Warum ein Plugin-Hybrid momentan genau das richtige Auto für mich ist

Nur an der App muss noch etwas geschraubt werden

Seit mittlerweile rund drei Monaten bin ich mit meinem Plugin-Hybrid unterwegs. Ein Skoda Octavia Kombi. Ausgestattet mit ein paar netten Extras, wie beispielsweise dem Panorama-Schiebedach. Aber das ist im Prinzip nur eine Nebensache. Was mich wirklich begeistert, das ist der Hybrid-Antrieb mit Plugin-Technik. Technik, die mich begeistert – aber sicherlich auch nicht für jeden eine Empfehlung ist.

Kurz zusammengefasst: Plugin-Hybride haben einen Elektromotor mit einem Akku, der eine Reichweite von rund 50 Kilometern bietet. Ebenso verfügen sie über einen klassischen Verbrennungsmotor, der im besten Fall nur dann zum Einsatz kommt, wenn der Akku erschöpft ist.


Mit der MySkoda-App habe ich mir mal meine Fahrtenverlauf der letzten drei Monate angesehen, dort kann man sich problemlos anzeigen lassen, wie viel Benzin und Strom verbraucht wurde. Abgesehen von der Fahrt in den Urlaub nach Büsum, einem Wochenende in der Eifel und einem etwas längeren Tagestrip bin ich ansonsten nahezu ausschließlich elektrisch gefahren. Das macht nicht nur sehr viel Spaß, sondern schont auch die Umwelt und den Geldbeutel.

‎MyŠKODA
‎MyŠKODA
Entwickler: Skoda Auto a.s.
Preis: Kostenlos

Zu 90 Prozent wird der Akku meines Skoda Octavia in der heimischen Garage geladen, der Strompreis beträgt hier knapp 25 Cent pro Kilowattstunde. Die Stromkosten für 100 Kilometer liegen damit bei rund 6,50 Euro. Der Verbrauch mit einem Verbrennungsmotor dürfte bei einem Kombi dieser Klasse bei rund 6 bis 7 Litern liegen, bei einem Benzinpreis von 1,45 bis 1,55 Euro kommt man auf 100 Kilometer gerechnet auf grob 10 Euro.

Das ist aber längst noch nicht alles. Auch wenn man mittlerweile immer seltener kostenlos an öffentlichen Ladesäulen Strom tanken kann, lohnt es sich gerade in Innenstädten doch, eine dieser Säulen anzusteuern. Oftmals zahlt man dort nämlich keine Parkgebühren, sondern nur die Stromkosten. Diese sind dann zwar etwas höher als Zuhause. Insgesamt zahlt man aber deutlich weniger, als wenn man ins Parkhaus fahren würde.

Diese App-Funktion sollte Skoda noch verbessern

Für unseren Alltag ist der Plugin-Hybrid jedenfalls perfekt geeignet. Wir fahren selten Strecken, die länger als 25 oder 30 Kilometer sind. Gleichzeitig müssen wir uns keine Gedanken darüber machen, wie wir bis an ein weiter entferntes Ziel gelangen – gerade mit einem Kleinkind stelle ich mir das sehr nervig vor. Wer will schon auf dem Weg in den Urlaub die nächste Ladesäule ansteuern und dort 45 Minuten „tanken“, wenn das Kind gerade eingeschlafen und die Autobahn frei ist?

Nur an der MySkoda-App muss der Hersteller noch ein wenig arbeiten. Mir ist es nun schon zwei Mal passiert, dass die Anwendung nicht mehr starten wollte und ich sie neu aus dem App Store laden musste. Auf den ersten Blick praktische Funktionen, wie etwa die Fernsteuerung von Heizung oder Klimaanlage, könnten durchaus noch praktischer sein. So kann man zwar eine Zieltemperatur einstellen, sobald diese erreicht ist, wird die Klimaanlage aber wieder ausgeschaltet. Wenn man erst eine halbe Stunde später zum geparkten Auto zurückkehrt, ist das im Zweifel schon wieder brütend heiß. Gerne würde ich eine Zeitspanne oder eine Uhrzeit angeben, bis zu der die Temperatur gehalten wird.

