Perplexity macht seinen KI-Agenten Computer unabhängiger von der Cloud. Das Unternehmen hat eine neue Version für den Mac angekündigt, die vollständig lokal auf dem Gerät läuft. Statt Rechenleistung und Datenverarbeitung an externe Server auszulagern, erledigt die KI ihre Aufgaben direkt auf dem Mac. Möglich wird das durch lokale Sprachmodelle wie Qwen 3.6 oder PPLX Pro, eine von Perplexity weitertrainierte Variante von Qwen.
Damit Local Computer flüssig läuft, braucht es allerdings die passende Hardware. Unterstützt werden Macs mit Apple Silicon, wobei Perplexity für den lokalen Betrieb mindestens 36 GB Arbeitsspeicher empfiehlt. Besonders die neuen Mac mini-Modelle hebt das Unternehmen als geeignete Geräte hervor. Wer einen Mac mit weniger Speicher besitzt, muss aber nicht komplett auf die lokale KI-Unterstützung verzichten: Mit Hybrid Compute bietet Perplexity eine Alternative, die bereits auf Macs mit 24 GB RAM funktioniert.
Bei der lokalen Variante werden nicht nur die eigentlichen KI-Modelle auf dem Mac ausgeführt. Auch die Aufgabenplanung, das Schlussfolgern und die Verarbeitung von Dateien finden direkt auf dem Gerät statt. Code und Werkzeuge laufen laut Perplexity in isolierten Sandbox-Umgebungen, um die Ausführung vom übrigen System abzugrenzen. Das soll den KI-Agenten nicht nur unabhängiger von der Cloud machen, sondern auch die Kontrolle über sensible Informationen verbessern.
Zugriff auf native Mac-Apps
Spannend wird das Ganze vor allem durch die Integration in macOS. Perplexity Computer kann mit nativen Anwendungen wie Notizen, Nachrichten, Mail, Keynote und Numbers zusammenarbeiten und Aufgaben direkt auf dem Mac erledigen. Damit geht der Agent über einen gewöhnlichen Chatbot hinaus: Er soll nicht nur Fragen beantworten, sondern auch aktiv mit vorhandenen Apps und Dateien arbeiten. Personenbezogene Daten müssen dabei laut Perplexity nicht in die Cloud übertragen werden, solange die Aufgabe vollständig lokal ausgeführt werden kann.
Nicht jeder Mac ist leistungsfähig genug, um sämtliche Aufgaben lokal zu stemmen. Genau hier setzt Hybrid Compute an: Die Funktion kombiniert lokale Modelle mit leistungsfähigeren Frontier-Modellen aus der Cloud. So sollen sensible Informationen möglichst lokal verarbeitet werden können, während bei Bedarf zusätzliche Rechenleistung zur Verfügung steht. Auch Local Computer kann auf Cloud-Ressourcen zugreifen, wenn beispielsweise aktuelle Informationen, ein Browser oder cloudbasierte Apps benötigt werden. Nutzer und Nutzerinnen können diesen Zugriff autorisieren und selbst entscheiden, wann sie dafür Credits einsetzen. Für besonders anspruchsvolle Aufgaben lassen sich außerdem mehr als 15 Frontier-Modelle hinzuziehen.
Verfügbarkeit für Pro-, Max- und Enterprise-Kundschaft
Die lokale Version von Perplexity Computer ist ab sofort für Personen mit Perplexity Pro-, Max- und Enterprise-Abo verfügbar. Wer die Funktion ausprobieren möchte, kann die Perplexity-App für Mac herunterladen und anschließend die vollständig lokale Betriebsart auswählen.


Sie sollen es mal für Windows rausbringen und mit leistungsstarken Grafikkarten kombinieren.
Kleinere Versionen von Qwen können ja bereits sehr gut auf 16GB Karten der 50iger Generation laufen.
Sonst könnte man auch hybrid mit Ram Auslagerung arbeiten.
Das geht schon mit Tools wie LM Studio – aber Perplexity kann es sicherlich etwas besser integrieren.
Mist. 36 GB. Da rächt sich jetzt das Einsteigermodell.