Apple hat lange gewartet, jetzt wird es ernst: Mit dem iPhone Duo steigt der Konzern endlich in den Markt der faltbaren Smartphones ein. Hinter dem Gerät steckt offenbar eine Entwicklungsgeschichte, die sich über rund 15 Jahre erstreckt. Wie TUAW in Bezug auf ein Times-Interview berichtet, hat sich Apple-Chef John Ternus mit dem Weg hinter dem neuen iPhone beschäftigt, was ein Hinweis darauf ist, dass das Duo weit mehr ist als ein spontanes Experiment. Während Konkurrenten wie Samsung bereits seit Jahren Foldables anbieten, wollte Apple offenbar erst dann mitmischen, wenn das eigene Konzept den hohen Ansprüchen des Unternehmens genügt.
Ternus berichtet im Interview, dass er bereits im Jahr 2011 gemeinsam mit fünf Kollegen ein Patent für ein faltbares Gerät eingereicht habe. Damals ging das Team davon aus, dass flexible OLED-Displays solche Produkte irgendwann ermöglichen würden. Apple hätte bereits früher ein faltbares Smarthone entwickeln können, entschied sich jedoch unter der Leitung von Ternus dafür, erst höhere Design- und Qualitätsstandards zu erreichen. Da frühe Entwürfe technische Schwachstellen aufwiesen, arbeitete das Unternehmen weiter an besseren Materialien, Fertigungstechniken und einer höheren Display-Haltbarkeit. Durch die enge Zusammenarbeit mit Zulieferern entstand schließlich eine spezielle Nanostruktur-Oberfläche.
Der Marktstart zeigt, wie groß das Interesse an Apples neuem Formfaktor ist. Kaum waren die Vorbestellungen am vergangenen Freitag, den 16. Oktober 2026, geöffnet, waren die zunächst verfügbaren Geräte offenbar bereits nach kurzer Zeit vergriffen. Wer später im Apple Online Store bestellte, musste sich auf eine Lieferung bis Ende Januar 2027 einstellen. Apple selbst sprach von einer außergewöhnlich hohen Nachfrage und erklärte, man arbeite mit Hochdruck daran, die Geräte möglichst schnell zu den Kunden zu bringen. Der Verkaufsstart im Handel ist für den 23. Oktober angesetzt.
Wie groß der Erfolg tatsächlich ausfallen könnte, zeigt eine Analyse von Cult of Mac. Demnach könnte Apple bis Ende 2026 mehr als sechs Millionen iPhone Duo-Auslieferungen erreichen. Die Prognose stützt sich unter anderem auf Einschätzungen der Marktforscher Omdia und Counterpoint. Sogar zehn Millionen Geräte stehen als mögliche Größenordnung im Raum: Laut eines Berichts von Nikkei Asia könnte Apple versuchen, diese Menge noch im laufenden Jahr zu produzieren. Wichtig ist allerdings die Einordnung: Apple veröffentlicht keine konkreten Produktionszahlen, und ausverkaufte Vorbestellungen allein verraten nicht exakt, wie viele Geräte tatsächlich verkauft wurden.
Ein neuer Player mit gewaltigem Marktanteil

Sollten die Prognosen eintreffen, könnte Apple auf Anhieb zu einem der wichtigsten Anbieter faltbarer Smartphones werden. Für 2025 schätzte Omdia den weltweiten Absatz solcher Geräte auf rund 18,2 Millionen Stück; IDC kommt auf etwa 20,6 Millionen. Sechs bis zehn Millionen iPhone Duo würden damit eine beachtliche Größenordnung erreichen. Je nach Entwicklung des Gesamtmarkts könnte Apple einen Anteil von etwa einem Viertel bis zu einem Drittel des Foldable-Segments erobern. Das wäre ein bemerkenswerter Einstieg für einen Hersteller, der seinen Wettbewerbern bei dieser Geräteklasse jahrelang den Vortritt gelassen hat.
So beeindruckend die Zahlen klingen: Faltbare Smartphones sind weiterhin ein vergleichsweise kleines Marktsegment. Laut Omdia wurden 2025 weltweit rund 1,25 Milliarden Smartphones ausgeliefert, darunter die oben bereits erwähnten 18,2 Millionen Geräte mit faltbarem Display. Das entspricht lediglich rund 1,5 Prozent des gesamten Smartphone-Markts. Auch für Apple dürfte das iPhone Duo deshalb zunächst eher eine Ergänzung als ein Ersatz für die klassischen Modelle sein. Analysten erwarten für den Konzern 2026 insgesamt etwa 257 Millionen ausgelieferte iPhones. Selbst sechs bis zehn Millionen Duos würden davon nur einen kleinen Anteil ausmachen.
Der Erfolg des iPhone Duo hängt nicht allein vom Hype ab. Entscheidend wird auch sein, wie schnell Apple die Nachfrage bedienen kann und ob das Gerät dauerhaft genügend Käufer und Käuferinnen findet. Die langen Lieferzeiten könnten sowohl auf eine starke Nachfrage als auch auf begrenzte Produktionskapazitäten zurückgehen. Genau deshalb sind die aktuellen Verkaufsprognosen mit Vorsicht zu betrachten: Sie beruhen auf Analystenschätzungen und lassen sich nicht direkt mit bestätigten Verkaufszahlen gleichsetzen.

15 jahren entwicklung xD ja ne ist klar….
Normalaweise Huawii chung guckt sich bei Apple an aber diesmal war anders rum.
Bewegte sich das iPhone Mini nicht in ähnlichen Dimensionen als Randprodukt? Das hatte man aber eingestellt wegen angeblich mangelnder Nachfrage. Mal schauen ob sich das Duo besser schlagen wird, ansonsten müsste man es konsequenterweise ja auch wieder einstellen nach ein paar Jahren
Das iPhone Duo als Randprodukt? Wie kommst Du auf sowas? -Das iPhone Duo ist eine Weiterentwicklung des herkömmlichen iPhones und ich bin mir sicher, dass es eine treue, wachsende Stammkundschaft haben wird.
Aber nur weil Insta und TikTok sehr schnell das format bedienen wird.
Könnte, dürfte, Analyse, Schätzung, vielleicht usw. = Null Information. Entweder Gerüchte oder Vermutungen. Das war mal hier besser.
Hit? Ich sehe nur geringe Bestände die ruck zuck ausverkauft waren.
Sie machen aus dem Problem, zu wenig produziert zu haben, zu einer positiven Erzählung. Ein Klassiker 🤷♂️