Insgesamt lautet meine Empfehlung: Wenn ihr eine Möglichkeit habt, einen Plugin-Hybrid Zuhause an einer Wallbox oder einer Steckdose aufzuladen, und ihr im Alltag maximal einen Radius von 25 bis 30 Kilometern habt, dann ist dieses Antriebskonzept in den nächsten Jahren wohl die beste Wahl – denn gleichzeitig bleibt ihr flexibel und könnt längere Strecken ganz klassisch zurücklegen. Schaut euch einfach mal einen Plugin-Hybrid an, mittlerweile gibt es ja bei quasi jedem Hersteller entsprechende Modelle.

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Kommentare 72 Antworten

  1. Nicht Fisch, nicht Fleisch. Bei diesem täglichen Radius reicht sogar ein mehrere Jahre gebrauchter vollelektrischer. Und alle aktuellen Modelle sollten auch für den Wochenendtrip oder die Urlaubstour genug Reichweite und (für die extralangen Langstrecke ausreichend schnelles Highspeedladen) bieten. Da muss ich doch nicht im Alltag tagtäglich mehrere 100 Kilo Verbrennungsmotortechnik und am Ende noch einen vollen Sprittank durch die Gegend fahren, was auch mehr Strom benötigt als einen rein elektrischen Wagen zu fahren. Da muss der Alltag also den wenigen Langstreckenverkehr mit Mehrverbrauch und unnötigem Gewicht bewältigen? Abgesehen von den Kosten natürlich für doppelte Wartung von E- und Verbrennungsteil. Und Steuern fallen auch noch an… Ne ne, da weiß ich schon, warum ich seit 2017 vollelektrisch fahre 😉

    1. Danke. Vor allem, weil die Gebrauchtwagenpreise für gebrauchte E-Fahrzeuge durch die Neuwagenprämie gerade eh im Keller sind.
      Und vielen Dank an unsere Bundesregierung, dass sie die Personen, die sich frühzeitig für ein Elektrofahrzeug entschieden haben, nun auch noch dafür bestraft.

      1. Danke auch der Regierung, dass sie ich so viel Mühe gegeben haben die Ladesäulenverordnung zu überbürokratisieren. Sonst hätten wir schon ein mehrfaches an privaten Steckdosen und damit viel bessere Infrastruktur.

    2. Stimme dir in allen Punkten zu und musste such sofort daran denken.

      Man kriegt alle Vorteile eines Elektrowagens, während man trotzdem alle Nachteile (samt Wartungskosten) eines Verbrenners beibehält…

      1. Trotz der Negativität – bitte nicht falsch verstehen!
        Ich finde einen Hybriden weitaus besser, als das meiste, was bei uns derzeit auf den Straßen fährt ??

      2. Man kann es aber auch anders sehen: Man behält alle Vorteile eines Verbrenners und bekommt einige Vorteile eines Elektrowagens 😉

        Aber ich denke wir sind uns ja einig, dass der Neukauf eines normalen Verbrenners nicht mehr unbedingt zeitgemäß ist. Ich hoffe mal, dass sich in den nächsten 2-3 Jahren einiges tun wird, was die Elektromobilität angeht. Mein Leasing läuft jetzt über vier Jahre und dann soll es (auch durch die bisherigen Erfahrungen mit dem Plugin) definitiv ein Voll-Elektro werden.

        Ggf. bauchen wir demnächst auch einen Zweitwagen, beruflich bedingt. Dann wird es auf jeden Fall ein kleiner E-Flitzer.

        1. Wieso benötigt man in Bochum einen zweitwagen? ❓?

          Ich stelle die frage bewusst provokant‼️

          Die einzige antwort wäre hier: weil man es kann.

          1. Gut, dass du eine Ahnung hast, wie wir uns von A nach B bewegen müssten.

            Sage ich übrigens als jemand aus einem Haushalt, der seit 13 Jahren nur ein Auto besitzt.

            Wieso benötigt man in Ballungsgebieten überhaupt ein Auto? Antwort: Weil der Nahverkehr ein Witz ist.

  2. Prinzipiell würde ein Hybrid 90 – 95% der Wegstrecken abdecken die ich fahre. Aber leider habe ich als Camper ein ganz anderes Problem, das Gewicht. Leider sind die Hybride nochmal ne ganze Ecke schwerer wie die Verbrennervarianten und somit mit meinen Wohnwagen meist über dem zulässigen Gesamtgewicht das ich fahren darf.

  3. Plugin ist für mich zur Zeit die richtige Wahl. Im Moment ist es ein Toyota Prius 4 Plugin, der wurde auf 25.000km ~1750kWh geladen und hat einen Verbrauch von 2L. bin damit zufrieden. Als nächstes steht der RAV4 Plugin auf der haben wollen Liste, die Probefahrt dazu war schon beeindruckend.

