Icon des Eufy C30 Edge

Eufy C30 Edge ausprobiert: Hat nicht nur Kabel zum Fressen gern

Neuer Saugroboter mit kompakter Station

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Der Eufy C30 Edge reinigt den Boden

Auf der IFA hat Anker Anfang September in Berlin zwei neue Saug- und Wischroboter vorgestellt. Neben dem Eufy E35 mit HydroJet-Wischwalze für 999 Euro ist auch der Eufy C30 Edge ab sofort erhältlich. Das neue Mittelklasse-Modell kostet offiziell 699 Euro, wird aktuell allerdings für 599 Euro angeboten. Wir wollten wissen, was das Mittelklasse-Modell auf dem Kasten hat. Das sind unsere Eindrücke aus der Praxis.

Pluspunkte sammelt der neue Saug- und Wischroboter von Anker zunächst einmal für die kompakten Maße der Basisstation. Sowohl die Grundfläche als auch die Breite und Höhe sind wirklich sehr gering. Das fällt vor allem dann auf, wenn man eine übliche Basisstation daneben stellt. Das folgende Bild dürfte mehr als eindeutig sein.


Eufy C30 Edge neben einer Dreame-Station
Die Station des Eufy C30 Edge ist besonders kompakt

Falls ihr es ganz genau wissen wollt: Die Station ist 33 Zentimeter breit und 31,5 Zentimeter hoch. Die Wassertanks werden einfach oben aufgesetzt, es gibt keine zusätzliche Klappe. So reichen rund 40 Zentimeter Höhe für einen bequemen Betrieb aus. Diese kompakte Bauform haben wir zuletzt wirklich selten gesehen. Gerade für kleinere Wohnungen kann der Eufy C30 Edge also durchaus eine sehr interessante Alternative sein.

Allerdings muss man rund um die Station auch einige Kompromisse eingehen. So werden die Wischpads des Roboters zwar automatisch gereinigt, heißes Wasser wird dafür aber nicht verwendet. Hier bietet die Mittelklasse-Konkurrenz zum Teil bessere Features. Immerhin werden die Wischpads nach der automatischen Reinigung mit warmer Luft getrocknet.

So schlägt sich der Eufy C30 Edge bei der Reinigung

Aber was nützt eine kompakte Station, wenn es bei der Reinigung nicht klappt? Die Eufy-App ist sicherlich kein Highlight, lässt sich am Ende des Tages aber einfach bedienen und erfüllt ihren Zweck. Der Roboter kann nach der einfachen Einrichtung ebenso einfach auf die Reise geschickt werden.

Mit einer maximalen Saugleistung von 35.000 Pascal bietet er auf dem Papier ordentliche Werte. Auf Hartböden liefert der Eufy C30 Edge auch solide Ergebnisse: Es werden über 90 Prozent der Krümmel zuverlässig entfernt. Auf Teppichen haben wir bei den Top-Modellen schon deutlich bessere Ergebnisse gesehen. Mittelklasse gibt es auch beim Wischen: Leichter Schmutz wird zuverlässig entfernt, stärker verschmutzte Flächen überfährt der Roboter aber nicht eigenständig erneut, um mehrfach zu wischen.

Immerhin: Das Wischpad wird an den Rändern zuverlässig zur Seite ausgefahren. Die Seitenbürste an der Front ist dagegen fest verbaut. Durch die eher eckige Form kommt der Roboter zwar gut in Ecken, aber auch nicht bis in den letzten Millimeter hinein. Die Hauptbürste ist gut gestaltet, hier verfangen sich keine Haare.

Eufy C30 Edge überfährt Kabel
Kleinere Hindernisse erkennt der Eufy C30 Edge nicht

Problematisch wird es aus meiner Sicht bei der Hinderniserkennung, denn der Eufy C30 Edge verfügt über keine Kamera. Das kann man in Sachen Datenschutz zwar positiv sehen, allerdings müsst ihr eure Wohnung dann zwingend ordentlich halten. In unserem Praxis-Test hat der Roboter Lego-Steine, Kugelschreiber und vor allem Kabel zielsicher überfahren und aufgefressen. Selbst vor einem „Kackhaufen“ hat er nicht Halt gemacht und diesen durch die Gegend geschoben – zum Glück waren das keine echten Hinterlassenschaften.

Die Konkurrenz bietet weitaus mehr Leistung fürs Geld

Am Ende muss man sagen, dass die Mittelklasse-Konkurrenz einfach mehr bietet. Ich halte zum Beispiel den Dreame L50s Pro Ultra für eine interessante Alternative. Der Leistenpreis liegt mit 749 Euro nur 50 Euro höher, aktuell wird der Dreame-Roboter für 579 Euro aber sogar günstiger angeboten.

Auf dem Papier ist die Saugleistung zwar geringer, in der Praxis macht das auf Hartböden aber keinen echten Unterschied. Dafür bietet der Dreame eine Wischpad-Reinigung mit heißem Wasser, eine Hindernisüberwindung, eine anhebbare und ausfahrbare Seitenbürste, eine Hinderniserkennung und Schmutzerkennung per Kamera und einen einfahrbaren Laserturm. So passt er unter 2 Zentimeter niedrigere Möbel.

Eufy C30 Edge nur für kleine Zielgruppe interessant

Aufgrund der starken Konkurrenz in der Mittelklasse durch Hersteller wie Roborock, Dreame, Mova oder Ecovacs, die mehrfach im Jahr neue Geräte auf den Markt bringen, bleibt für den Eufy C30 Edge am Ende nur eine kleine Zielgruppe.

Wenn ihr einen solide ausgestatteten Saugroboter mit Matter-Unterstützung mit einer sehr kompakten Station sucht, gleichzeitig auf viele etablierte Extras verzichten könnt, dann ist der Eufy C30 Edge interessant. Absolut auf die Leistung bezogen ist der Preis von 599 Euro allerdings zu hoch.

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Fabian
Ich bin seit dem Start dieses Blogs im Jahr 2010 dabei und schreibe weiterhin gerne informative Artikel über Apps und Gadgets. Besonders freue ich mich neben neuen Smart Home Geräten auch immer wieder über kleine Spiele für iPhone und iPad, mit denen man sich die Zeit vertreiben kann.

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