in diesem Artikel um Netzwerkverbindungen über das Stromnetz kümmern.

In den Amazon Wochenangeboten gibt es derzeit das Devolo dLAN Netzwerk-Kit mit drei Adaptern für 99 Euro (Amazon-Link). Das ist zwar eine Ersparnis von rund 36 Euro im Vergleich zum nächstbesten Internet-Preis, aber immer noch eine Stange Geld. Wir haben uns gefragt: Geht das nicht günstiger und vielleicht sogar noch etwas besser? Immerhin liegt die durchschnittliche Wertung bei diesem Modell bei „nur“ vier Sternen.

Nach kurzer Zeit sind wir bereits auf eine interessante Alternative der Marke TP-Link gestoßen. Hier kostet das Starter-Kit mit zwei Netzwerk-Adaptern für die Steckdose nur 40 Euro (Amazon-Link), im kompakten Format zahlt man für zwei Stecker mit 47 Euro immer noch deutlich weniger als bei Devolo.

Zunächst wollen wir uns aber um das eigentliche Funktionsprinzip kümmern, das eigentlich ganz schnell erklärt ist: Zur Datenübertragung werden keine LAN-Kabel genutzt, die man quer durch das Haus legt, sondern einfach das bereits vorhandene Netzwerk der Stromleitungen. So kann man ganz einfach mehrere Etagen überbrücken, bei denen man eventuell über WLAN keine Chance hat. Praktischerweise muss man dafür nicht viel mehr tun, als die beiden Adapter in den gewünschten Räumen in eine Steckdose zu stecken und sie per LAN-Kabel an den Router und Computer (oder andere Geräte) anzuschließen. Um am anderen „Ende der Leitung“ ein WLAN zu erstellen, kann man auf einfache Access Points oder etwa Apples AirPort Express zurückgreifen.

Um die Sicherheit braucht man sich dabei kaum Gedanken machen. Selbst wenn sich jemand Zugang zum Stromnetz verschaffen sollte, werden die Daten zwischen den TP-Link-Adaptern mit einer 128-Bit-AES-Verschlüsselung versehen. Problematischer könnte dagegen die Verbindungsqualität sein. Dass man die angegebenen 500 MB/s erreicht, ist fast unmöglich. Unseren Erfahrungen nach dürfte sich die Geschwindigkeit bei rund 80-100 MB/s einpendeln, was für den Hausgebrauch aber immer noch vollkommen ausreichend ist (die meisten DSL-Verbindungen sind deutlich langsamer).

Allerdings gibt es immer wieder Ausreißer nach unten. Pauschalisieren kann man das aber nicht, hier ist man vom eigenen Stromnetz abhängig. Hier hilft nur die Devise: Probieren geht über Studieren. Wer aber zu der oben genannten Nutzergruppe gehört und nicht auf WLAN zurückgreifen kann, bekommt mit der Lösung von TP-Link einen günstigen Einstieg in das Thema „Strom-Netzwerk“.

Kommentare 9 Antworten

  1. Also ich habe die Adapter von dlink probiert und es in meinem Haus nicht geschaft, damit eine Verbindung herzustellen. Der Elektriker meinte, es läge an den Phasen. Die Steckdosen der verschiedenen Räumlichkeiten müssten auf der selben Phase liegen. Aber auch das brachte nicht den gewünschten Erfolg.

    Hat jemand ähnliche oder bessere Erfahrungen?

    1. Da hat der Elektriker nicht (mehr) ganz recht. Soweit ich weiß war es bei den ersten dLAN-Generationen tatsächlich so. Das sollte sich aber mittlerweilen erledigt haben.
      Bin übrigens seit vergangenem Jahr von devolo zu TP-Link gewechselt und nutze die TP-Link WLAN Serie. Bisher sehr zufrieden. Die Qualität des dLAN ist allerdings stark abhängig von der Qualität und Belastung der Stromleitungen im Haus. Da hilft meist wirklich nur probieren.

  2. Beides ist so nicht ganz richtig. Wenn der Stromzähler 400V zählt (das wären dann 3 Phasen), wird es unter Umständen auch nicht funktionieren. Der Zähler kann insofern nur als Indiz dienen, dass man ablesen kann, mit wievielen Phasen das Stromnetz arbeitet.

    Abhilfe schafft hier aber ein Phasenkoppler, der das aufmodulierte Signal auf die anderen Phasen überträgt.

    Praktische Erfahrungen hab ich jedoch noch nicht damit gemacht.

  3. Kleiner Hinweis, der auch auf Amazon immer wieder zu Verwirrungen sorgt.
    Ihr verwendet die Abkürzung MB/s was für MegaByte pro Sekunde steht. Das ist nicht korrekt denn es handelt sich um Mbit/s also Megabit pro Sekunde. 8 Bit gleich 1 Byte.
    Das sollte jeder Laie bei seinen Geschwindigkeitsmessungen beachten!

  4. Pendelt sich die Geschwindigkeit wirklich bei 80-100MB/s ein? Der Vergleich mit dem Internet ist komisch, dafür müsste man also Gbit-Internet haben, sowas gibt’s nicht mal für den privaten Gebrauch.

    Wenn 80-100Mbit/s gemeint sind, was realistischer ist, dann sollte der Autor sich mal mit Netzwerktechnik befassen->8bit=1Byte.

    So ein Test macht nur Sinn wenn solche Angaben korrekt sind, bitte besser recherchieren!

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