  4. Stromkosten von 6,50€/100km bei einem Strompreis von 0,25€/kWh bedeutet einen Verbrauch von sage und schreibe 26kWh/100km. Reine Elektroautos schaffen hier unter deutlich unter 20kWh/100km. Das heißt man einen dauerhaften Mehrverbrauch von 10kWh/100km, nur, weil man einmal im Jahr in den Urlaub fährt. Offenbar ist nicht nur der Sprit noch zu billig, sondern auch der Strom.

    1. Okay, ich habe jetzt noch mal im Detail nachgesehen.

      3.246 Kilometer bin ich bisher gefahren, verbraucht habe ich dabei:

      12,3 kWh und 2,6 Liter pro 100 Kilometer. Wie auch immer das berechnet wird. Leider kann ich das nicht genau aufschlüsseln in rein elektrisch. Meistens pendelt es irgendwo zwischen 18-22 kW/h, es gibt natürlich auch Ausreißer nach oben. Dann fahre ich aber Strecken mit 90% Autobahn und da wird ein reines Elektroauto auch keine 15 kWh mehr verbrauchen.

      Was bei uns ein wenig doof ist: Ich kann leider keine Wallbox in der Garage installieren, da das Stromkabel dorthin nur drei Adern hat. Das ist leider aktuell noch ein Argument gegen ein reines E-Auto für mich. Ich bin da aber durchaus offen, schauen wir in 3-4 Jahren mal weiter.

      1. Ein Liter Benzin hat einen Energiegehalt von von 10kWh pro Liter (abgerundet). Pro 100km hat mal also einen Bruttoverbrauch von 38,3 kWh!!!! Und selbst, wenn man für einen Verbrennungsmotor einen Wirkungsgrad von 50% ansetzt (so effiziente Motoren gibt es nicht), kommt man auf 25kWh netto /100km. Zwei Antriebssysteme auf Dauer mitzuschleppen ist einfach nicht effizient. Wer viel und weit fährt ist erstmal mit einem Verbrenner besser bedient. Wer nur sporadisch Langstrecke fährt, kann doch neben einem reinen E-Fahrzeug für weite Strecken einen Verbrenner mieten oder sich in die Bahn setzen (elektrisch fahren mit 250km/h und ohne Ladepausen).
        Plug-In Hybride sind eine große Verarsche. Und selbst, wenn die Fahrer regelmäßig Strom tanken (was ja schonmal positiver ist), so ist es ein Witz, dass diese Fahrzeuge a) rechtlich alle Vorteile Reiner E-Fahrzeuge genießen, egal ob gerade der Verbrenner läuft oder nicht und b) öffentliche Ladesäulen blockieren, damit im Anschluss eine im Vergleich winzige Strecke elektrisch zurückgelegt werden kann. Fahrer Reiner Elektroautos haben das Nachsehen. Und ich spreche aus Erfahrung.

      2. Wie lange steht das Auto nachts in der Garage?
        Wenn du über mit 10A einphasig lädst, kriegst du in 10h 23kW in den Akku.

        Frag mal die ganzen Leaf-Fahrer, die kriegen das auch gebacken, der lädt prinzipiell nur einphasig.

        Soll heißen: Wer durchschnittlich weniger als 100km am Tag fährt, dem reicht auch eine normale Steckdose.

  5. Freut mich, dass es dir gefällt!
    Als Zwischenstufe sicherlich gut nutzbar, wobei mir als Ing das Herz blutet zu sehen, wie Unmengen an Energie verschwendet wird einen zweiten kompletten Antriebsstrang mit sich herumzuschleppen. Damit ist die wirkliche Effizienz pro Kilo bei Hybriden immer schlechter als bei den billigsten EVs.

    Ich denke, da die kommenden Generationen zumeist 300-500km Reichweite abdecken werden (und man bei solchen Strecken so oder so auch mal gerne etwas essen möchte), kommt man nicht an vollelektrischen vorbei. Dies würde zudem praktisch alle täglich gefahrenen Strecken abdecken und man spürt die Alterung des Akkus weit weniger als bei den kleinen „50iger Rucksäcken“.

    1. Ja, wenn wir nachher in einen Bereich kommen, wo 400km auch im Winter halbwegs problemlos machbar sind, wäre ich auf jeden Fall dabei 🙂

        1. Naja die Größe ist das entscheidende.

          Es interessiert im Alltag nicht, ob ein Auto nachts eine oder zwei Stunden früher das Vollladen begonnen hat.
          Und selbst für hektische, lange Fahrten – je größer dein Akku, desto mehr kann er ohne dem Balancing vertragen – die ersten 50% gehen immer schnell, und es ist dann entscheidend, wie viele Zellen du da lädst.

    2. Und was man auch sagen muss – zumindest was ich durch ein wenig Recherche mitbekommen habe – die Superchager/Hypercharger oder wie sie heißen, lassen sich ja auch gut bezahlen. Das ist der Preisvorteil halt auch weg, wenn man an der Autobahn schnell laden will. Man darf gespannt sein, wie sich das entwickelt.

      Unabhängig davon finde ich die Verfügbarkeit von Ladesäulen, insbesondere die Verteilung innerhalb der Städte, doch noch sehr ausbaufähig.

      1. Ja die ganzen Supercharger sind nur für die early adopters mit Modellen bis 2017 immer kostenfrei (und zB bei gebrauchten Teslas nur, wenn du privat kaufst – kooperierende Händler werden aufgefordert ihn zu updaten).

        ____
        Generell ist der Supercharger aber nur als Ausnahme gedacht und nicht die Regel. Beim Elektrofahrzeug muss man vom „Tankstellendenken“ wegkommen und stattdessen auf Destinationdenken wechseln. Dazu gehört dann idealerweise eine PV Anlage und Charger in der Garage (was bei dir ja derzeit noch schwierig ist).
        Es bahnen sich aber schon neue Bauverordnungen an.
        _____
        Deswegen sollte man die Kosten vom Supercharger eher als Luxuskosten betrachten.

        Wenn die EVs stärker verbreitet sind, gibt es schon Pläne ein Ladenetzwerk einzuführen, welches den Besitzern erlaubt (wenn sie zB nicht in Eile sind) beim Anbieter anzugeben so wenig wie möglich für den Strom zahlen zu wollen. Dann ist es möglich in Zeiten der Stromspitzen mehr und günstiger zu laden.

        Bestimmt begleitet von einer App, die ihr vorstellen könnt ?

        1. Mit dem go-e charger geht das jetzt schon, wenn man zum Stromanbieter Awattar wechselt. Man gibt einfach an, wann das Auto voll sein soll. Der Charger kümmert sich darum das günstigste Tariffenster zu wählen.

  6. Ich bin seit gestern, 22.06.21, stolzer Besitzer eines Opel Mokka e. Habe mich bewusst für rein elektrisch entschieden und werde dir ein bis zwei Urlaubsfahrten in Jahr auch schaffen. Für den urbanen Bereich zur Arbeit und ein bissel Einkauf in der Stadt, ist er somit besser geeignet für mich. Laden tue ich an entsprechenden Ladesäulen, da ich zur Miete wohne und nur einen Stellplatz. Aber die Infastruktur im Münchner Raum ist sehr gut. Hybrid kam nicht in Frage, da dann alle zwei Sachen im Service zu Buche schlagen. Rein elektrisch ist der Serviceaufwand wohl günstiger.

    1. Wie planst du das mit dem Aufladen? Über Nacht an einer Säule stehen lassen geht ja auch schlecht, wegen der Blockiergebühr. Interessiert mich tatsächlich, wie du das machen wirst.

      1. Lade meinen Plugin lade ich NUR an Öffentlichen Ladesäulen und nicht jeder Anbieter hat im Moment die Blockiergebühr. EnBW plant wohl ab einer bestimmten Uhrzeit Abends bis Morgens auf diese Gebühr zu verzichten.

      2. Also ich arbeite in Schichten und habe entsprechende Tage frei. Einen 22kwh Säule habe ich 1 Straße in vier Laufminuten. Einen 50 kWh Ladesäule ein Kilometer zu Fuß. Außerdem werde ich auch die Säulen von Lidl, Aldi und Kaufland mit nutzen, auch wenn sie später mal was kosten. Und es muss ja nicht immer bis zu den 80% sein, wenn ich dann am Tag später wieder hier und da laden kann. Selbst bei mir in der Stadt gibt es dann einige Säulen. Wenn ich was Essen gehe, an die Säule und wenn ich wieder komme, sind ein paar kWh drin. 😉

        1. Du meinst kW, nicht kWh. Wobei ich stark bezweifle, dass der Mocca an einer AC Säule überhaupt 22kW laden kann. Meist sind heutzutage 11kW Lader verbaut. An DC Ladern sind natürlich schon weit über 50kW möglich – auf Kosten der Akkuhaltbarkeit.

    1. Skoda entsorgt die Batterie nicht sofort, sondern werden für die Läden als Speicher verwendet, zumindest war das mal eine Aussage.

    2. Im Prinzip wird immer so viel Lithium wie nur möglich recycelt werden, sobald die Abfallmengen hoch genug sind.

      In einer ausgeglichenen Wirtschaft wären Altakkus enorm wertvoll, da sie die höchste Konzentration dieser Metalle auf dem Planeten beinhalten.

      Leider ist das Abschöpfen der Salzwüsten aber (aufgrund der lokalen Regierungen) dermaßen billig, dass man aktuell noch lieber komplett neu abbaut.
      Die alten Akkus verschwinden aber nicht und werden früher oder später wieder in den Kreislauf kommen.

  7. Ich frage mich immer, wie das Laden funktionieren soll, wenn alle ein Elektroauto haben.
    Beim Tanken (Diesel/Benzin) an der Autobahn brauche ich ca. 10 min an der Zapfsäule, danach ist diese wieder frei.
    Beim elektr. Laden brauche ich mind. 1 Std um einigermaßen Energie zu tanken. Wie lang soll dann die Schlange an den Säulen werden? Wenn ich Pech habe muss ich erstmal 4-5 Std warten um überhaupt an der Reihe zu sein.
    Ähnlich zu Hause, wenn alle abends zum Feierabend Ihr e-Auto zum Laden anklemmen, schieben die Heizer im Kohlekraftwerk Sonderschichten bis die Leitungen glühen, wenn soviel Strom überhaupt in die Wohnviertel gleichzeitig fließen kann. Und wie machen das die vielen „Straßenparker“ in den Großstädten? Legen die denn ein Str0mklabel über den Gehweg zum Auto, meist sogar mehrere Blocks weit?
    Nicht falsch verstehen, ich fahre selbst ein PluginHybrid, aber je mehr ich darüber nachdenke, ist die fehlende Ladeinfrastruktur das K.O.-Kriterium für das e-Auto als Massenprodukt.

    1. Ein Verbrenner braucht 10 min zum Tanken. Das ist korrekt.

      Ein Elektroauto braucht jedoch 0min und 0s zum Tanken. Denn es fährt immer frisch geladen los.
      ______
      Nachts haben wir teilweise Negativpreise beim Strom, weil die Kraftwerke eben nicht mal eben um die Hälfte gesenkt werden können. Damit zahlen wir auch mal Stellenweise an das Ausland, damit sie unseren Überstrom (oder wie der emeritierte Herr Sinn gerne „Zappelstrom“ nannte) überhaupt akzeptieren.

      Ein intelligentes Netz ist in der Lage die Ladung entsprechend zu verteilen – dazu gibt es schon seit Jahrzehnten Forschungsprojekte.
      ____
      Falls du die langfristige Entwicklung hören möchtest – so ist es gar nicht erst geplant, dass jeder ein Elektroauto besitzen wird.

      Im Gegenteil geht man nach der Einführung von Cloudsharing von autonomen Fahrzeugen von einer Reduktion von mindestens 30% im Vergleich zu heute. Und diese Fahrzeuge fahren dann vollgeladen vor von einem dediziert vernetzten Hub, was insbesondere Innenstädte entlasten wird, sodass man wieder geräumige Straßen bekommt, statt dem Parkplatzwahnsinn.

      Wie du siehst ist das Verlegen der Anschlüsse also gar nicht der Fokus und wird dann nicht mehr in dem Umfang benötigt.

      Viele der derzeit aufgesetzten Parteiprogramme sehen aber bereits jetzt Anpassungen in der Bauverordnung vor (insbesondere in Sachen PV und Ladeanschlüsse).

    2. So dramatisch ist das nicht, nicht immer wollen Alle gleichzeitig laden. Das wichtigste ist immer wie schnell kann das Auto laden, VW id3/4 können im Moment zB. ~120kWh laden und man munkelt es soll im Herbst ein Update auf ~170kWh kommen.

    3. Auch da geht die Entwicklung weiter. Schau Dir mal den EV6 von KIA oder Ioniq5 an.

      Zudem, was wäre wenn alle Verbrenner an die Zapfsäule müssten? Und ja, jeder Vergleich hinkt. Aber aus Erfahrung, ich stehe auf Langstrecke fast immer alleine und nie länger als 30-40min.
      Sollte der Ausbau ernsthaft voran getrieben werden, dann wird es funktionieren.

  8. Ich fahre einen PlugIn SUV mit 300 PS. 2 Elektromotoren und einen Benziner mit 200 PS. Elektrische Reichweite bis zu 60KM. Sind jetzt 570 KM nach Berchtesgaden gefahren. 230KM hielt der Akku im Hybridmodus und ich bin mit einer Tankfüllung 40 Liter durch gefahren. Sprit für 70KM war noch im Tank.
    Mit einem PlugIn kann man nicht‘s verkehrt machen. Die Woche über zuhause brauche ich keinen Sprit weil alles Elektrisch geht.

  9. So einen Mischmasch von Techniken kennen wir beim Surface – Nix ganzes, nix halbes… Ebenso bei Hybrid-Tomaten. Da bevorzuge ich noch die alten Sorten. Da gibts viele Dinge, die man aufzählen kann.

  10. Gut, dass Du den Wagen so nutzt.

    MMn sollte der Anteil ein elektrisch gefahrenen Kilometern darüber entscheiden, ob man eine Förderung bekommt oder diese zurück gezahlt werden müsste. Gerade bei den Dienstwagenregelung hat unsere Regierung komplett versagt. Oder bewusst etwas vergessen ?

  11. Ist schon komisch, gerade in dem Land in dem die Stromkosten am teuersten sind, sollen nach Möglichkeit alle elektrisch fahren.

  12. Ich bin mal gespannt, was ihr alle macht, wenn den ganzen Stromern das Parken in Tiefgaragen verboten wird, weil die Versicherungen die Preise dermaßen in die Höhe treiben werden, wenn E-Autos dort parken dürfen sollen.
    Und die Feuerwehr die brennenden Autos nicht löschen kann.
    Oder die ersten Tiefgaragenparker ihre Autos nicht mehr auf ihren Stellplätzen parken dürfen.
    Oder die Wohngebäudeversicherung für nicht freistehende Garagen und Carports mit Stromern extra Gebühren verlangt.
    Ich musste jetzt schon mein EBike im Geschäft woanders parken, weil unsere SIFA die mögliche Brandlast als zu große Gefahr sah. ?
    Ich bin generell für eine Energiewende, aber ich sehe eindeutig ökologisch erzeugten Wasserstoff als bessere Alternative an.

  13. …und es brennen keine Verbrenner in Tiefgaragen usw, das passiert oft genug das ein Verbrenner Feuer fängt. Nur verkauft sich das nicht gut in den Medien. Klar muss man das eine oder andere noch anpassten oder verbessern. Wenn man nicht jede Panik Meldung für bare Münze nimmt und das auch hinterfragt wird das schon. Zur Zeit ist das mit dem Strom nicht für Jeden eine gute Lösung, aber es geht doch in Riesen Schritten voran. Wasserstoff braucht auch Strom nur zur Produktion, ähnlich wie Benzin o. Diesel, das soll es laut einen Well to Well Berichtes 1,5kWh pro Liter sein.
    Das Thema ist irre groß und auch interessant. Als erstes empfehle ich Allen interessierten mal per App zu gucken was es im Eigenen Profil an Ladesäulen gibt.

    1. Klar brennen auch Benziner. Aber die lassen sich löschen. Im Gegensatz zu Lithiumbatterien. Die müssen im Wassertank gelagert werden, weil sie sich nicht löschen lassen. Und bekomme mal ein brennendes Auto aus der Tiefgarage raus. Da streikt die Feuerwehr.

      1. Das wird die Feuerwehr auch alles besser in den Griff bekommen. Schon Heute haben Die so eine Lanze die in den Akku geprügelt wird und den Akku dann löscht bzw. runter kühlt.
        Als die ersten Autos auf den Markt kamen war es ja auch nicht anders mit dem Unbekannten, nur Heute könnten sich die Menschen besser informieren sofern das gewünscht ist, nur leider halten sich bestimmte Stammtisch Weisheiten.

    1. Eat tut mir leid, dass du als Außendienstler täglich viele 100 km zurücklegen musst und leider nicht Zuhause laden kannst, ansonsten sind 10 min Ladezeit unnötig

  14. Wir fahren seit Februar 2020 voll elektrisch mit einer Zoe, beste Entscheidung überhaupt gewesen. Bei uns in der Region (Saarland) ist die Säulen-Infrastruktur auch top. Eine Säule der Stadtwerke 50m von unserem Haus entfernt (quasi unsere dezentrale Wallbox) und locker 20 Ladestationen (gratis und kostenpflichtig) in einem Umkreis von 5km.

  15. Ich bin heilfroh, dass ich in den nächsten Jahren kein Auto kaufen muss, hoffentlich. Und wenn es soweit ist, gibt es den Nachfolger vom Octavia ja vielleicht mit Wasserstoff-Antrieb.

  16. So ein Plug-In-Hybrid vereint doch nur das Schlechteste aus beiden Welten. Mangelnde Reichweite und enormes Zusatzgewicht durch den Akku und einen „bösen“, „dreckigen“ Verbrenner, der dank des schweren Akkus nur noch mehr verbraucht, als hätte man ihn einfach in ein „normales“ Auto gebaut. Wenn man die 50km eh jeden Tag aufladen muss und selten weiter fährt, ,macht ein kleiner vollelektrischer PKW bedeutend mehr Sinn. Ist man immer auf Langstrecke, macht nur der moderne Diesel wirklich Sinn. Man kann es drehen wie man will. Plug-In-Hybride bieten absolut gar keinen Vorteil, außer bei der Steuer oder dem „sauberen“ Gewissen.

    1. Also dem muss ich dir ganz klar widersprechen. Wir sind knapp 500 Kilometer in den Urlaub gefahren und hatten nach 5 Stunden Fahrt einen Verbrauch von 6,1 Liter pro 100 Kilometer. Das finde ich für einen Kombi, vollbeladen MIT Dachbox nicht wirklich viel. Aber du wirst es ja besser wissen 😉

      1. Lieber Fabian,
        lass das Diskutieren. Was willst du erreichen? Du wirst die Menschen nicht davon überzeugen können. Okay, ich bin auch kein Freund von Plug-Ins, aber das ist hier nicht das Thema.
        Die Zeit wird die Wende wie von alleine bringen. Als der Verbrenner vorgestellt wurde, war es übrigens ähnlich.

        ps.: Ich fahre Vollelektrisch, diskutiere aber nicht mehr.

    2. Zusatzgewicht der Batterie fast egal, solange weitestgehend elektrisch gebremst werden kann. Daher netto Verbrauch fast nur cw-wert und geschwindigkeits/Streckenprofil/Plattformabhängig. Z. B. BEV kann 150kw zum beschleunigen und 100 kW zum Bremsen und schafft so 15 kWh pro hundert km netto im hügeligen ländlichen Raum (50/100 im Wechsel) ohne Autobahn, PHEV kann vlt. 30 kW elektrisch zum. Bechleuinigen ohne verbrennersupport und 20 KW zum bremsen, da ist man halt mehr am cruisen statt relativ binär 50/100 zu fahren, kommt aber z. B. Mit 120 kmH auch mit 6-7 kWh 50 km auf der Autobahn, ohne dass Verbrenner signifikant laufen muss, eigentlich nur bei der Einfahrt zum Beschleunigen… Es sollten nur noch kommentare von Leuten erlaubt sein, die alle relevanten Antriebe im Alltag selbst kennen, dann würde hier weniger Müll verbreitet. Antriebe ohne Brensenergie Rückgewinnung, viel Abwärme und Bauformen mit suv/busartiger Aerodynamik sind das Problem. Und iimo eine Frage von Rücksicht für andere (Lärm und Gestank) innerorts elektrisch zu fahren. Ich schätze für die nächsten paar Jahre dennoch die Option, zur Not Benzin zu verbrennen, um anzukommen. Hätte früher Diesel mit 1000km Reichweite pro Tank, die ich nie gebraucht habe, jetzt BEV wenn es im 300km Radius schnell gehen soll oder emmissionsfrei, und halt phev zum Einkaufen und für quer durch Republik, passt.

  17. Also bei mir steht genau das selbe Auto an, eben weil ich auf Kurzstrecken elektrisch fahren kann, bzw den Elektromotor als Unterstützung einsetzen kann, zu 100% rein elektrisch fahren zu wollen ist nicht mein Ziel und sicherlich nicht das Ziel eines hybriden… Bin den Wagen 14 Tage Probegefahren und bin bei 3,5l/100km sowie ca 8kWh/100km im Mix gefahren.
    Durch die hoch eingestellte Rekuperation kommt gerade im Stadtverkehr einiges an Energie wieder in den Akku.
    Ich fahre viel Mittelstecken mit Kundenbesuchen, da muss ich zeitlich flexibel sein und kann nicht eine freie und funktionierende Dose suchen und dann noch warten bis die Büchse voll ist. Das hab ich mit einem reinen Stromer (ebenfalls 14 Tage) versucht und empfand es für meinen usecase als ungenügend, leider.

    1. Genau meine Erfahrung, BEV ist zwar viel mehr Spaß wegen Beschleunigung und so, aber die bei mir 45l Sprit Reserve für naja 600km vlt nehmen erst mal viel Druck raus, und in denetzten sechs Monaten gab es pro 1000km je eine Situation wo ich froh war das ich noch einen Haufen Benzin dabei hatte: einmal Säule nicht per App freischaltbar und keine Karte dabei, einmal alles von verbrennen belegt weil Zielort überlaufen, einmal weder app noch zig Karten funktioniert wobei der Nachbar e-up selig genickelt hat… Und einmal schlicht keine Zeit zum Laden.
      Im Alltag vlt. Eine Lösung, zwei e Autos zu haben, eins das lädt und eins das fährt, solange man halt jeden Abend zuhause schläft… Und vlt für urlaub (ernst gemeint) für 250 eur einen 2.x kW benzingerator (37kg), 15l kanister und den ladeziegel mitnehmen, falls am ziel die burgermeistersaule zugeparkt, defekt oder nicht vorhanden ist…

  18. Wasserstoff ist keine Alternative…. Da nur 25% einer Tankfüllung im Verbrenner ankommt. Die Produktion zu teuer und viel zu laut.

  19. Das können Sie gar nicht wissen, ob „diese“ Antriebsart in den „nächsten Jahren“ die beste ist bei dieser verrückten Adminsitration. Jedwede Verbrennerart wird verteufelt und da wird Ihnen es nichts nutzen, dass Sie für Ihr gutes Gewissen einen E-Motor huckepack mitschleppen lassen. Nach 5 Jahren ist jedes E-Auto-Akku Schrott wert und Sie können Ihre Sondermüllaltlast nur noch entsorgen, geschenkt möchte sie sicher keiner haben.

  20. Sobald dieser Förderschwachsinn endet, wird nicht ein PHEV mehr verkauft. Der Hype findet nur statt, weil sich alle Beteiligten die Taschen vollmachen. Hersteller bekommen eine Absatzförderung für ihre überholte Technikmelange, Arbeitgeber Prämien in den Hintern geblasen und der dienstwagenfahrende AN muss nur halb soviel versteuern. Schaut mal, wieviel % der Hybride Dienstwagen sind.

  21. Der Mehrverbrauch des PHEV wegen Mehrgewicht ist Quatsch. Die 200 kg Mehrgewicht schleppt das BEV mit seiner riesigen Batterie herum.
    Ich fahre einen und der braucht ca. 17,5 kWh/100km bei rein el. Fahrt.
    Die Umweltbilanz eines BEV ist auch nicht viel besser als der eins Verbrenners. Wegen der riesigen Batterien muss man lt. Fraunhofer-Unstitut 120.000 km fahren, bis der CO2-Vorteil eingefahren ist. Beim PHEV mit seiner 16,7 kW-Batterie sind es dann ca. 35.000 km rein el. Fahrt.
    Den Nachteil wg. Mehrgewicht gegenüber dem Benziner gleicht das PHEV durch Rekuperation aus.
    Der Benzinverbrauch ist das Stichwort: Bei nur 50% el. Fahrt lässt das PHEV jeden Diesel und Vollhybriden mit 3,5 L stehen. Der private Nutzer eines PHEV fährt aus Überzeugung mindestens 60% elektrisch und braucht sich nicht bei Langstrecke mit Ladezeiten, Reichweite und Verfügbarkeit von Stationen herumplagen, wobei eine Fahrt mit dem BEV zu einer Wissenschaft wird. Mit 2,5 L + 11,5 kWh/100 km im Durchschnitt braucht er sich keinerlei Vorwürfe gefallen lassen, zumal Benzin mit 10% biogenem Ethanol getankt werden kann.
    Zuletzt ist hierzulande noch überhaupt nicht geklärt, wie für 30 mio. BEV der Strom produziert werden soll.

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